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Preußen seit 1849 bis Ende 18sv.
wan sehr wol diese Situation, in Folge deren Preußen jetzt die deutschen Verhältnissebeherrschte. Um so mehr war man entschlossen, Frankfurt Bedingungen vorzuschrei-be». Verschiedene Parteien suchten in Potsdam ihren Einfluß geltend zu machen.Die durch die Märztage entthronte sogenannte Junkerpartei, unterstützt von ihremDrgan, der „Neuen Preußischen Zeitung", wollte von einer Einigung mit der frank-l>>rter Versammlung, sei es unter welcher Gestalt es wolle, durchaus nichts wissen.3c mehr man sich Frankfurt näherte, desto mehr entfernte man sich von der östrei-chisch-russischen Allianz, desto schwieriger wurde die Rückkehr zum ständischen Wesen.Eine zweite Partei, bekannt unter dem Namen der „specistsch-preußischen", wollte,baß man vor der Hand Frankfurt und Deutschland sich selbst überlasse, die un-ausbleiblich scheinende allgemeine Verwirrung abwarte und alsdann sich durch eineAnzahl von kleinen Staaten arrondire. Die erstere Richtung war vielleicht die-lenige, zu welcher daS Gefühl in den entscheidende» Regionen sich hinneigte. In-dessen war der Zeitraum zu kurz, welcher zwischen März 1848 und Januar 1849iag. So plötzlich und entschieden konnte man die Märzprvclamationen nicht verleug-nen. Dazu kam der Einfluß engbefreundeter Persönlichkeiten, die im frankfurterParlament saßen und von dort aus bemüht waren, Potsdam, natürlich unter ge-nossen Bedingungen, mit dem Parlamente zu befreunden. DaS Parlament wardoch immer eine Macht, und es konnte selbst den, auf seine eigene Macht fußendenPreußen nicht gleichgültig sein, welchen Gang die Verhandlungen in Frankfurt nah-men. Durch jene Persönlichkeiten ließ sich aber hierauf einwirken, wofern man sichbedingungsweise geneigt zeigte, das Parlament zu stützen. Diese Männer nun,Welche se^ dem Sommer 1848 die officielle Politik Preußens in der deutsche» Frageeiteten, und an deren Spitze sich Herr von Nadowitz befand, vertraten eine drittePartei j» Preußen, die ihre Berechtigung in der von Friedrich dem Großen gcstif-.^ürstenbundspolitik suchte. Trotz aller Sympathien, die man in Potsdam fürbegtc, war man doch den Bestrebungen jener traditionellen Politik nicht ganzWenigstens lohnte es der Mühe, einen Versuch damit zü machen, in dem^ sch"", ^ würde das wiener Cabinet dem preußischen Plane kei-Widerstand entgegensetzen, als sein Vorgänger im Jahre 1785.
Is der Ausfluß dieser verschiedenen, zum Theil sich widersprechenden Nichtun-' ü "s ble preußische Cicularnote vom 23. Jan. bezeichnet werden, die erste offl-cielle Kundgebung Preußens in Beziehung auf das deutsche Verfassungswerk. Dieseswerkwürdige Aktenstück begann damit, die frankfurter Versammlung wegen ihres„selbständigen" Angreifens der VerfaffungSarbeit zu entschuldigen. Besonders wurdedabei die „greifbare Schwierigkeit der Vereinbarung mit 37 Staaten" hervorgehoben,^ht sei nun die Zeit gekommen, wo jede Regierung dahin zu wirken habe, daß dasWerk der Nationalversammlung auch glücklich zu Ende geführt werde. Hieraus wirddes Verhältnisses zu Ostreich gedacht. Ostreich könne seiner eigenthümlichen Lagetun^' nicht an allen in Frankfurt angestrebten bundesstaatlichen Einrich-
schließlich HssrauS würde aber noch nicht folgen, daß Deutschland aus-
„Vielmehr" wesentlichen Grundlagen des Staatenbundes zurückkehren müßte,
des Deutschen Bunt»«" ^ „wird sowol die Aufrechthaltung und Entwickelungnemarks einaeschww-» sowie das deutsche Gebiet der Niederlande und Da-
Erhaltung der den. östreichischen Kaiserhause gebüh-der übriaen deutsche» and vollkommen vereinbar sein mit dem Zusammentritte'»h lb ^d E " A'V. einen, engern Vereine, zu einem Bundesstaate in-Vorbilde . ^ wird der Zollverein aufgestellt, nach dessen
Bundes beu k ° »-"H Interessen umfassender Verein innerhalb des
- a e, üe »^'' ^ me.sten deutschen Regierungen, und insbesondere Preußen,lw a ve ^ ^ Zust.mmungsrecht z„ den Beschlüssen der Nationalvcrsamm-faffmms?. m ^ s" ^ Pflicht der Regierungen, sich jetzt über den Der-
und m. ^'5?" Nationalversammlung auszusprcchen, ihre Abänderungsvorschläge,-war möglichst übereinstimmend formulirt, der Versammlung vorzulegen. Schließ-