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Siebenter Band.
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Der Socialismus in Deutschland.

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gemeinerung einzelner, ganz localcr Verhältnisse zur Erkenntniß der wirklichen Zu-stände, und während man wol hier eine große und ernste Aufgabe zum erstenmale gleichsam entdeckte, fing man doch zugleich an zu erkennen, daß der tiefereGrund der Mißstimmung aller Zustände nicht so sehr in dem geringen Tagelohn undden schniuzigen Wohnungen und Höfen, als vielmehr in allgemeinen Vechalt,rissenl'-ge. Wir werden indessen dem Einflüsse dieses immerhin bedeutenden Buchs »nfolgenden Abschnitte wieder begegnen. Von den positiven Daten dieser beiden Werkeaber ging nun die eigentlich communistische Agitation über in eine Reihe von Zeit-fchriften, die trotz ihres kurzen Bestehens eine tiefe Spur im,Geiste dcS Volks zu-uickgelaffc» haben. Da waren zuerst die „Rheinischen Jahrbücher , das „DentscheBürgerbuch", das „Westfälische Dainpfboot", vor allem aber der „Gesellschastsspie-gel" von M. Heß, später unter dem Titel: „Die gesellschaftlichen Zustande der civi-lifirten Welt" (1846), die sich offen und rücksichtslos zu Vertretern des Commu-"ismus "auswarfen. Den tiefern Gehalt ersetzte dich» Werken dieg^Mdeundmundgerechte Darstellung, zum Theil auch, wie namentlich im „GeseüschastsMgel ,die Jnvcctive gegen die Besitzenden und zum Theil die Verleumdung. Du Grund-lage aber war allenthalben der Sah, den Stein's Werk zuerst hingestellt: daß auchdie freieste Verfassungsform nicht die wirkliche persönliche Freiheit für alle EinzelnenSeben könne, sondern daß erst die Entwickelung der wirthschaftlichcn Lage des Jndl-viduums die Basis des wahren Fortschritts sei. Allein über diesen Sah wurde nunvon Jedem in seiner Weise hinausgegangen, und anstatt einer freien und ernstenBesprechung ernster Fragen entstand ein wirres Geschrei und ein Parterlarmen, dasmit seiner Selbstgenügsamkeit den Mangel an tieferm Eingehew, mit Tumult denMangel an Bewegung zu verdecken und zu befriedigen suchte. Es war nicht schwer,vorherzusehen, daß dieses überstürzende Parteitreiben bald zu Grunde gehen mußte.

I" der That fand selbst am Nhcine diese Partei gleich anfangs ein Gegengc-in sich selbst. Die Neste der Hallische» Literatur, A. Rüge an der Spitze,standen denn doch im Grunde zu hoch, um sich ruhig mit diesen halb kindlichen,halb incendiarischen Bestrebungen identisiciren zu lassen. Namentlich der rohe Com-mumsmus und seine, auch in den rein persönlichen Verhältnissen sich äußernde wi-derliche Gleichmacherei zwangen die bessern Elemente bald, sich davon loszusagen.So erhob sich bereits 1846 ein Kampf der politisch Radikalen gegen die Socialra-dicalen; K. Heinzen in seiner „Opposition", Rüge in seinen „Briefen aus Paris",traten gegen den Commumsmus aus. Schon theilten sich die Stimmen selbst unterdem geheimsten Zelte der Radikalen, und die ernsthaften Bestrebungen in der MitteDeutschlands und im Osten, zu denen wir nunmehr übergehen, nahmen ihnen end-lich auch den letzten Boden unter den Füßen. Jene Zeitschriften hörten, mit Aus-»ahme des sich mäßigenden „Westfälischen Dampfboot", mit dem Jahre 1846 auf.Die Epoche des specifisch.rheinischen Commumsmus war zu Ende. Zwar versuchteer um 1846 noch einmal in Baden bei der dortigen wachsenden politischen Bewe-gung selbständig Platz zu greisen; allein man achtete seiner nicht, und ging sofortzu den Versuchen über, für welche nun seinerseits Berlin den Anstoß gab. Hier nunh'f ganze Sache alsbald eine neue Gestalt, die wir nicht besser als unter^.^'chnung der publicistischen Richtung zusammenfassen können,dennoch aber würde man sich sehr täuschen, wenn man glauben wollte, daßm auch die Wirkung gründlich beseitigt worden sei. Es lag in

der Natur der Sache, daß dies unmöglich war. In der That nämlich war dieJudustrie der Rheinlande viel z» weit entwickelt, als daß nicht Verhältnisse undsolle t ähnlich denen der englische« und französischen, hier stattgefunden habenA b '/ ausbeutende Concurrenz der Unternehmer und die Sorglosigkeit der

Tk"t * ^tten gleich großen Antheil an vielem Elend, das mit der Industrie in denledb e Rheingebiets heimisch geworden war. Dazu kamen > die damals noch sehrallen^ Handelskrisen, die in Folge der großen Störung des Jahres 1842

halben nachwirkten, und endlich die Leiden der deutsche» Lcinenindustric, die