Der Socialismus in Deutschland.
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tion der Arbeit als System der Wcllökonomie", in welchen neben einer großen,vielleicht durch sein Lcsepublicum motivirtcn Breite doch eine sehr verständige und imEinzelnen tüchtige Klarheit herrscht, obwol man bis jeht noch den innern Zusammen-hang des Gedankens durchaus nicht absieht. Sehr tüchtig, vorzüglich an gegebeneData anschließend sind weiter die Aufsähe von Kirchmann über „Die Grundrente insocialer Beziehung", „Die Tauschgescllschaft" und einige andere, in denen der socialeStandpunkt mit dem rein volkswirthschaftlichcn zusammengehalten wird. Dieselbenhaben wiederum die „Socialen Briefe a» Kirchmann" von Rodbcrtus hervorgerufen,in denen gleichfalls die wirthschastliche Grundlage und Entstehung socialer Leiden undGegensätze durch positive Nachwcisungcn dargelegt werden. Das bedeutendste Werkin dieser Richtung ist aber entschieden Hildcbrandt's „Nationalökonomie der Gegen-wart und Zukunft" (i. Bd., Franks. 1848), die erste gründliche und umfassendeArbeit, in welcher die sociale Theorie ihren historischen Standpunkt in der Geschichteder Volkswirthschaft gefunden. Hildebrandt hak sich in diesem Werke die Aufgabegestellt, alle jene Theorien und Behauptungen einer gründlichen Kritik zu unterziehen,und namentlich Proudhon's Plane und Ansichten einerseits, dann aber auch Engel'SBehauptungen über das Elend der arbeitenden Classe andererseits nun einmal definitivauf ihren wirklichen Gehalt zurückzuführen.
Auf einem andern Boden stehen nun drei Werke, die in sich sehr verschieden,dennoch jedes in seiner Weise für die Entwickelung und Gestaltung der socialenIdeen von Bedeutung sind. Wir meinen Fröbel's „System der socialen Politik"(Zür. 1847), Max Stirner's „Der Einzige und sein Eigenthum" (Leipz. 1845), und„Eigenthum und Vielkinderei" (Kiel 1846), von F. Baltisch. Das Fröbel'sche Werkgehört iu allen Beziehungen der Fcuerbach'schen Schule. Der Verfasser ist wedereigentlich Socialist noch Communist; er geht vielmehr von einem Standpunkte aus,auf dem, je nachdem man ihn nun gerade auffaßt, man ungefähr jede Gestaltungdes menschlichen Lebens als Schlußpunkt zu setzen vermag. Man hat, und wol mitRecht, diesen Standpunkt den des „Humanismus" genannt, seine Unklarheit schonin seinem Namen andeutend. Der Humanismus hat das Princip der Feuerbach'-schcn Lehre von, Christenthum zur Grundlage. Der Mensch ist der höchste Aus-druck des Göttlichen; und wenn man auch dabei nicht recht begreift, woher dann daSÜbel und sein Schmerz kommt, so muß man doch zugestehen, daß diese Menschlich-keit Gottes, zur Göttlichkeit des Menschen geworden, es sehr leicht macht, ein philo-sophisches System des „freien" menschlichen Lebens aufzustellen, in welchem daS„Wesen" und der „Begriff" aller wirklichen Verhältnisse, des Eigenthums, desRechts, des Verkehrs u. s. w. in der Beleuchtung gegeben sind. Aber was schwererzu begreifen ist, das ist, wie eigentlich Männer, die für Andere und nicht für sichselbst schreiben, sich in praktischen Dingen mit einer abstracten Theorie begnügenmögen, die dem Wirklichen, für welches dieselbe eben gelten soll, so ungcmein wenigentspricht. Fröbel's Buch trat auf, als die Fcuerbach'sche Epoche schon in ihrer„absteigenden Schwingung" war. Außerdem war theils durch die süddeutsche stren-gere Doctrin, theils durch die berliner immerhin praktische Publicistik der Blick desdas Won abstracten Systemen durch die französischen Systeme schon ge-' c , s das wirkliche Lebe» gerichtet. Das Werk machte daher im Gan-
lä^ Eindruck. Indessen muß dasselbe doch als der letzte selbständige Aus-lauser der Feuerbach'sche,, Lehre in der socialen Bewegung betrachtet werden, und
auf diese Weise stets seine Bedeutung.
Ganz anders und in gewissem Sinne viel bedeutender ist das zweite BuchMaim i ^ ""d sei» Eigenthum". Max Stirner ist, wenn man den gänzlichenDas i. ^" organisirenden Auffassung bei ihm zur Seite läßt, in jeder Weiseist ^ ^ deutschen socialen Literatur, was Proudhon in der französischen ist. Err>i«s . - negirende Element; er ist die absolute Kritik gegen — Alles; und
ist d d - - denn "uch bei ihm die Leere des Endes seiner ganze» Stellung. Er
av« viel logischer, viel tiefer und einschneidender als Proudhon; aber er ist an-