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Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt.
und höchst eigenthümlich gestaltete Zähne, welche bis auf wenige noch zweifelhafteDeutungen Mitgliedern aus der Familie der Ccstracionten anzugehören scheinen.Agassiz unterscheidet beinahe 100 verschiedene Arten derselben; doch würden sich diesegewiß bedeutend reduciren lassen, wenn von jeder das vollständigste Gebiß bekanntwäre. Besser erhalten, meist durch das ganze Schuppenkleid oder das Skclet über-liefert, sind die Ganoiden. In der gegenwärtigen Schöpfung existiren von dieser.merkwürdigen Gruppe, wenn wir Joh. Müllcr's natürlichere Begründung der blosaus die schmelzbedeckten rhomboidalen Schuppen basirten von Agassiz vorziehen, nochsechs Gattungen, die Typen ebenso vieler Familien bezeichnend. Der Stör mit sei-nen großen Knochenplatten statt der Schuppen und dem weichen knorpeligen Skelctist der bekannteste darunter, aber er fehlt in der primären Periode wie alle Ganoidenunserer heutigen Gewässer. Ganz fremdartige Familie» begegnen uns an ihrer statt.So zeichnen sich die Cephalaspiden durch einen soliden Knochenpanzer aus, der vieleher an Schildkröten als an Fische erinnert, um so mehr, als auch die Flossen wielange Arme zwischen Brust- und Rückenpanzer hervorgeschoben sind. Der Kops istbreit und nicht deutlich vom Rumpfe abgesetzt. Bei einigen tritt aber am hinter«Ende eine echte Schwanzflosse hervor, deren Basis auch wol mit Schuppen bekleidetist, sodaß bei dem gleichzeitigen Mangel eines knöchernen Skelets kein Zweifel mehrüber die Fischnatur dieser wundersamen Geschöpfe geltend gemacht werden kann. Beiden nächst verwandten Holoptychiern verwandeln sich die soliden Panzerplatten i«große Schilder und Schuppen und die Arme in deutlich ausgebildete Flossen; beiden Acanthodiern werden die Schuppen sogar auffallend klein, und jede Flosse bewaff-net sich mit einem kräftigen Stachel. Die Heimat dieser Familien bilden die devo-nischen Schichten Rußlands und Schottlands, mit Ausnahme einiger Arten der Gat-tung Acanthodes und Holoptychius, die im deutschen, häufiger noch im englische«Kohlengebirge vorkommen. In spätern Epochen fehlen sie. Im Kohlen- und Kupfer-schiefergebirge gewinnt eine neue sehr umfangreiche Familie überwiegende Bedeutung,nämlich die der heterocerken Monopterygier, so benannt wegen der einfachen Rücken-und ungleichlappigen störartigen Schwanzflosse. Außerdem haben alle Mitglieder ein«Reihe Stacheln am ersten Strahl in jeder Flosse, zierlich rhomboidale, mit Schniefbedeckte Schuppen und meist kleine bürstenförmige Zähne. Das Skelet ist schon nichtverknöchert als bei den vorigen Familien, wenn auch die Wirbelsäule noch nicht inknöcherne Wirbelkörper gegliedert ist. Agassiz vereinigte diese und die meiste» ander«Ganoiden in zwei, nur nach der Entwickelung des Zahnsystems unterschiedene Fossi-lien, in Lepidoiden und Sauroiden, deren Unhaltbarkeit aber Joh. Müller nachwic"und dadurch die von Giebel eingeführte Gruppirung aus die angeführten Charakter«hervorrief. Die wichtigsten Repräsentanten jener Familien sind die Paläonisken u»Amblypteren, beide meist nur von Hä'ringsgröße, dann die Acrolopen und Pygoss«'ren von viel kräftigerm Körperbau, und die schollenartig flachgedrückten Platysontt«'Sie alle haben im Kohlen- und Kupferschiefergebirge eine sehr ausgedehnte geogra-phische Verbreitung, und nur vereinzelte Arten der erst genannten Gattungen reichtnoch in den Muschelkalk hinauf. Minder umfangreich an Gattungen und Art?«-aber in gleichem Grade eigenthümlich durch ihre Organisation, ist die Familie ^homocerken Zweifloffer, von denen der merkwürdige Coelacanthus mit hohlen K»oEdieselbe Verbreitung hat, während andere Mitglieder erst später erscheinen. Ei»beachtenswerther, nach seiner natürlichen Verwandtschaft noch nicht sicher crka»« .Fisch ist endlich der Dorypterus aus dem hessischen Kupferschiefer. Der kurze «hohe Körper, der Mangel vollständig verknöcherter Wirbelkörpcr, die gleichl«^,Schwanzflosse und die ungeheuer hohe Rückenflosse entfernen ihn weit von er-kannten Formen, und lassen in ihm den Typus einer eigenthümlichen Familiemuthen. So zahlreich und mannichfaltig nun hiernach die Überreste von FÜ^I^niden ältern Formationen sind, so ist doch kein einziger darunter, der auf die ^
eines echten Knochenfisches deutete, und doch bilden gerade diese die überwssg ^Mehrzahl in unsern Flüssen, Seen und Meeren; und berücksichtigen wir die