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Siebenter Band.
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Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt. 581

Cestracionten gedeuteten Neste, wegen der über ihre wahre Abstimmung noch obwal-tendcn Zweifel nicht: so war noch keine einzige lebende Fischfaniilie in den frühestenurgewässern vorhanden.

Die Amphibienreste der ersten Periode beschränken sich aus die Gattung Arche-ö°saurus im Steinkohlengebirge und auf den Proterosaurus im Kupferschiefer. DerMere, schon seit Anfang des vorigen Jahrhunderts bekannt, ist ein cidechscnartigesGeschöpf, welches die ehemaligen bewaldeten Ufer des Thüringerwaldcs bewohnte. Diew,'gekeilten Zähne, die allgemeine Cvnsiguration des Schädels und die sieben Hals-wirbel bieten aber Charaktere, welche den Proterosaurus von allen lebenden Eidech-^ entfernen und den Krokodilen nähern. Ähnliche und gleichalterige Reste be-lchreibt Owen aus England als Thecodontosaurcn und Paläosaurcn. Der Archego-murus ist indessen eine noch viel fremdartigere Erscheinung. Sein Körper war miteckigen Schuppen bedeckt, sein Kopf mit Schildern, der Schädel, in seinenseinen Theilen vielfache Unterschiede von dem der lebenden Echsen und größereÄhnlichkeit mit Batrachiern, Fischen, selbst Schildkröten und Vögeln bietend, und die^gewachsenen Zähne gestreift mit faltiger Struktur ihrer innern Substanz. Sehrnahe verwandte Geschöpfe treten in spätern Epochen in größerer Mannigfaltigkeitndex auf, und man erkannte in ihnen den Typus einer längst erloschenen Familie,«che den Namen der Labyrinthodonten wegen der Faltenstructur ihrer Zähne er-Viele ordnen sie besonders wegen der doppelten Gelenkköpfe am Hinterhaupto^ lebenden Batrachiern unter; allein diese sind nackt, und der Unterschied von »ack-li^ beschuppten Amphibien wird erst in der letzten Schöpfungsperiode bemerk-H-, Alle Amphibien bis in die Kreide sind Saurier oder Schildkröten, und zu erster«° horten unzweifelhaft die Labyrinthodonten. Die Archcgosauren, in mehren ArtenM bekannt, erreichten nicht über drei Fuß Länge, und beschränken ihr Vorkom-mt ? auf das saarbrücker Kohlengebirgc, aus denen sie Goldfuß noch am Ende seines»ens beschrieb.

. Der Charakter der ältesten Fauna der Urwelt wird, um dieselbe nach der ebengetheilten Übersicht noch einmal zu überschauen, durch das Auftreten der Cysti-Haarsterne, der Brachiopoden und tentacullferen Cephalopoden, durch dieliae m!-" Gewässern lebenden Trilobiten, und durch Ganoiden mit weicher knorpe-Wirbelsäule bestimmt, welche sämmtlich in überwiegender Anzahl und mit sclte-n Ausnahmen in den fremdartigsten Gestalten und Familien erscheinen und ihrerebenswcisc nach ausschließliche Wasserbewohner sind. Eine andere Fauna bergenFormationen der Trias, des Jura- und Kreidcgcbirgs. Zwar überwiegen auchM dieser noch der Zahl nach die Meeresbcwohner; aber die Eigenthümlichkeiten gehen»on deren Familien, die sich den jetzt lebenden enger anschließen, auf die höher orga-msirten Amphibien über, und da zugleich die zweite amphibiotische Classe des Thier-°>chs, die Krebse, iti sehr charakteristischen Formen auftreten, so kann die Fauna der-weite,, Periode als eine vermittelnde bezeichnet werden, welche den Übergang von der^ ll-n zur dritten und gegenwärtigen bildet. Auch im Einzelnen, in dem Auftretentun» und Gattungen der verschiedenen Thierclassen, spricht sich die Annähe-

» iu denen der Jetztwelt ziemlich deutlich aus.

t>) Fauna der sekundären Formationen.

wen ^ Polypen zunächst verdienen weniger wegen der Eigenthümlichkeit ihrer For-nämlick >^^n ihres Vorkommens im Allgemeinen die Aufmerksamkeit. Sie fehlenStöcke d" Schichten der Trias gänzlich, im Zuragebirge dagegen bilden ihreiivnen s Hauptmasse der unter dem Namen des Korallenkalks bekannten Forma-Und i,', der A B"ch h°b zuerst die Bedeutung der jurassischen Korallenriffe hervor,ein. Di- ^ stimmen dieselben auch auffallend mit den heutigen der Südsce über-dendren Korallenstöcke der Asträen, Mäandrinen, Lobophyllien, die Litho-

^cyphie» ^^°Ol>llien und Anthophyllen bauen im Vereine mit den schwammigenund Cnemidien die Felsenriffe aus den Tiefen des Oceans empor, und,