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Siebenter Band.
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597
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Die Pflanzen und Thiere der Borwelt. 597

m ihrer schon erwähnten Fauna geben, die Fragen auf, ob auch dieser kolossaleSchädel von einem langen dünnen Giraffcnhalse getragen wurde, ob der Rumpf desThieres ebenso kurz und die Beine ebenso schlank waren. Die wenigen Fragmentedes Skelets, welche erwähnt werden, geben noch keinen Aufschluß darüber. Wolaber darf man das Sivathcrium mit der Giraffe in eine eigenthümliche Familie ver-Enngcn, welche gleichzeitig die Charaktere der Bovinen und Ccrvinen theilt und durchdie Plumpe Form des crstcrn auch an die kolossalen Vielhufer erinnert.

Das Pferd, das edelste und nützlichste aller Hufthiere, war bereits in der Di-'"bialepoche durch ganz Europa verbreitet. Seine Überreste lagern überall gemein-schaftlich und in großer Menge mit denen des Mammuth, Nashorn, der Stiere undHasche? und noch gelang es nicht, in denselben eine specifische Differenz von unsermHauspferde nachzuweisen. In Amerika ist das Pferd erst durch die Spanier einge-mhrt worden, und daher mußte Lund's Entdeckung fossiler Pferdeknochen in diluvialenschichten Brasiliens sehr überraschen, denn sie beweisen die ehemalige Existenz dieses^hieres in diesem Welttheil, wenn auch vor der Existenz des Menschen. Bei nä°herer Vergleichung dieser Neste stellte sich indessen die specifische Verschiedenheit miteuropäischen Pferde in den kürzern und dickern Füßen heraus. Immerhin bleibt

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-vcr Erscheinung eine beachtenswerthe, zumal in dem Hippotherium aus dem

Winzer Tertiärbecken noch eine zweite, die Familie der Einhufer besonders auszeich-^"de hinzukommt. Unser Pferd hat äußerlich keine Spur von Afterklauen, und imsielet sind dieselben nur durch einen schlanken, den sogenannten Griffelknochen, jeder-it>ts des Mittelhand- und Mittelsußknochens, angedeutet. Das Hippotherium dagegen/saß vollständige Afterklaucn, war also streng genommen dreizehig, und ein Griffel-.^then als Rudiment der vierten Zehe lag neben der äußern Afterklaue. Der äl-/ Einhufer schied sich demnach nicht so scharf von den übrigen Hufthieren ab als">» Pferd.

. Dw Reihe der Nagesäugethiere beginnt mit den Edentastn, welche durch ihreScnthümlichen Gestalten und deren gegenseitige grelle Unterschiede in der lebendenaiick an das ähnliche Verhältniß unter den Vielhufern erinnern. Jhr,.gevlo-ben ^"^"en bietet in gleicher Weise die überraschendsten Erscheinungen. Überge-be,, das merkwürdige Schnabclthier Neuhollands, da von ihm noch keine Spu»L A vorweltlichen Existenz entdeckt worden sind: so treffen wir zunächst auf die^a»nl,e der völlig zahnlosen Ameisenbären, deren einer Brasilien, deren andererstcka bewohnt. Beide sind in Überresten aus den diluvialen Schichten Brasiliens"an»t, u„d i„ einem Schädelfragmente aus der Banda vriental glaubte Owen.""dritte der Vorwelt eigenthümliche Gattung zu erkennen. Die Tatus oder Gür-schiere bewohnen gleichfalls Südamerika und leben in tiefen Erdlöchern, die sie'" ihren starken Grabklaucn in bewundernswerther Schnelligkeit auswerfen. Wäh-leb? ^ Diluvialepoche waren sie über ganz Amerika verbreitet, und in Brasilien»Iii^r gleich zahlreiche eigenthümliche Mitglieder ihrer Familie, welche durch Lund'sdur^A Forschungen bekannt geworden sind. Von diesen schließt sich HoplophoruSzer s'/kl ^Eelctbau und den aus kleinen sechseckigen Schildern bestehenden Pan-wnden err L »""achst aber während diese nur ein bis zwei Fuß groß

seitlicb ll,r? ^ die ^'°be eines Ochsen. Das Chlamydotherium, durch

' c°n.p ...urte Backzähne und eine größere Anzahl von Schneidezähnen.cht von Dasypus zu unterscheiden, erreichte in einer Art die Größe eines Tapirs°>»em « Nashorns. Das dritte Riesengürtelthier wurde in

d° ^Skelett nebst Panzer bei Buenos Ayres entdeckt und in Londond°» ^",.l°rgfalt,g untersucht. Dasselbe nähert sich in einzelnen Charakteren schonder Tat,.« ^ schweren Panzers wegen nicht von der Familie

»uz sei,,,,, werden kann. Owen nannte es Glyptodon, und schloß mit Recht

kei„e , .AI"' pachydermenartigen Krallengliedern, daß diese Riesen der Vorwelt^brrfläcke"', kt " Sruben und Erdlöcher bewohnten, vielmehr frei auf der

/ evten und höchstens durch Scharren mit den Klauen dir zu ihrer Nah-