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Das Osnianischc Reich.
charakterisier Die angiospermen Dicotylen und die luftathmenden Thiere vollendendie Reihe und erscheinen zuerst in der lchtcn Periode von charakteristischer Bedeu-tung. Die Pflanzen- und Thierschöpfung war daher ihrem Wesen nach vollendet,als der Mensch, das jüngste Geschöpf, auftrat. Er charakterisirt die gegenwärtigeSchöpsungspcriode, welche erst mit der höchsten Ausbildung des geistigen Lebens ihreEndschaft erreichen wird.
Das Osmanische Reich,
seine äußere uud innere Politik in den letzten zwölf Jahren.
Sultan Mahmud; Mehemed Ali von Ägypten.
Unglückliche Kriege mit dem Auslande, und noch mehr beständige Janitscharcnunru-hen hatten die osmanische Monarchie im 17. und 18. Jahrhunderte bis in ihrenGrundlagen erschüttert; dieselbe Miliz, der das wachsende Reich seine glänzendstenErfolge verdankte, war allmälig äußern Feinden gegenüber schwach und ohnmächtiggeworden, und wußte nur die Rolle der römischen Prätorianer in Konstantinopel zuspielen, wo die Revolution wieder ebenso einheimisch geworden war wie zur Zeitdes tausendjährigen Reichs der byzantinischen Kaiser. Sultan Selim IV. erkanntezuerst, daß die Misbräuchc in der Truppe ebenso festgewurzelt waren als ihre Or-ganisation selbst; und da er sich von keiner Rcformbcstrebung, wie sie schon dreienseiner Vorgänger Thron und Leben gekostet, mehr heilsame Erfolge versprach, sofaßte er den Entschluß, sich des gefährlichsten innern Feindes mit Gewalt zu entlc-digen. Er schuf zu dem Zwecke die Nizami Dschedid, die neue reguläre Truppe;aber er hatte nicht bedacht, daß fast die ganze türkische Nation dem Janitscharencorpsangehörte, daß das Volk noch überall in ihnen die siegreichen Bekämpfer der Un-gläubigen sah, und daß der wildeste Fanatismus ihnen zur Seite stand. Ein neuerAufruhr stieß ihn vom Throne; er wurde in dem Harem eingeschlossen, und seinBruder und Nachfolger, der schwachsinnige Mustapha, der sich ganz der Reactionin die Arme warf, zerstörte die Anstalten, durch welche den fressenden Schäden undder drohenden Auflösung Einhalt geboten werde» sollte. Doch der einmal ausge-streute Samen konnte nicht mehr verloren gehen. Selim fand in seiner Haft Gele-genheit, dem muthmaßlichen Thronerben, Mahmud, dem Sohne Abdul Hamid's,seine Erfahrungen mitzutheilen und ihn für seine Ansichten zu gewinnen; aber auchsonst regten sich im Volke immer mehr einsichtsvolle Patrioten, welche iu der Re-form den einzigen Rettungsanker gegen das nahe Verderben erkannten. Das rumc-lische Armeecorps erhob sich unter seinem Führer, Mustapha Bairakdar, für dieWiedereinsetzung Selim's, und Sultan Mustapha siel als Nachcopfcr dieser Truppen,nachdem er ihnen, um sie des Vorwandes ihrer Empörung zu berauben, soeben dasblutige Haupt seines Bruders Selim auf den Mauern des Serails hatte zeigenlaste». So blieb von dem Geschlechte Osman's nur der einzige Prinz Mahmud,der Soh» Abdul Hamid's, welcher, nur mit Mühe den Nachstellungen der Henker,°>e sei» Oheim im entscheidenden Augenblicke gegen ihn ausgeschickt hatte, entgan-9fn, jetzt den Thron seiner Vater bestieg. Mahmud hatte mehr Aussichten aufErfolg für sich Selim, indem die Empörungen sich nie gegen die osmanischeDynastie, an deren Stern man das Schicksal des Reichs gebunden glaubte, sondernnnmer nur gegen ein Glied derselben zu Gunsten eines Andern wendeten, und jetzt-"icmand da war, dessen Namen die Misvergnügten als Fahne hätten benutzen kvn-