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Siebenter Band.
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Die Statistik.

heitsliebe der Völker", die „Beschreibungen des positiven Staatscechls" u. s. w'.als statistische Mittheilungen an, sondern man verlangt, daß jede statistische Angabedas Gepräge der sichern Erfahrung zeige, daß jede, sofern irgendwie eine Größenbe.stimmung in Frage kommt, von einer cxacten Zahlangabe begleitet sei. Man hatden goüt Präcision, wonach man urtheilt, daß Diejenigen, welchen es „auf eineHandvoll Hunderte mehr oder weniger nicht ankommt", wol eine allgemeine Ab-schä'hung, nicht aber eine statistische Notiz liefern können. Man weiß nichts davon,daß nach ein paar Jahren alles statistische Material „zu Maculatur" geworden ist,vielmehr will man gerade auch die Formen des Werdens, die Entfaltungen der Ent-Wickelung mit den exacten Angaben der Statistik bemessen. Weit entfernt, eine Be-schränkung auf die Gegenwart gutzuheißen oder gar als ein nothwendiges Momentfür die Begriffsbestimmung des Wesens der Statistik sicherzustellen, bedauert manden öden Raum oder die Lücken in den statistischen Angaben der vergangenen Zei-len, welche sich zum großen Leidwesen der Gegenwart jetzt durch keine Mühe undAnstrengung ausfüllen lassen. Man will es nicht begreifen — sofern man über-haupt daran denkt —, daß man die Geschichte stillstehen lassen müßte, daß maneinen Moment in der Vergangenheit als Jetztzeit fixiren müßte, daß man dtn Zu-stand von der Veränderung, das Zuständliche von dem Veränderlichen unterscheiden^üßte, um sicher zu sein, daß man für die Statistik und nicht für die Geschichtethätig sei, Resultate gewinne; denn man erblickt gar keine Collision mit der Kunstder historischen Darstellung. Stehen doch die Leistungen dieser eben als einer Kunst,bei allem Streben des Geschichtschreibers nach Objectivität, mit ihrem letzten Ertrageauch als eine individuelle Schöpfung, als eine Frucht der Auffassung, der Sympathie,der Erkenntniß des Subjects da, während die Statistik nur das gegen jede Kritikobjectiv Sicherzustellende ergreift, und eben deshalb auch daS Psychologisch-Subjectivein der geschichtlichen Thätigkeit der Individuen sich fernhält. Die praktische Stati-stik der Gegenwart, welche nur cxacte Angaben sammelt, verwendet dieselben auchnur als Glieder und Elemente einer für die Kritik nachweisbar sicherzustellendenBerechnung. Sie schließt bei dem Verfahren, das sie einschlägt, nicht blos die Will-kür, sondern auch alles Subjective der Individuen aus, und nur das Resultat siehtste als constatirt an, dem Niemand seine Anerkennung versagen kann, der die Nich-tigkeit der Fundamente anerkannt hat. Sie verwirft weder ausdrücklich, noch suchtste sich ausschließlich eine einzelne Rechnungsart, etwa die Wahrscheinlichkeitsrechnung;ste verlangt nur Sicherheit der Berechnung überhaupt, deren Wege und Mittel ver-schieden sein können, je nach den Zeitpunkten, welche man einer einzelnen Aufgabe stellt.Die Unterscheidung zwischen den politischen und den socialen Thatsachen hat, wie imAllgemeinen für die Gegenwart, so auch für die praktische Statistik ihre Bedeutungverloren, indem man, wenn man beide Arten der Facta gegenüberstellte, die unlös-bare Verschlungenheit, das stetige Jneinanderwirken erkannte, oder auf die Ausfech-tung des undankbaren Streits, was das Ganze und was ein Theil vom Ganzensei, verzichtete. Für die praktische Statistik ist es zweifelsohne eine wesentliche Haupt-aufgabe, vie Erscheinungen in ihrem Causalitätsvcrhältnisse, den Nexus von Ursachenund Folgen nachzuweisen, da sie ja gerade auch praktische Zwecke verfolgt, und ohneeme Klarstellung jenes Verhältnisses an die überall erstrebte Besserung vorhandenerUbelstände, an eine Abwendung drohender Schäden, an eine Läuterung der Stre»düngen und an eine Corrcctur der Mittel nicht gedacht werden kann. In welchemVerhältnisse aber der wirkliche Nachweis des Causalitätsverhältnisses zum Streben,die Gesetzmäßigkeit der Erscheinungen zu erfassen, steht, ist schon von Knies ausge-führt worden: „Man kann überhaupt eine Ursache als solche nur sg erkennen, daßman sie in ihrer Bestimmtheit, ihr Wesen als wirkende Kraft erfaßt. Dieses istÜberhaupt ihre Existenz, und diese kann überhaupt nicht gedacht werden, sobald ich^"A"ß"ung als beliebig hinstelle; diese bestimmte Äußerung ist wesentlich in ihrer^cstenz begründet. Wenn man deshalb überhaupt ein Verhältniß von Ursache zu>rkung nachgewiesen hat, so hat man den Nachweis für eine ursächliche Kraft ge-