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Achter Band.
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Die Südflawen.

katz zum Wojwoden „unter Wiederherstellung dieser altgeschichtlichen Würde" bestä-tigt wurden, eine Bestätigung, durch die nach dem Wortlaute des Patents denSerben abermals „eine Bürgschaft für eine nationale, ihren Bedürfnissen entspre-chende innere Organisation" gewährt werden sollte. „Gleich nach hergestelltem Frie-den", schloß daS Patent, „wird es eine der ersten und angelegentlichsten Sorgenunsers väterlichen Herzens sein, eine solche nationale innere Verwaltung nach demGrundsätze der Gleichberechtigung aller unserer Völker zu regeln und festzustellen."Die territoriale Frage hingegen wurde für den Augenblick vollkommen unerledigtgelassen.

Bom Tode der Wojwoden bis zur Resignation des Odbor.

General Schuplikatz erlebte die Nachricht von seiner Bestätigung in der Würdedes Wojwoden nicht. An demselben Tage, an welchem zu Olmütz die Unterferti-gung deS bezüglichen Patents erfolgte, hatte ihn zu Pantschevo plötzlich der Toderreicht. Der Patriarch seinerseits hielt sich, im Besitze der Vollmachten, die ihmvon der letzten Skupschtina übertragen worden waren, für berechtigt, die volle Lei-tung der Angelegenheiten nun um so unbeschränkter in die eigenen Hände zu neh-men, und säumte um so weniger, dem unerwarteten Ereignisse, das nicht verfehlteallenthalben die ernsteste Betrübniß zu erwecken, so schnell als möglich die Spitze zubrechen, als einerseits die Rückkehr Stratimirowitsch's von Olmütz, andererseits derzurückhaltende Ton des Patents nicht mit Unrecht erwarten ließen, daß seine Gegnernicht unterlassen würden, es in ihrem, seinen Ansichten allerdings nicht sehr entspre-chenden Sinne auszubeuten. Vor allem Andern versicherte er sich in demselbenAugenblicke, in welchem ihm in Semlin die Kunde vom Tode des Wojwoden zukam,der bewaffneten Macht, indem er das Oberkommando abermals Herrn von Mayer-hofer persönlich übertrug, und gleichzeitig einen Eilboten an den General Todoro-witsch, einen Mann von streng kaiserlicher Gesinnung, der unter dem Banus alsBrigadier stand, absandte, um ihm den definitiven Oberbefehl zu übertragen, dender General auch schon am 21. Dec. (3. Jan.) antrat. Hierauf suchte er sichauch allen und jeden Einfluß auf den weiter» Fortgang der Bewegung dadurch zusichern, daß er sich in Semlin mit einem Kreise seiner treuesten Anhänger umgab,und von hier aus, ohne sich um den Odbor sonderlich zu kümmern, auf Grundlageseiner eigensten und persönlichsten Ansichten und Plane die Verhandlungen mit deröstreichischen Regierung fortführte, ebenso auch Ukase erließ, Offizierspatente aus-stellte, Assignaten ausgab, Beamten absetzte und ernannte, kurz, alle Funktionen,wie sie einem unumschränkten Herrscher zukommen, ausübte. Der Grundsatz, vondem er bei dieser Handlungsweise ausging, war der, daß nun, da Östreich nachdem Patente vom 15. Dec. gezeigt habe, daß es ihm diesmal mit der Erfüllungder Zusagen Ernst sei, aus dem Gange der serbischen Bewegung auch Alles fern-gehalten werden müsse, was noch irgend eine revolutionäre Farbe an sich trüge.Doch sollte diese eigenthümliche Stellung nicht unangefochten bleiben, die er nun ein-nehmen zu müssen glaubte, und in welcher er soweit ging, daß er mit völligem Um-gang des Odbor, mit dem im Vereine er eigentlich die Angelegenheiten zu leitenhatte, und dessen Präsident er noch immer war, eine Commission in seiner Um-gebung niedersetzte, um über die Stellung zu berathen, welche die künftige Woj-wodschast im Eesammtstaate Östreich einzunehmen haben werde, sowie auch um eineVerfassung für dieselbe zu entwerfen. Hatte alles Dies den Odbor schon genö-thigt, zu wiederholten malen gegen das Verfahren des Präsidenten Verwahrung ein-zulegen, so führte die Rückkehr Stratimirowitsch's endlich zum offenen Ausbruchedes Zwiespalts. Stratimirowitsch, immer noch Vicepräsident des Ödbor, legte denBericht über seine Mission zu Olmütz, nicht vor dem Patriarchen, wie dieser er-wartet hatte, sondern vor dem Odbor nieder. Der Odbor votirte ihm für seineThätigkeit zu Olmütz den Dank der Nation. Dieser Manifestation gegenüber wei-gerte sich der Patriarch nicht nur in ihm den Bicepräsidenten anzuerkennen, sondern