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Achter Band.
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Die Alpen.

nach Eraubündeii. Es schließen sich an dieselben im Norden die niedrigern Zügeder Kalkalpen, des Vierwaldstättersccs, der Cantone Glarus, Schwyz und Thurgauan. 6) Die Nhätischen Alpen, vom Bcrnhardino durch Eraubündeii und Tirolbis zum Brennerpassc, an welche sich nördlich die algauer und bairischcn Kalkalpenanschließen. 7) Die Nvrischen Alpen, deren innerste Theile von dem hohen Kammeder Tariern eingenommen werden. Sie erstrecken sich über die Dreiherrcnspitze, den.Großglockncr, das Weisbachhorn bis nach Stciermark; ihre nördlichen Vorketten sinddie saljburger und oberöstreichischen Gebirge, während im Süden die trientinischen^iipen sich dieselben anschließen. 8) Die Karnischen Alpen, von Pelcgrino zwi-schen der Sau und Dran bis zum Terglou. Sie bestehen im Westen aus drei Par-allelkctten, von denen die nördlichste, die höchste, kaum die Schneegrenze erreicht,die mittlere, im Süden des Drauchals, zu mittlerer Alpenhöhe herabsinkt und ost-wärts in Gestalt rundlicher Waldberge durch die ungarischen Ebenen bis in dieNähe der Saumündung fortsetzt. 9) Die Julischen Alpen, über den Terglou undLoibel. Sie sehen sich fort in das merkwürdige Kalkplateau des Karst, ausgezeichnetdurch Zerrissenheit seiner zwar nicht hohen Ketten. 10) Die Dinarischen Alpen,welche, weiter südlich sich erstreckend, mit dem Balkan zusammenstoßen und die ganzeWestjeite der griechischen Halbinsel einnehmen.

Betrachtet man die Alpen nicht nur in geographischer, sondern auch in geolo-gischer Beziehung, wobei hauptsächlich die Verbreitung und Richtung einzelner Felsen-arten zur Richtschnur dienen muß, so wird die Sonderung der Alpen in einzelnevoneinander wesentlich verschiedene Gruppen noch weit deutlicher, und man wird zugleicher Zeit veranlaßt, noch mehre wesentliche Unterabtheilungen zu treffen. Diesist ein sehr wichtiges Resultat, welches man hauptsächlich der neuern Eeognosie der-dankt, während noch am Anfange dieses Jahrhunderts der verdienstvolle Ebel ge-glaubt hatte, die Alpen seien durch die Aneinanderreihung mehrer paralleler Kettenhervorgebracht, welche man zusammenhängend längs der ganzen Erstreckung der Al-pen verfolge» konnte. Diese größer» Gruppen, in welche man sich jetzt die Alpengesondert denkt, treten am schönsten in den centralen, höchsten Theilen des Gebirgshervor, wo wir dieselben noch näher kennen lernen werden. *)

o) Hydrographie.

Durch die Ausdehnung und Vertheilung der einzelnen Alpengruppe» wird auchdie Richtung der Thäler und der Lauf und die Ausdehnung der großen Alpenflüssebedingt, welche nach allen Seiten diesem Gebirgssystcme entströmen und die Basisdes hydrographischen Netzes von Centraleuropa bilden. Die Wassermaffe eines Flus-ses hängt ab: 1) von der Größe seines Areals, d. h. von der Ausdehnung der Län-dermasse, deren Wasser sich in seinem Bette vereinigt; und 2) sehr wesentlich auchvon der Masse der atmosphärischen Niederschlägt, welche auf diesem Areale stattfindet. Der letztere Umstand bringt zunächst die große ^Wassermaffe hervor, welche dieAlpen nach allen Seiten entsenden. Es ist nämlich in diesem Gebirge die Mengevon Regen und Schnee, welche alljährlich niederfällt, ungcmein bedeutend. Denktman sich die Gesanimtsumme in der Form von Wasser angehäuft, so würde amEnde eines Jahres im Mittel langjähriger Beobachtungen an zahlreiche» Stationender Boden mit einer Wafferschicht von 40 pariser Zoll Höhe bedeckt sein. Die

*) Die geographischen und orvgraphischen Bcrhältniffc der Alpen sind geschildert m denausgezeichneten allgemeinen Werken von Bergbaus u. s. w.; dann in Beitzke, eu-

v-u, ein geographisch-historisches Bild" (Kolb. 1842-43); Schaubach, „Die deutschenAlpen, ein Handbuch für Reisende u s. w." (5 Bde-, Zena 1843 47), ""t hielem trefflichemAtatt; u. s. w. Von Karten nennen wir: für die östlichen Alpen die trefflichen Karten deSöstreichischen und bairischcn Gencralstabes; die Karten von Worl; die sehr schone RciftkarreTirols u, s. w. von G Mayer. Für die Schweiz die vortreffliche neue Karte von ^'-a>cr,die bis letzt erschienenen Blätter der Generalstabskarten; die von Zicgler herausg-g-"-''-"Specialkarten von Glarus, Süd-Wallis u. s. w.