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Achter Band.
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Da6 Königreich Danemark.

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Cabinet bilden; aber aus welche» Elementen! Die Casinopartei hatte vollständiggesiegt; ihre Politik mußte die officielle werden, und ein Staatsrath ohne Repräsen-tanten dieser Politik war eine Unmöglichkeit. Es bewies aber keinen außerordentli-chen Scharfsinn des Herrn von Bardcnfleth, daß er die- nicht sogleich einsah; oderer wollte es vielleicht nicht einsehen. Er gehörte jener Partei nicht an, und warmöglicherweise, troh seines einfachen, bürgerlichen Wesens, kein Freund von gar zubürgerlichen Collegen. Selbst der bescheidenste Geheimrath mochte am Ende einezu große Kluft zwischen sich und einem Journalisten oder einem abgedankten Capi-tän finden. Indessen, gänzlich übergehen konnte er die Partei nicht, und die Zeitwar kostbar. Clausen und Schouw hatten gleich anfangs definitiv abgelehnt, undman schickte deshalb nach dem Magister Monrad. Man schlug diesem vor, in einneues Cabinet einzutreten, welches man im Übrigen aus der jüngern und kräfti-gern Bureaukratie bilden wollte. Monrad weigerte, sich aber, „allein" einzutreten.Ebenso wenig führte eine Conferenz mit Francke und dem Grafen Sponneck zueinem Resultate. Eine zweite Conferenz am Abende mit diesen Beiden war nichtergiebiger: sie wurde von Monrad unterbrochen, der mit großer Bestimmtheit dieFesthaltung an jenem Casinoprogramm foderte. Herr von Bardenfleth schwankte;er soll einen Augenblick entschlossen gewesen sein, das Casino gänzlich zu ignoriren.Wie war dies auch einem Manne anders möglich, der selbst kein Programm hatte?Es war gegen Ist Uhr Abends, als sich im Vorzimmer des Königs Francke, Spon-neck, Hvidt und Monrad befanden, die dorthin berufen waren. Bei ihnen verweilteauch der Cabinelssecretär von Tillisch, während Bardcnfleth selbst mit dem Königeverhandelte. Im Lause der nächsten Stunden wurden noch die Etatsräthe Bangund Rathgen und der Baron K. Plessen gerufen. Die Verhandlungen dieserNacht sollen äußerst merkwürdig gewesen sein. Herr von Bardenfleth konnte nochkeine Festigkeit und Bestimmtheit gewinnen; die gemäßigten Dänen, Bang undSponneck, suchten vergebens zu vermitteln; die Schleswig-Holsteiner hielten ihr Prin-cip konsequent fest; die Casinomänner nahmen im Bewußtsein ihres baldigen Siegswenig Theil an der Diskussion. Monrad soll geradezu mit der Republik gedrohthaben. Gegen Morgen ging die Versammlung auseinander. Das ganze Resultatwar, daß Plessen, Bang und Bardcnfleth die Deputation der Herzogthümer zu em-pfangen beauftragt wurden, über die derselben zu ertheilende Antwort war nochkein Entschluß gefaßt. Aber auch dieses Arrangement wurde wieder zerstört, alswenige Stunden darauf, am 22. März Morgens, mit dem Dampfboote, aus wel-chem die Deputation anlangte, neue beunruhigende Nachrichten eintrafen. DerBogen war aufs höchste gespannt: eine Entscheidung mußte herbeigeführt werden.Die Mitglieder des alten Cabinets und die Herren Hvidt, Monrad, Tscherning,Lehman«, Bang, Plcfscn, Präsident Bluhme und Clausen wurden zum Könige be-rufen. Das Endresultat, welches nur mit der äußersten persönlichen Anstrengungvon Seite» des Königs erreicht worden sein soll, war nun die unter dem Namendes Märzministerium bekannte Combination: Moltkc-Bregentved (Finanzen und inte-rimistisch Marine), Bardenfleth (Justiz), Graf Knuth (Auswärtiges), Tscherning(Krieg), Monrad (Cultus), Bluhme (Handel), Hvidt und Lehmann (ohne Porte-feuilles), Plessen (interimistisch für die Herzogthümer). Später wurde das Marine-ministerium dem Commandeur Zahrtmann übertragen.

Inzwischen machte sich mir Verbreitung der üblen Nachrichten der Groll gegendie Herzogthümer Luft, und die angekommenen Deputirten schwebten sogar in per-sönlicher Gefahr. Vor ihrer Wohnung im Hotel d'Angletcrre hatte sich eine unge-yeure Menschenmasse versammelt. Dclegirte dieser Masse foderte» Garantien, daß

Deputation die Stadt nicht heimlich verlasse. ES wäre vielleicht zu den trau-.'ölen Auftritten gekommen, hätte nicht der Consul Hage, der Onkel Lehmann's,e» Deputirtc,, ej» Obdach i» seinem Hause angeboten und die verlangte GarantieÜbernommen. J„ folgenden Nacht diente eine freiwillige Sicherheitswache derStudenten den sckle-wig-holsteinischen Abgesandten zum Schutze. Die Namen der