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Achter Band.
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DaS Königreich Sardinien.

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gerügt zulassc, erwiderte er: Wie soll man sie aufhalten, wenn sie Alle fliehen?

Am folgenden Tage versammelte er die Truppen um Novara, auf einem völlig un-geschützten Schlachtplatze, gegen den die Östrcicher mit raschem Marsch heranzogen.„Dies ist da« Feld",, sagte Chrzanowski zu den Ministern Cadvrna und Tccchiv,„auf welchem ich die Östrcicher erwarte. Unsere Positionen sind gut; wenn die Sol-daten sich schlagen wollen", fügte er hinzu, „so ist der Sieg unser!"

J>i Eilmärschen zogen sich die piemontesischen Divisionen zusammen. Zwei Ki-lometer von Novara erhebt sich eine leichte Anhöhe, auf welcher ein Flecken, genanntLa Bicocca, liegt, zu beiden Seiten der Straße von Mortara. Dort hoffte Chrza-nowski den Triumph der Kaiserlichen in Niederlage zu verwandeln. Die DivisionPcrrone bildete den linken Flügel, die deS Generals BeS das Centrum, und Durandostellte sich rechts aus. 13 Bataillone schützten die Flanken. Die Divisionen derHerzoge von Savoyen und Genua standen als Reserve bei San-Nazzaro und No-vara. Die Brigade Solaroli hatte Befehl, die Straßen von Trccate und Gallcatezu observiren. Der Plan war allerdings so günstig und knegSgerccht, als die örtlicheLage nur zuließ. Doch versäumte ChrzanowSki Bicocca zu verschanzen.

Bis zum folgenden Morgen, den 23. März, standen die Piemontesen, 65000Mann stark mit 111 Feuerschlünden, in dieser Position. DaS Wetter war kaltund rcgnerig; die Stimmung der meisten Soldaten nichts weniger als kriegslustig.Viele derselben nicintcn bereits, daß, da Romarino als Führer der Lombarden sichbei der Cava nicht geschlagen, die Piemontesen noch weniger nöthig hätten sich beiNovara für die Lombardei zu schlage». Vergeblich versuchten die trefflicher» Generaleden Geist der Soldaten umzustimmen. Unter den Truppen gingen sogar gedruckteZettel von Hand zu Hand, auf welchen zu lesen war: „Soldaten! für wen glaubtihr zu kämpfe»? Der König ist verrathen; in Turin wird dir Republik proelamirtl"Der intelligentere Theil der Soldaten bemühte sich, die schmähliche, verrätherische Ab-sicht dieser Worte bei den übrigen Kameraden wirkungslos zn machen; doch Mis-crauen und Zweifel blieben im Allgemeinen zurück. Vollends niederschlagend wirktedie Kunde, daß der Mangel an Leben-mitteln beginne. Karl Albert zeigke sich überall,bald zu Fuß, bald zu Pferde den Truppen, rief Offizieren und Soldaten ermuthi-gende Worte zu. Düsterer Ernst lag auf seiner Stirn; der Fehler Romarino'- unddie Flucht der Piemontesen bei Mortara hatten ihn lief erschüttert. Zn demKampfe bei der Sforzcsca hatte er sich, so berichtet ein hochgestellter und glaubwür-diger Augenzeuge, „absichtlich mehrmals dem dichtesten Kugelregen ausgesetzt". Derniedergedrückte Geist deS HccreS am Morgen deS 23. März machte ihn schweigsamerals je gegen seine Umgebung; einige male hörte man ihn die Worte vor sich Hin-sprechen: ,,^'okit Ii,ü „„>>!" (Hart Albcrl sprach gewöhnlich fra»»öfisch). Nurdie Evvivarnf« der Soldaten vermochten auf kurre Augenblicke seine Düsterkeit zuverscheuchen. Bei der Nachricht, daß der Feind anrücke, woran mehre Generaleschon gezweifelt hatten, wurde Karl Alben ruhiger, und als die Flintenschüsse beiden Vorposten den Beginn deS von ihm und allen Generalen herbeigewünschtenKampfe« verkündigten, zeigte der König sich freudig und heiter. Er schien mit einemschweren Entschluß gerungen zu haben. Vom Anfange der Schlacht bi« zu Endederselben unterließ er nicht, sich au« freiem Antriebe nach den gefahrvollsten Punk-ten zu begeben.

Um 1> Uhr Vormittag« begann der General d'Aspre, kaum auf dem Kampf,platz angelangt, sich mit Ungestüm von Olengo her auf die Piemontesen zu werfen.Die Division Erzherzog Albrecht hatte er Bicocca und der piemontesischen DivisionPerrons gegenüber aufgestellt, seine Linke durch einen Theil der Division Tchaffaorschscheu"«"!' d« Reserve bildete. Kurze Zeit erwiderten di. Amo.'tefi-

f7st das steucr der Tiroler mir einigem Vortheile, dann wiche» sie,

» di, iuuge Conscribirlt, zurück, und brachtm Verwirrung und Schrecken

rat ^avona, die bis dahin tapfern Widerstand geleistet. Die von Gene-

»uard geführte Brigade Savoyen tritt sofort an ihre Stelle, bi» Marseillaise