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Die Vereinigten Staaten von Nordamerika.
Louisiana 43082, Texas 208t, Oregon 11. Auch diese Ziffeb ist bei weitem nichtvollständig, da z. B. die fremde Einwanderung in Californien fehlt, die wir aufmindestens 20000 Köpfe veranschlagen; auch ist allein in Texas die Einwanderungaus Deutschland bei weiten, stärker gewesen, als oben angegeben wird.
Die Vereinigten Staaten sind ein Aufnahmebecken für Ankömmlinge aus allenErdthcilen, und die Bevölkerung bildet das bunteste Gemisch von Nationalitäten.Nach dem Census von 1830 bestand die Zahl der Eingeborenen in den VereinigtenStaaten aus 17,737378 Köpfen. Als , Heimat der Eingewanderteu gibt derselbean: für England 278675, Irland 961719, Schottland 70550, Wales 29868,Deutschland 573225, Frankreich (meist Elsafler, also deutscher Abkunft) 54069,Spanien 3113, Belgien 1313, Holland 9848, Türkei 106, Italien 3645, östrei-chischer Kaiscrstaat 946, Schweiz 13358, Rußland 1414, Norwegen 12678, Dä-nemark 1838, Schweden 3559, Preußen (also Deutsche) 10549, Sardinien 34,Griechenland 86, China 758 (jeht mehr als 20000), asiatische Länder 377, Afrika551, Britisch-Amerika 147711, Mexico 13317, Centralamerika 141, Südamerika1543, Sandwichsinseln 588, Heimat nicht ermittelt 39154. Diese Millionen frem-der Ankömmlinge vertheilen sich weit und breit über das große Land, werden mehroder weniger von dem echt amerikanischen Elemente aufgesogen und demselben amal-gamirt. Ihre heimische Sprache mögen sie manches Menschenaltcr hindurch behaup-ten, ihre Gemüthsanlagen, mehr oder weniger beeinträchtigt, lange, bis auf Kindes-kinder, beibehalten — von einer specifischen Volksthümlichkeit, die sich als solche inNordamerika auf die Dauer erhalten und dem Amerikanerthum gegenüber selbständiggeltend mache» könnte, darf aber keine Rede sein. Die bei weitem überwiegendeMehrzahl der Neueingewandertcn besteht aus Ackerbauern oder Handwerkern, in denStädten auch wol aus Kaufleuten. Sie zerstreuen sich über das Land, finden fastüberall fertige und politisch feste Verhältnisse, denen sie sich einzuordnen haben. Siemachen fast überall die Minderzahl aus, und, was hauptsächlich in Betracht kommt,die englisch-redendeu Amerikaner sind den Eingcwanderten, gleichviel woher diese kom-men, an Selbstgefühl und vielfach auch an politischer und intellectucllcr Bildungweit voraus. Das Englische überwuchert allerdings, man braucht aber jetzt nichtmehr zu befürchten, daß unsere Zunge auf der andern Seite des Atlantischen Welt-meeres untergehen könne, seitdem eine so beträchtliche Menge Europamüder den ge-bildetem Classen angehören. Bis vor 1830 wanderten fast nur Landlcute undKaufleute aus; jene verbauerten und diese kehrten häufig entweder in die alte Hei-mat zurück oder verloren sich in das Aankeethum hinein. Ein gebildeter Mittelstandist erst seit einem Menschenalter aus Deutschland nach Amerika gekommen; und daer unablässig, man kann wol sagen jeden Tag, neuen Zuwachs erhält, und da eineregelmäßige Dampfschiffahrt die Verbindung zwischen der Alten und der NeuenWelt ungcmein vermehrt und beschleunigt hat, so wird das deutsche Element sichimmer mehr kräftigen. In vielen Staaten gibt dasselbe schon längst bei den Wah-len den Ausschlag; manche Gegenden sind vorwiegend oder zur Hälfte deutsch, z. B.in Wisconsin und Iowa, im westlichen Neuyork, Pennsylvanicn, Ohio, Jndiana,Illinois und Missouri; auch in Maryland, Kentucky, Tenncsscc und Virginien sindunsere Landslcute zahlreich. Sie haben ein frisches und munteres Gcsellschaftslebendem steifen Uankeewescn entgegengesetzt: sie Pflegen die Musik, halten große Gesang-feste, und haben die Turnvereine an die Bai von San-Francisco wie an den Hud-son und den Mississippi verpflanzt. Alljährlich feiern die deutschen Männergesang-vereine ein großes Gesangscst; 1850 zu Philadelphia, 1851 zu Baltimore, 1852wurde dasselbe in Neuyork abgehalten. Es kamen zu demselben Sänger aus Al°bany, Boston, Chicago am Michigansee, Hartford in Connecticut, Kingston in Ca-nada, Milwaukce in Wisconsin, aus vielen Städten von Neuyork, auS Philadelphia,Baltimore und Washington. Die Zahl der Sänger in den verschiedenen Liedertafeln.der Union ist schon auf weit über 20000 angewachsen. Allerdings ist daS deutscheElement weit über das Land zerstreut, aber es erkennt doch in mancher Hinsicht