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lichtn Meinung gelegen war. Manche seiner Maßregeln wurden immer noch mitBeifall aufgenommen: z. B. vor allem eine Verordnung, die sogenannten Schutz-losen (Förswarslösa) betreffend, desgleichen ein Gesetz für die freiere Bewegung desHandclS und der Gewerbe. In die Commission zur Vereinfachung der Steuertaxi-rung (Skattcförcnklings-Kommitten) traten einige populäre Männer als Mitglieder.Eine andere Commission -ur Umgestaltung der Volksvertretung (Neprescntalions-Kommitten) war schön unter der Verwaltung Nvrdcnfalk'S eingesetzt worden, undauch die Mitglieder dieser Commission gehörten größtentheils der liberalen Partei an.Als jedoch die Sitzungen dieser Commission nun unter dem neuen Justiz»,inister be-gannen, erhielt ihre Wirksamkeit eine ganz andere Richtung, und nach mehren Ver-suchen der liberalen Partei, einen gemeinschaftlichen Entschluß und ein genügendesResultat zuwege zu bringe», lief plötzlich die Drohung ein, daß die Commissionaufgelöst werden würde, im Falle man das in der Commission entworfene Projectzum gemeinschaftlichen Beschluß erhebe.
Indessen hatte die Nation die glänzenden Verheißungen und die ersten Schritteder Regierung von, Jahre 1844 noch nicht vergessen, und auch später waren einigeVerordnungen in freisinniger Richtung erlasse» worden, sodaß die Popularität derRegierung in. Ganzen immer »och keine Erschütterung erlitt. Dazu trugen außer-dem die Vorbereitungen vermittels wohlgeordneter Commissionen z» liberalen Ver-besserungen des Steuerwcsens, des öffentlichen Unterrichts und des ZollwcsenS bei,ebenso eine gerechtere Besetzung der Aniter. Alles Dies bewirkte, daß die öffentlicheMeinung für die Regierung günstig' gestimmt war, als die Rcichsstände sich zumzweiten male unter dem neuen Könige versammelten. Man sah die Bahn vorbereitetzur Ausführung jener Reformen der Staatsverwaltung, der Criminalgcsctze, desSteuerwescnS, der Zollgesctze u. s. w., die der König verheißen hatte und jetzt inseiner Thronrede am 23. Nov. 1847 den Ständen wieder ans Herz legte. Dievorzüglichsten Gesetzentwürfe, die man den Ncichsständen vorlegte, waren: ein neue-Strafgesetz, in welche», die Ruthenstrafc, die Kirchcnbußc (Kyrkoplikten) und die Was-ser- und Brotstrafe wegfiel; ein Gesetz die Produktiv» und den Verkauf des Brannt-weins betreffend; der Entwurf zur einer neuen Zolltaxc ohne fast alle Verbote derEin- und Ausfuhr; eine Präposition, betreffend die Vereinfachung des Stcuerwesens,wonach alle Grundzinsen und Zehnten fortan »ur in zwei Artikeln (Perscdlar),nämlich Getreide und Butter, geleistet werden sollten; ein Gesetz, welches das Unter-richtswcsen und die Schulen verbesserte; endlich ein neuer Plan für die Vertheidigungdes Landes zur See. In einer Proposition über den Stand und die Bedürfnisse
der Staatskasse wurden Beisteuern zu mehren Zwecken verlangt, worunter aber be-
sonders eine Federung des Königs nngemein ungünstigen Eindruck bei den Liberalenmachte. Man verlangte nämlich, es solle die für den damals noch unverheirathe-tcn Kronprinzen angewiesene Summe vervierfacht, von 2500V auf 100000 Neichs-lhalcr Banco jährlich erhoben werden. Dieses, in politischer Hinsicht überaus unglück-liche Project, einer der größten Misgriffe des damaligen Ministeriums, erweckte einenheftigen Streit und machte die Freunde der Regierung sehr besorgt um deren Po-pularität.
Die königlichen Propositioncu, welche so wichtige Veränderungen im Staats-leben betrafen, wurden von dem Adel thcilweise sehr herbe angegriffen, von den
Ministern aber nur nachlässig vertheidigt: oft hörten diese die Einwürfe der da-
maligen Opposition mit Stillschweigen an. So war z. B. der Chef des Ministeriums,Gras Posse, der doch daS Project des Königs zu einem neuen .Strafgesetze contrasig-nirt hatte, in der Zusammenkunft des Adels, wo jene Proposition zuerst zur Sprachekam, sogleich zum Eeständniß bereit, daß die Wasser- und Brotstrafe wol beibehaltenwerden könnte, ohne daß die Principien des Vorschlags dadurch verletzt würden.
Der Reichstag hatte bereits drei Monate fruchtlos seine Zeit hingebracht, alsder vcrhängnißvolle Februar des Jahre« 1848 eintrat, der unter solchen Umständenauch die sonst so ruhigen Schweden in eine politische Bewegung versetzte. In Schwe-