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Westindien. 207
schließen. Präsident Washington sagt in seiner merkwürdigen Abschiedsredc: »DieHauptregcl unsers Benehmens gegen die fremden Mächte besteht darin, unsere Han-delsverbindungen auszudehnen und in politischer Beziehung ihnen so fern als mög»sich zu bleiben. Die bisjcht eingegangenen Verbindlichkeiten müssen wir mit ge-wissenhafter Treue erfüllen; hiermit möge es sein Bewenden haben.» PräsidentJcfferson warnte 1801 in seiner Antrittsrede das Land vor verwickelnden Allianzen.Dieftn Ausdruck, seitdem sprüchwörtlich geworden, gebrauchte Jefferson ohne Zweifelt" Bezug auf das Bündniß mit Frankreich im Jahre 1778. Zu jener Zeit wardas Bündniß eine unberechenbare Wohlthat für die Vereinigten Staaten, aber nachVerlauf von nicht ganz 20 Jahren zog es uns in die Kriege der Französischen Re-volution und ward der Grund zu großen Anfodcrungcn an den Cvngreß, unterdenen wir noch heutigen Tags leiden. Besonders ist zu bemerken, daß gerade einArtikel es war, auf dessen Grund Frankreich unsere Hülfe in Anspruch nahm,nämlich: seine westindischen Besitzungen gegen England zu vertheidigen, welcher dieseübel veranlaßte. Nur der außerordentliche Einfluß Washington s rettete die Unionaus den Gefahren dieser Krisis und bewahrte uns unsere Neutralität. Der Prä-stdenr hat aber noch gewichtigere Gründe, auf den vorgeschlagenen Vertrag nichts'"öugehen: er will sein Gefühl nicht verbergen, daß der Vertrag, wenn auch gleichm Worten, dem Wesen nach sehr verschieden sein wurde. Gehen Frankreich undEngland den Vertrag ein, so verzichten sie dadurch auf den Besitz einer Insel, ferniRegierung, welche einer andern europäischen Macht angehört, derenRecht, die J„ftl zu besitzen, immer so gut sein muß wie ihr eigenes,es weitcntftgmm Landes in der andern Hemisphäre, welches im gewöhnlichen oder^ Dinge wol schwerlich jemals einer der beiden Mächte zufallennicke ^ das Gleichgewicht der europäischen Mächte gestärkt, kann Spanien sichtödrlick"^ 6?'" Besitz ^ Insel behaupten, gerathen Frankreich und England insnlck nr v"n^l miteinander, so mag Cuba wol der Preis des Siegers sein. Bis,° cye Begebenheiten eintreten, kann der Präsident die Möglichkeit nicht einsehen, daß^-uba einer andern Macht als Spanien zufallen könne. Andererseits verzichten dieV-renngten Staaten, wenn sie dem Vertrage beitreten, auf eine Erwerbung, welchestattfinden kann, oh'ic die bestehenden Beziehungen mit dem Auslande zu stören die,n der natürlichen Ordnung der Dinge begründet ist. Die Insel Cuba liegt anun,ern Thoren; ,,e beherrscht den Eingang zum Golf von Mexico, der die User vonfünf unserer Staaten bespült; in ihrer Macht steht es, den Eingang zu dem großen6>ujse ju sperren, welcher das halbe Nordamerikanische Festland durchströmt und mits'I " ^5. ausgcbreitetstc System inländischer Wasserverbindung bildet auf
-Wache am Eingänge unsers Verkehrs mit Californicn auf deraa m Besäße die spanische Krone eine Insel wie Cuba, welche den Ein-
land odcr Seine beherrschte, und schlüge Amerika Frankreich und Eng-
dabei vi,l Vertrag vor, so würden diese Staaten sicherlich fühlen, daß sie
Ob ^ verlieren hätten als wir."
darüber Cubas für die Vereinigten Staaten wünschenswcrth sei,
ten und o ^ Meinungen der amerikanischen Staatsmänner zu verschiedenen Zei-wäre die ^ränderten Verhältnissen verschieden gewesen. Ihrer Lage wegenständen k" , unsern Handel von unschätzbarem Werthe; unter gewissen Um-Dcsscm.n^"^. , s°üar wesentlich nothwendig für unsere Sicherheit erscheinen,
leibuna -r s, . b.t der Präsident innerer Verhältnisse wegen, daß eine Einver»
>ur g .s" die Union, würde sie auch mit Zustimmung Spaniens geschehen,
aber ^ srhr zweifelhafte Maßregel wäre; eine gewaltsame Erwerbung
alla/m.u, °'"em rechtmäßigen Kriege mit Spanien - könnte ein so
vilssatin» ^sU'^'^gtcs Ereigniß stattfinden — würde er für eine Schmach der Ci-ch-r T.- Tage halten. Der Präsident hat Beweis- genug gegeben, nut wel-
ucllen m, ^ diesen Ansichten nachkommt, er hat die ganze Kraft seiner constiturio-Macht wider die gesetzlosen Angriffe gegen die Insel aufgeboten. Ohne seine