Band 
Eilfter Band.
Seite
229
JPEG-Download
 

>af-

er-

auf

om

nge

lau

mg

sich

ach

im

rhl-

iter

alt-

»an

stcr

cal-

von

der

rch-

her-

)rcr

elS-

ihr«

hal-

ortt

das

liier

lor-

zbc-

g-'

)a1b

dir

igcs

ürü

>dt"

sok'

a>'

j><"

Di<

all'

chck

d><

d<<

Ilis'

lt>'

n-''

!ge"

»,'S

pie

lek-

sh>'

Westindien. 229

habenheit jener britischen Besitzungen zeigen will, so muß zur Berichtigung hinzugc-lugt werden, daß die Minderung ini Preise die Zunahme der Production und Ein-fuhr bei weitem überwiegt. J,„ Jahre 1844 galt nämlich der Cenmer Antillen-zuckcr im Durchschnitt 34 Schillinge 9 Pence, und 1851: 23 Schillinge 8 Pence.Es wird wol noch Jahrzehnde dauern, bis das englische Westindien, wenn dies" E^^"p^x"^3l>ch, stch von jenen beiden großen Schlägen, der Sklavenemancipationund des Freihandels, erholt, bis die faulen, üppigen Crcolen, wenn sie sich jemalshierzu verstehen, zur Arbeit und Sparsamkeit greifen und infolge davon ganz neueurgcrliche, commerzielle und häusliche Zustände schaffen, angemessen den veränder-ten Verhältnissen ihres Landes und der Welt im Allgemeinen.

L. Frankreich. Die französischen Besitzungen Martinique (Umfang >8 Qua-dratmeilen; Einwohner 122000), Guadeloupe (Umfang mit den naheliegendenEuandm, die zusammen das Gouvernement bilden, 30 Quadratmcilen; Einwvh-^"00) und Guiana (Umfang, ohne den gegen Brasilien streitigen Theil,722 Quadratmeilen; Einwohner nur etwa 30000, da kaum 1'/r Quadratmeilenebaut sind) haben in Betreff der Sklaverei eine ähnliche Veränderung erfahrenwie aß englische Westindien. Die infolge der Umwälzung im Februar. 1848 ein-gejetzte provisorische Regierung Frankreichs hob am 27. April 1848 die Sklavereiaus. uf Martinique wollten die Sklaven die Bekanntmachung des Decrets nicht

°L>°bcn sich zündeten Häuser und Plantage» an und nahmen gc-g^va tsam ihre Freihcrt. Es fanden 33 Personen in den Flammen ihren Tod, undSpuren der Gahrung blieben bisjetzt vorhanden. Aber auch in Guadeloupe undGuiana, wo die Emancipation in verhältnißmäßig friedlicher Weise erfolgte, ließ dieFeindschaft der Nacen und der Müßiggang der Neger keine ruhigen, gedeihlichenZustände auskommen. In dem weitgcstrecktcn und nur sehr gering bevölkerten Guianaver icßen die Neger die Pflanzungen gänzlich und zogen sich in die innern unbebau-cn egcnden. Und so geschah es, daß viele weißen Eigenthümer ihre Besitzungenm jeden Preis verkauften und nach andern Ländern auswanderten. Die Entschä-'2""Hvvn 120 Millionen Francs, welche allen Colonicn ward (die Insel Neunivn> -Lourbon mitgerechnet) für ihre freigelassenen Sklaven mittels des Gesetzes vom>>0. April 1849, ist weit hinter dem Verluste zurückgeblieben. Die allen Colonicnverliehene Vertretung bei der Nationalversammlung konnte aus naheliegenden Grünwe'br!°e" ersprießlichen Früchte tragen. Jene zerrüttete, für sich selbst hüls- undcx-'mb Versammlung sollte den durch die plötzliche Emancipation in Verwirrunggl heuen Colonialzuständcn Hülfe bereiten! Diejenigen, welche unter dem Drucke"teil, konnten, in Frankreich so wenig wie in den Colonicn, ihre Stimmen erheben,mangelt in den französischen Verhältnissen vor allem durchweg an Selbstrcgie-Freie Eemeindevcrfassungen und örtliche Volksvertretungen, die wahren Pflanz-lchulcn politischer Bildung, politischen Bewußtseins, sind den romanischen Völkernu k ^l-'chm'drrten abhandengekommen, und damit scheinen sie selbst die Fähigkeitauf d ^ Selbstrcgierung verloren zu haben. Die Bureaukratie herrscht,

Co!°»i^ ^"6" zusammengezogenen Fundamente der Centralisation, in den

uttoess-imü, Murterlande. So einsichtlos verfuhr die französische Ratio-

^ sie selbst die auf einer breiter» Basis beruhende Colonialver-aewiö r B«i^ ' aufhob. Das Deeret vom 13.Febr.1852 stellt- in

^ ° gezwungene Arbeit wieder her, wenn auch unter milde-

Jenes Dccrel ist unter dem Namen „Codex der freienei"" enthält Normen über die gegenseitige Stellung und Verpflich-tn ki-s-a M Arbeiter, über Unterdrückung des Müßiggangs und anderer

aeknik ercich fallenden Mängel. Aber hiermit allein war den Colonicn nichthaum ^ e ^ann sage», daß das Schicksal der französischen Colonicn uber-Pk wesentlich mit dem französischen Schutzzollsystem zusammenhängt, und daß sieman e ^ .""den. Würde Frankreich auf der Bahn des Freihandels, die

1-lt kurzem einschlägt, weitergehen, würde Frankreich den Colonialzucker, noch