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Eilfter Band.
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Westindien. 233

^r^ckgcsührt. Diese großen Bürger, erklären die geistig Hervorragenden unter denHaiticrn, haben erkannt, daß alle unsere Kampfe seit 1791 auf Freiheit und Gleich-heit hinzielten, welche nur mittels einer republikanischen Ncgicrungsform zu erlangensind. Pe'kion's Mäßigung und Einsicht verdankt man, nach dem Tode Rigand's,die Benchiguiig des Südens. 'Auf dessen Bahn ging, nach Petion's Tode (1818),Zcan 1-ierre Boyer. Unter seiner Präsidentschaft ward nickt blos das ganze ehc-^^'äostsche Besitzthum der Insel zu einem Freistaat vereinigt, sondern (1822)auch noch der spanische Landestheil hinzugefügt. Die Republik wurde von allenStaaten, selbst von Frankreich gegen eine Entschädigung von 125 Millionen Francslur die ehemaligen Plantagenbesitzer (1825), anerkannt, freilich nicht ohne wie-derholte, von England stets gehinderte, Eroberungsversuche während der frühern^ahre. Der Staat war nun, sprechen jene geistig hervorragenden Haiticr, aufs>^ wahren fruchtbaren und belebenden Grunde der civilisirtcn Ncttionenn ^ ^schfhunderts, auf der Volkssouveräuctät auferbant. Vorzüglich die werden-en Volnr müssen unbedingt diesem Principe huldigen, wollen sie nicht einem früh-rcttlgen Verfalle entgegengehen, wollen sie nicht wieder in die Barbarei, welcher sie1>cy kaum entwunden, unrettbar zurückversinkcn. *) Der Nacenwiderwille, der Nacen-ampf konnte aber niemals gebrochen werden. Über alle Weißen war, vermögeBann verhängt. Nur Neger, Indianer und ibre Nachkom-me . Duvgerrechl auf Haiti erhalten und Grund und Beden erkaufen.

dieser gegenseitig feindseligen Snnimung der Neger und Mulatten mußte»Petlvn und Boyer immerdar leidenschaftliche Ausbrüchc und Aufstände befürchten.Sie zogen nun die Zügel immer straffer an und suchten die Ruhe, mittels einerimmer mehr centralisirten Macht, zu erhalten. Dies brachte sie in Widerspruch zuer durch französisch-liberale Zeitungen gebildeten Mulatten- und Negerjugend, zumrccw/" ^ie Opposition wurde übermächtig, und Boyer griff zu Gcwalkmaß-

uack"m Revolution von 1843, seine Flucht nach Jamaica und von dort

nikck?,, Ä' ^ ^^0 starb, und bald darauf die Lostrennung des ehemals spa-

Mulattm^effckend^°^08^-1) Folge hatten. Diese zum große» Theile auswissen /Lonirnicauos wollten von dem Ncgcrgewirrc auf Haiti nichts

latten^ Sa'ntnm "^""? ^ unter der Führung eines reichen tüchtigen Mu-

aller Bestrcbuna/ unständige Republik, Dominica, und behaupteten sich trotz

gegen sie richteten ^ die Machthaber des größer» Staats Haiti unausgesetzt

Gencrals^N Tode des zur Präsidentschaft im Staate Haici erhobenen

Neaieruna Febr. 1847), welcher auf kurze Zeit ein wahres Ideal einer

der verm" einrichtete, ward der Ncgergencral Faust!» Soulouque von, Senat,

Alle ^ Konstitution das Recht hierzu hatte, zu Nichc's Nachfolger erkoren.

Soulvuaue "b'< wie Mulatten , hofften von dieser Wahl Ersprießliches.

Farbigen a ?^mch zur Ncgcrracc gehörend, stand mit den verschiedenen Classen derdie Vaudo " ^^"'dlichem Fuße. Auch gehörte er zu einem mächtigen Geheimbunde,Soul , welcher mit der europäischen Maurerei einige Ähnlichkeit hat.

teu und k ' su demnach trefflich geeignet, alle seit Boyer's Sturz gctrenn-

»cn u»d ^ x M gegenüberstehenden Classen der Bevölkerung Haitis zu versöh-derschmet'-/^^ der gewesen, in eine geeinigte untheilbare Republik zu

^». Ab b." ^"sch'ge des neuen Präsidenten ließe» in der That Gutes erwar-stenchum/^dem afrikanischen Fetischdienstc näher steht als dem Chri-Haufc a, f Eitelkeit haben Alles verdorben. Boyer, sagte der gemeine

ihn den Präsidentenstuhl verzaubert; deshalb seien die vier auf

im Gauen "des zugrunde gegangen. Auch habe er eine Hexern

iichen . , pdcntenhauses vergraben, welche den Machtbabcrn iinvermeid-

g »g erci c. Soulouque gehört seiner ganzen Bildung nach z»r barba-

) Ardouin, „Llu-to-j -zur I'lnttoire 6'Nmti" (-2 Bde., Paris ISt>3), I, 12.