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Eilfter Band.
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Norwegen. 289

trage der Ausgaben, wenn man zu der Einnahme die Ersparnisse an Capital undZinsen hinzurechnet, welche die Staatskasse in frühern Jahren gemache hat und derenRente gegenwärtig das Jahr 189500 Species beträgt. Ohne diesen Ertrag ausErsparnissen hätte freilich das norwegische Budget zur Zeit ein Deficit auszuweisen,das aus verschiedenen extraordinären Belastungen entspringt, unter welche besondersdie Votirung von 100000 Species zu Kricgsrüstungcn gehören, die infolge der orien»wüschen Wirren nöthig wurden. Im Übrigen hat die Staatskasse keinen Mangelan baaren Mitteln, und für gewöhnliche Zeiten kann auch kein Deficit eintreten.

Durch die während der Finanznoth,un Jahre 1814 stattgefundcne Eeldopera-tion, sowie durch die conventionsmäßige Übernahme von drei Millionen Species, demNorwegischen Antheil der gesammten dänisch-norwegischen Staatsschulden, hatte derjunge norwegische Staat anfangs sich mit einem Minus von fünf Millionen Speciesherumzutragen. Zur Bestreitung der dadurch bedingten Ausgaben waren nun vonZeit zu Zeit Staatsanleihen unvermeidlich. Die erste, im Jahre 1819, bei denGebrüdern Bcnecke in Berlin, auf 900000 Reichsthaler Hamburger Banco zu 5 "/>>Interessen lautend, aber factisch nur 600000 Species Silber betragend, wurde imJahre 1825 mit einer neuen, auf bessere Bedingungen, bei Hambro und Sohn in-Kopenhagen abgeschlossenen vertauscht. Inzwischen war schon im Jahre 1822 beiderselben Firma eine andere Anleihe von 2,400000 Species, zur Tilgung der obenerwähnten dänischen Schulden, negociirt worden. Diese Anleihe wurde durch eineextraordinäre Abzahlung von 500000, und durch eine neue Anleihe von 1,200000Species bei derselben Firma im Jahre 1834 getilgt. Auch diese neue Anleihe wardim Jahre 1847 völlig zurückgezahlt. Eine andere Anleihe bei derselben Firma von300000 Species, im Jahre 1828 gemacht, wird allmälig abgetragen, weil man sieober zu Discontirungen verwendet, bringt sie mehr ein als sie kostet. Eine weitereAnleihe wurde, hauptsächlich um dem Ackerbau- und Gewerbstande während derKrisis von 1848 und 1849 zu Hülfe zu kommen, im Jahre 1848 bei Hambroi» London und S. Heine in Hamburg negociirt, betrug im Capital 1,500000 Species(Effectivcapital 91 "/» oder 1,365000 Species), und soll binnen 30 Jahren abgetragenwerden. Hierzu kommt noch eine Anleihe, die bei denselben Bankicrhäusern im Jahre1851 auf die nämlichen Bedingungen und im Betrage von 1,200000 Species con-trahirt ward, theils zur Anlage der Eisenbahn, theils zur Gründung der Hypotheken-bank, Die Passiva des Staats konnten am Ausgange von 1852 auf die rundeSumme von etwa vier Millionen Species angeschlagen werden, während die Activa,Ersparnisse der Staatskasse von 1,284481 Species mitgerechnet, 5,812000 ausmach-ten. Dies zeigt einen Überschuß von nicht viel unter zwei Millionen, welches Ver-hältniß, mit dem schwierigen Zustande zu Anfange des neuen Staatswesens zusammen-gehalten, ein sehr erfreuliches Resultat zu nennen ist, zumal während dieser Zeit die^-oxen und Abgaben immer herabgesetzt worden sind.

VII. Das Heer und die Flotte.

Der tz. 109 des Grundgesetzes verordnet, daß jeder norwegische Bürger wehr-Wichtig, und daß die Weise, wie diese Pflicht zu erfüllen, durch ein eigenes Ge-N zu ordnen sei. Dieses Gesetz ist jedoch erst im Jahre 1854 erschienen, weil daSPrincip, obgleich mit der Constitution im Einklang, dennoch eine zu große Umwäl-iu.ng in den bestehenden Verhältnissen in Aussicht stellte, als daß es ohne weiteres^tte Anwendung finden können. Selbst gegenwärtig besteht immer noch eine be-ändere Commission, die sich mit den Einleitungen zur vollen Ausführung der Maß-^Scl beschäftigt. Es ist bei dieser Reform nicht aus eine wesentliche Abänderung m^ numcrären Verhältnissen der Linicntruppen abgesehen; vielmehr handelt es sichum den Modus der Truppcnaushcbung: es soll nämlich das Loos, das d>er.in°1 °Kung dcS Mannes bedingt, nicht mehr eine specielle Classe der bürgerlichen GejeU-sondern einen Jeden ohne Unterschied treffen können. Es war >m Xause derDie Gegenwart. XI,