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300 Norwegen.

und unterhält noch gegenwärtig mehre Dampfschiffe in Fahrt, während nun auchPrivatgesellschaften in diese Unternehmungen eingetreten sind und bereits Dampfschiffemit nicht unbedeutendem Gewinn unterhalten. Ebenso hat der Staat für die Land'wcgc gesorgt, sowol durch Verbesserung und rationelle Umlcgung der bestehenden wiedurch Anlegung von ganz neuen, zumal in Gegenden, wo man bisher an der Mög'lichkeit von Wegcanlagcn verzweifelte. Bedeutendes tragt hierzu das genauere Stu-dium der Orographic des Landes und die bessere Kenntniß seiner hydrographische»Verhältnisse bei, worauf in den letzten, Zeiten besonderer Fleiß verwendet worden»Man entdeckte communicircnde Thalrinnen auf beiden Seiten der Hochgebirge undquer durch diese, die früher unbekannt, wenigstens unbenutzt gewesen. Während >»a»früher den Weg quer über die Höhen leitete, sodaß es beinahe unmöglich war, schweltLasten jenseit des Gebirges zu schaffe», umgeht man jetzt die Berge. Sind Überschrei-tungen von Höhen unvermeidlich, so legt man die Wege in Zickzackleitungcn an, d><auch für die schwersten Wagen praktikabel sind. Mehre Gebirgsgegenden, die bisherordentlicher Wege entbehre» mußten, und deren Bewohner keine andere Art kannte»'im Sommer ihre Bedürfnisse aus den Städten zu beziehen, als auf dem Nückü'von Packpfcrde», können jetzt mit Pferd und Karren leicht und billig ihre Trai^'portc machen. Um die Verbindung zwischen Trondhjem und Christian!« zu sörder»'hat man die etwa sechs Meilen lange Eisenbahn von Christiania nach dem, bereitnäher beschriebenen, See Mjösen gebaut, der seiner Länge nach durch Dampfschi»befahren wird, die wiederum mit den Poststraßcn nach Trondhjem in Verbind»»^stehen. Dieser Bau ward im Jahre 1851 vom Storthing genehmigt und Unterst»^'aber zur Ausführung einer englischen Compagnie überlassen, die das verdienst^Werk rasch förderte. Selbst mehre Binnenseen, sogar in den höchsten Gebirg"'gegenden, werden jetzt von Dampfschiffen befahren, während die ganze KüsteFinnmarke» bis Swinesund mit einem Dampfschiffnetze umspannt ist. Schon ist a»^der Anfang gemacht, eine elektromagnetische Telegraphenlinie von Mandal, west^von Christiansand, über Christiania und Fredrikshall, mit der schwedischen, von»en nach Stockholm gehenden Linie in Verbindung zu bringen.

XII. Ökonomische Lage und sittlicher Zustand des Volks.

Wiewol Norwegen kein Proletariat hat, so hat es doch auch seine Arme,die Zahl derselben ist mit der Entwickelung der Bevölkerung und der gcsellschaftli»^Cultur natürlich im Steigen begriffen. Am Ende des Jahres 1845 'bestes sich,freilich nicht ganz genauen Berechnungen, die Zahl Derer, welche aus dem Ar>»^Wesen Unterhalt bekamen, auf -16116 Individuen, dagegen im Jahre 1850 scho» ",59049, was eine Zunahme von 28 Proccnt andeutet, während die Volkszahl i»selben Zeit nur etwa 5'/, Procent gewachsen ist. Neben der Ungcnauigkcit der ^gaben und Berechnungen muß hierbei freilich auch in Anschlag gebracht werde»/ ^in diesen Jahren vorübergehende, überall zeitweilig eintretende Nothstände vorh»'' ,,waren, und daß alle diese Arme nicht durchaus aus den Armenfonds erhalte»/dern zum größer» Theil nur partiell unterstützt werden mußten. Die meiste»armungcn kommen auch in Norwegen in den größer» Städten, die weniger»^/dem Lande vor. Die jährliche Summe, welche das Land dem Armenwesen ^kann man für die letzten Jahre auf etwa 575000 Species anschlagen. Es »'.dessen in Rücksicht auf die Höhe der Summe erinnert werden, daß die g""'°,chClassen in Norwegen mehr Lebensbedürfnisse haben und an eine kostspieligere ^weise gewohnt sind, als j„ andern von der Natur mehr begünstigten Länder»/ twahrschcinlich Manche in andern Ländern gar keine oder eine höchst geringe ^„/

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stützung erhalten würden, die hier ein sehr bedeutendes Bcneficium mit Recht >spruch nehmen. Übrigens müßten die hohen Arbcitspreise, die jetzt in Vorwegzahlt werden (bis 60 Schillinge täglich), wol jeden gesunden Mensche» >» ^,it<setzen, sein Brot reichlich zu verdienen, wenn man erst recht einsehe» geler»und wenn nicht das Brannlwcintrinke» noch so vw't

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