Deutschland.
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des Gelingens bei dem neuen Werke waren, als wie gering und spärlich die Hoff-nung auch des bescheidensten Erfolges unmittelbar vorher noch gewesen. Besser er-schien es doch, diesen Versuch zu wagen, als sich in unthätige Verbitterung zurück-zuziehen und sich mit der Schadenfreude des politischen Pessimismus zu trösten.Und war nicht, der berliner Vcrfassuugscntwurf viel mehr das eigenste Werk dieserPartei, als es der frankfurter gewesen? Alle die Modificationen, welche die berlinerRedaction von der frankfurter unterschieden, waren eigentlich durchgefallene Anträgeder Centren. Der Neichsrath, das Veto, das Wahlgeseh erschienen hier etwa inder Gestalt, welche die frankfurter Mittclpartei ihnen gegeben hätte, und alle Spu-ren bedenklicher Transaction mit der Demokratie, die man glaubte eingehen zu müs-sen, um doch für irgendetwas eine Mehrheit zu sichern, zeigten sich hier verwischt.Darum bewiesen sich auch gerade die conservativern Nuancen der crbkaiscrlichcnPartei am zufriedensten mit diesem veränderten Werk und legten eine sichtbare Un-geduld an den Tag, den so umgestalteten Entwurf statt des ursprünglichen zu demihrigen zu machen. Aber auch Diejenigen, die zu entschiedcnern Schritten in denletzten Wochen gestimmt und der Anschauung sich angeschlossen, daß die Verfas-sung etwas Fertiges und Unabänderliches sei, wurden jetzt bedenklich, wenn sie dieHände und die Mittel sahen, denen die Durchführung überantwortet war, und scheu-ten im Grunde mehr den Vorwurf der Jnconsequenz als die neue im Ganzen auchthuen nicht unerwünschte Modifikation des frankfurter Entwurfs.
In den ersten Tagen des Juni traten eine Anzahl der bekanntesten Führerder frühern Centrumsparteien, Dahlmann, die beiden Gagcrn, Soiron, Mathy undAndere, in Frankfurt zusammen, um sich über einen gemeinsamen Schritt zu ver-ständigen. Das Ergebniß der Besprechung war, „ daß man die politischen Freunde,welche in der Nationalversammlung die Durchführung der Neichsvcrfassung vom48. März auf friedlichem und gesetzlichem Wege angestrebt und seitdem in vielendeutschen Gauen die öffentliche Stimmung von neuem kennen gelernt haben", zueiner Versammlung nach Gotha auf den 26. Juni einlud. „Ein möglichst über-einstimmendes Verhalten in der gegenwärtigen Lage des Vaterlandes, insbesonderegegenüber der obschwebenden Frage der Neichstagswahlen für diejenigen Staaten so-w°l, welche jetzt die Rcichsverfassung vom 28. März anerkennen, als auch für die,Welche ebenso wie die drei oben genannten Königreiche vorher noch Modisicationen für»oth'jg erachten, wird den Gegenstand der Berathung ausmachen."
, fanden sich denn am 26. Juni die meisten bekannter» Vertreter der erb-
chserlichcn Partei in Gotha zusammen: fast das ganze Gagern'sche Rcichsministerium,""gesehensten Repräsentanten des rechten und linken Centrums, im Ganzen etwa0 Mitglieder bildeten dieses „Nachparlament". Die Versammlung trug durch-den Charakter einer vertraulichen Besprechung. Es gab keine Zuhörer und,?"e Journalistentribüne; man wollte absichtlich den Schein vermeiden, als sollte^ eine Fortsetzung des Parlaments auftauchen; es sollte vielmehr nur in möglichst>,»^ bcit ein Votum darüber abgegeben werden, wie man sich zur frankfurterM berliner Redaction der Rcichsverfassung stellen wolle. Aus dem Kreise derhon ^ der Versammlung war ein Entwurf hervorgegangen, den Dahlmann rcdigirtledn^ ""d der einen bedingten Anschluß an die Politik der drei Kronen aussprach,E)a . dei dem zu berufenden Reichstage aus allen deutschen Bundesstaaten außer'Wd ^ ^me Discussion und Entscheidung über die beiden Entwürfe,'den frankfurterrxjch den berliner, offenhalten wollte. Ein Antrag, den Bcckcrath und Andere ein-seht"-, "erlangte unumwundener den Anschluß an die Politik vom 26. Mai, und cS"" eifrigen Erörterungen darüber. Dem ersten Plane machte man dendix daß er den Regierungen gleichsam Bedingungen vorzuschreiben suche, ohne
er ja-der Verhältnisse zu erwägen; gegen den zweite» wandte man ein, daß8k» Partei wie die Sache, die sie vertrete, in blindem Veriraucn den Regierun-
*'"tr Darum wurde auch von manchen Seiten geradezu das Ansinnen
Erklärung der Partei für bedenklich gehalten — -in Beweis, wie das Der-