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Eilfter Band.
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Deutschland.

Bundesstaats nach den Entwürfen von, 26. Mai gutheiße, könne sich Preußenüber ein Provisorium einigen. Ohne diese Voraussetzung habe man weder ein aus-reichendes noch ein dringliches Interesse, über eine neue Centralgewalt sich j» ver-ständigen.

Nicht fruchtbarer waren die Besprechungen des bairischcn und preußischen Mi-nisters über den Zutritt zum Bundesstaate. Baiern hatte zwar am 6. Juni seineBereitwilligkeit erklärt, auf Grund des in Berlin verabredeten Reichswahlgesetzcszur Berufung eines deutschen Reichstags mitzuwirken, und wünschte dabei sehnlichst,„daß vor Eröffnung dieses Reichstags es gelingen möchte zwischen sämmtlichen deut-schen Regierungen ein Einverständnifi über einen Verfassungsentwurf herbeizuführen,welcher dem Reichstage zur Zustimmung vorzulegen wäre". Aber weiter war manauch nicht gekommen. In den berliner Besvrcchungen hielt von der Pfordten ander Ansicht fest, daß, um zu einer Verständigung über den Reichstag zu ge-langen, der Beitritt zum Dreiköni'gsbunde keine Vorbedingung sei, und die weitereModifikation des Verfassungsabschnitts über die Reichsvorstandschaft, die Radowitzdem bairischen Minister vorschlug, wollte diesem nicht genügen. In der Thatberuhten die Abweichungen zu sehr auf principiellen Gegensätzen, als daß eineAusgleichung ohne den vollständigen Rückzug auf der einen Seite möglich gewesenwäre. Baiern verlangte, daß die Reichsregierung dem Fürstencollegium übertragenwürde und lediglich die Vollziehung der Beschlüsse an den Vorsitz gebunden sei"sollte. Es wollte sodann den Vorsitz zwischen Östreich und Preußen wechseln lassen!eS wollte ferner den einzelnen Staaten die auswärtige Vertretung nicht entzogestsehen; es verlangte Abänderungen in den Bestimmungen über das Steucrwesen, d>eFreizügigkeit, die Ansässigkeit und das Gewerbewesen. Wohl lag auf der Hand, daßmit Erfüllung jener ersten Federungen das ganze Wesen eines Bundesstaats rn>tparlamentarischer Regierung und einheitlicher Executive aufgehoben wäre, daß Prcußtt'also nicht zustimmen könnte, ohne das eben erst begonnene Werk vom 26. Mai wieder-aufzugeben. Indem Preußen den Bundesstaat wollte, konnlc es denselben nicht unterBedingungen ins Leben rufen, welche ihn zu einem Schattcnbilde machen würden-Ein verengerter Bundestag an der Spitze desselben — hieß es in einer preußische"Note aus jener Zeit —, wie es die von Baiern vorgeschlagene Regierung durch daFürstencollegium sein würde, wäre ein solches Schattenbild, zu Gunsten dessen kc>"einzelner Staat, am wenigsten Preußen seine Selbständigkeit aufgeben könnte.

Der Bruch der Verhandlungen war unter gegenseitiger Verstimmung erftls 'davon legte die Circulardcpesche vom 12. Juli Zeugniß ab, worin die bairischc ^gierung ihre diplomatischen Vertreter von den berliner Vorgängen in Kenntniß sitz''Es war darin die ganze Schuld des Mislingens auf Preußen geworfen und e'nahe bevorstehender Bruch zwischen beiden deutschen Großmächten angekündigt,Baiern vergebens zu hindern gesucht habe. Die Erklärung Preußens, nur st"gewissen Bedingungen in die Bildung einer provisorischen Eentralbehörde zu wilh^„wurde als ein Bruch der Verträge von 1815 bezeichnet, „die bisher selbst vc>n ^revolutionären Regierungen Frankreichs geachtet worden sind", und Preußs"Vorwurf gemacht, daß es die Scheidung des übrigen Deutschland von Östrei^ ^,-chjenes Unterwerfung unter Preußen erstrebe, überhaupt die ganze Frage ^'^henals eine Frage der Macht und des Interesses auffasse. Ein preußisches Rundsch ^>ides Ministers von Schleinitz vom 36. Juli beantwortete dies Aktenstück,

Anfang bis zu Ende eine Anklageschrift gegen Preußen bildet", in gleich ^ ^„eTone. Indem es die Regierung „ nicht ihrer Würde gemäß achtet, sich Atc^Vertheidigung gegen dieselbe einzulassen", sprach sie sich noch einmal über ihttlung, über das Bündniß vom 26. Mai und dessen Berechtigung, ^at S"dürfniß der deutschen Nation, z„ einer innigen Vereinigung in einen Bunde-lgelangen, und über die Unmöglichkeit für Östreich, in denselben einzutreten, "sicht-licher aus. „Hätte Preußen in dieser ganzen Krisis nur eine Frage eigener ^rdenVergrößerung gesehen, so hätte eS ihn, zu verschiedenen Zeiten nicht scbwe