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können, entweder die Bewegung zu seinen Gunsten auszubeuten, oder die vorhan-dene Neigung, auf Kosten der Einheit Deutschlands Ausgleichungspunkte mit ein-zelnen Regierungen zu finden, in seinem Sonderintcrcssc zu benutzen. Es hat die-ses verschmäht und nur das eine große gemeinsame Ziel im Auge behalten; eswird von diesem Ziele, trotz aller Verdächtigungen, auch jetzt nicht abweichen." Ingleich herbem Ausdrucke war das Bemühen des bairischen Ministers, als Vermittlerzwischen Ostreich und Preußen zu erscheinen, zurückgewiesen. „Wir bedürfen keinerweitern Vermittelung für unsere Verhältnisse zu Östreich; nicht die EinmischungBaicrns, sondern die Weisheit und Mäßigung der Cabinete von Wien und BerlinUnd das große gemeinsame über den Streitfragen stehende Interesse gibt die Hoff-nung und die Gewähr eines friedlichen Austrags der obschwebcnde» großen Fragen."
In so unfreundlicher Weise, die in dem Verhältniß zwischen Preußen undBaiern »och lange nachklang, wurden die Verhandlungen abgebrochen; es ließ sichdanach erwarten, welche Stellung Baieru zum Dreikönigsbündniß einnehmen würde.Mehr der Form wegen, als weil es darüber im Zweifel war, fragte das preußischeEabinet (Ende August) noch einmal bei Baiern an, um eine entscheidende Antwortzu erhalten: sie ward (8. Sept.) gegeben und lautete, wie sich erwarten ließ, ver-neinend. In gleicher Weise lehnte noch im Laufe desselben Monats Würtembergden Beitritt ab.
So befand sich der Dreikönigsbnnd und seine Verfassung in ähnlicher Lage wiee»,st tzje Nationalversammlung und ihr Vcrfassungswerk von, 28. März. Die kleinernStaaten, von Baden und Hessen an bis zu den Hansestädten, waren fast alle dem^oündniß gewonnen oder standen wenigstens dafür in Aussicht; Östreich, Baiern, Wür-teinberg traten ihm offen gegenüber, und zwei von den ersten Verbündeten, Sachsen^d Hannover, zeigten sich zweifelhaft. Indessen, war aber zugleich ein Umschwunglalgenreicher Art eingetreten: Östreich hatte durch die Kapitulation von Vilagos (imugust) Ungarn unterworfen, bald darauf Komor» gewonnen, und kurz nachher^5 Capitulation Venedigs auch den letzten Sitz -der italienischen Volkserhebungberwä'ltigt. Hatte es bisher, wo um die Existenz der Monarchie selbst gerungenard, an den deutschen Dingen mehr beobachtend als thätig Antheil genommen,so gestaltete sich nun die Situation wesentlich anders. Seiner eigenen Kräfte wiederMeister, zeigte sich das östreichische Cabinet um so eifriger entschlossen, einen ener-gischen Fcldzug gegen die preußische Bundesstaatspolitik zu eröffnen, um ihr daserl^enc Terrain wieder abzugewinnen. Zm Gegensatze zu der Politik Mcttcrnich's,'k Ostreich abgesperrt von Deutschland und dadurch d>e Jsolirung des östreichischenlements, das Wachsthum des preußischen Einflusses gefördert hatte, hegte daslnisterium Schwarzenbcrg-Bach den Gedanken, das verlorene Gebiet in Deutsch-^ssd soviel wie möglich wiedcrzucrringen, und die Abneigung der Stämme und dieversucht der Dynastien rührig zu benutzen, um Preußen gegenüber eine Position zuginnen, welche die östreichischen Unterlassungssünden der letzten Jahre aus-^gen müsse. Auf diesem Wege konnte man hoffen, wie in frühern Zeiten, Deulsch-als natürlichen Helfer zur Förderung aller östreichischen Interessen zu gewin-d^'."ud zu beherrschen, andererseits aber auch die Anlehnung zu finden, die für„..."cherc Gesammtstaatspolitik und die Einschmelzung der nichtgermanischen Notio-'^ten als nothwendig erschien.
.Das erste Lebenszeichen einer thätigern Politik Östreichs war der regere Eifer,^ei^ ^ die Frage einer provisorischen Centralgcwalt aufgriff. Seit Preußen denbei§„ ^rwescr nicht mehr anerkannte und eine Anzahl deutscher Staaten dem Maibundewar,, bestand der alte Deutsche Bund thatsächlich ohne eine» gemeinsamensoxj °dunkr. Östreich war bereit den Neichsverwescr aufzugeben, wenn ein Provi-d!^, a,'i die Stelle träte, das zugleich als Nückzugsbrücke zum alten Bundestag^ask>-,"^o; Preußen dagegen wollte ein Provisorium nur zugebe», wenn Ostreichhatte i/ ^ ^ Recht des engern Bundesstaats anerkenne. Der Neichsverwescr selbstHoffnung noch nicht aufgegeben, eine selbständige Stellung zu behaupten,