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Deutschland.

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noch von unleugbarer Bedeutung, die Union als Bündniß zu erhalten und die Cxe-cution in Hessen und den Herzogthümern Schleswig-Holstein abzuwehren. DasLetztere hatte der preußische Minister schon am 3. Nov. aufgegeben; er beeilte sichauch jetzt, ehe die Verständigung mit Ostreich erfolgt, die Union fallen zu lassen.In einer Sitzung des Fürstencollegiums vom 15. Nov. ward die Eröffnung freierMinisterialconfercnzen angekündigt und hinzugefügt, Ostreich sei dabei von der Vor-aussetzung ausgegangen, daß die Unionsvcrfassung, deren jetzige Unanwendbarkeit vonder preußischen Regierung bereits am 8. Oct. ausgesprochen worden, definitiv aufge-geben sei. Preußen habe daher Ostreich erklärt, daß es die Unionsverfassung als auf-gehoben betrachte, und nehme dazu die Zustimmung seiner Verbündeten in Anspruch.Doch sei es bereit, auch unter veränderten Verhältnissen mit den bisherigen Unions-rcgierungen zu einer fester» Verbrüderung verbunden zu bleiben. Vielleicht werdeschon die nächste Zukunft die Nothwendigkeit einer solchen Verbindung darthun.Preußen habe wegen der Rüstungen Ostreichs und dessen Verbündeten seine Armeekriegsbereit gemacht: das sei nicht nur im Interesse Preußens, sondern auch in demder Unirten geschehen. Doch hoffe man, daß im nöthigen Falle auch die verbündetenStaaten ihre Conlingente mit den preußischen vereinigen würden. Die Vertreter derUnionsregierungcn waren begreiflicherweise betroffen über eine solche Eröffnung. Preußenloste die Union auf, ohne sie vorher zu hören, und kündigte ihnen ein neues Bündniß

an, das unter den vorliegenden Umständen und nach den gemachten Erfahrungennicht eben besonders verführerisch erscheinen konnte. Sie erklärten, erstaunt darüber,daß Preußen zur einseitigen Lossagung vom Bunde, die es so oft für unzulässig cr-klärt, jetzt selbst daS Beispiel gegeben, ihren Regierungen berichten zu wollen, undverlangten die Vorlage der mit Östreich gepflogenen Unterhandlungen. Baden undMecklenburg-«Schwerin erklärten eine Woche später, sie betrachteten nach diesen Er-vffnungen das Bündniß vom 26. Mai als erloschen. Der Rückzug der 18000 Mannpreußischer Occupationstruppcn aus Baden hatte um dieselbe Zeit schon begonnen,^ie Union löste sich dann im Laufe der nächsten Wochen durch den Rücktritt der^Nzelnen Glieder stückweise auf. Am 18. Dec. hielt das Fürstencollegium seine letzteSitzung.

Die Antwort des östreichischen Cabinets auf die letzten Erklärungen Preußens^af an demselben Tage ein, wo die Auflösung der Union angekündigt wurde. Zu-hieben mit der Preisgebung der Union und mit den Ministerialconferenzen einver-llandcn, verlangte die Note die Räumung Kurhcssens und bestritt den AnspruchPreußens, die Etappcnstraßcn beseht zu halten. Wegen Einstellung der Rüstungen,^ard hinzugefügt, müsse Östreich sich erst mit seinen Verbündeten benehmen. Östreichvtteptirte also alle Concessionen Preußens, ohne eine einzige sichere dagegen einzu-üben. Das preußische Ministerium erklärte sich bereit, unter gewissen Bedingungen

die Etappenstraßen zu räumen: nur müsse man Bürgschaft haben für die freie^Nutzung derselben, sowie dafür, daß die in Hessen einrückenden Truppe» ausschließ-^ zur Pacisication des Landes bestimmt seien, und daß keine größere Truppcn-^'acht einrücke.

y. So war die Nachgiebigkeit so weit und weiter gegangen als in dem ersten^erbieten vom 5. Nov., bevor man Heer und Landwehr zu den Waffen gerufenMte. Mit Recht konnte man fragen, wozu die Mobilmachung, wenn allen Fodc->'"gen des Gegners nachgegeben ward? Auf den Gang der Verhandlungen vom^ bis 15. Nov. übte wenigstens diese Kriegsbereitschaft nicht die geringste Wir-

ausj die Preußen günstig gewesen wäre. Wenn die Mobilmachung nicht

Demonstration war, um die Gegner und das eigene Volk in kurzer Täu-zu erhalten, so blieb nur die eine Deutung übrig, daß man Zeit gewinne»^.llte, um in voller Rüstung loszuschlagen. Es scheint unzweifelhaft, daß man in^ te» diesen Verdacht hegte. Diese Ansicht ward gewissermaßen unterstützt durch» Eifer und die Angriffslust, die sich im Volke bei Einberufung der Landwehrbte, und durch die Thronrede, womit der König am 21. Nov. die Kammern er-