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Eilfter Band.
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Deutschland. 513

war damit verknüpft der Zwiespalt der letzten Jahre, die Bcsorgniß Preußens vonÖstreich eine neue Niederlage zu erleiden, das sicgesgcwisse Drängen Östreichs und derlür Preußen empfindliche Ton, den Östreichs Alliirte von Bregcnz anschlugen. Öst-lich selbst hatte seit dem Tode des Fürsten Schwarzenbcrg, der am 3. April 1852nnrb, die herbe Art des Auftretens einer geschmeidigern Form Platz gemacht; aberswisoweniger vermochte man in Preuße» das ungestüme Gebähten der östreichischenEinten zu verwinden.

Zu Anfang April 1852 kamen die Vertreter von Baiern, Sachsen, Würtem-^rg, Baden, den beiden Hessen und Nassau zu Darmstadr zusammen und beschlos-gemeinsam in Berlin dahin zu wirken, daß eine Verständigung zwischen Östreich,Zollverein und dem Steucrvercin erfolge. Einen dahin zielenden Wunsch sprach§>Ul auch der Bevollmächtigte Vaierns gleich bei der Eröffnung der Zollconferenze»12. April zu Berlin auS, und im Laufe der Verhandlungen stellten die Abgeo-rdneten der darmstädtcr Coalition den Antrag, daß während der Conferenzcn über^'Neuerung und Erweiterung des Zollvereins auch die Verhandlungen über die in^>en berathenen Entwürfe der östreichischen ZoUeinigung mit Vertretern Östreichs^»ffnet werden sollten. Dies Zehnte Preußen (am 7. Juni) mit der Erklärung ab,aß vorerst die Verhandlungen über Erneuerung und Erweiterung des Zollvereins zumgekommen sein müßten. Andererseits erwiderten (außer Baden) die darm-^."'büiidetcn (Ist- Juli), sie seien der festen Überzeugung, daß weder ein Ab-Muß möglich sei noch bindende Beschlusse gefaßt werden konnten, ehe klar vorliege,^ welchem Umfange ein Zoll- und „Handelsvertrag mit Östreich zustande kommen^»»e und wie die Zolleinigung mit Östreich zu sichern wäre. Am 20. Juli wur-sodann die Conferenzcn in der Erwartung vertagt, daß die Pause benutzt würde,?c» Ungewißheiten ei» Ziel zu sehen und sowol über die Frage der Wiedcrherstel-^'3 des Zollvereins als über den Vertrag mit Östreich eine klare VerständigungZubereiten.

. In der That schien diese Verständigung weit genug entfernt. Von mehren Sei-war rührig gearbeitet worden für die Auflösung des Zollvereins: im Norden wiebilden rechneten übereifrige Stimmen die Verluste heraus, die der Zollverein ze-ucht, und schienen dessen Auflösung als ein erwünschtes Ziel zu betrachten. Dazuz^ke sich in den Kampf die Animosität der letzten Jahre. Reminiscenzen von Er-^ und Bregenz halfen mit, die nüchterne Einsicht in die ökonomische Seite der^3e zu verwirren. Nach der Vertagung des berliner Zollcongrcsses versammeltendie darmstädtcr Verbündeten im Anfange August zu Stuttgart, und vereinigteni» einer Gesammterklärung, die sie nach Wiederaufnahme der berliner Conferen-^ (21. Aug.) der preußischen Regierung vorlegten. Das Programm stellte den^^sstand und die Erweiterung des Zollvereins an die Wpitze, wollte auch, jedoch^ einigen Modifikationen, den Septembervertrag annehmen, wenn gleichzeitig mittz, ^ansicatio» dieser,Verträge der Abschluß eines inzwischen formulirten Zoll- undij^stsvertrags mit Östreich, auf Grund der wiener Entwürfe, erfolge. Die Ant-Preußens hielt als Grundsatz fest, daß der Zollverein vor dem Beginne der»,,-Jhandlungcn mit Östreich auf wenigstens zwölf Jahre wieder erneuert werdenwenn dies geschehen sei, so habe Preußen kein Bedenken, zwar nicht eineIls^"igung, aber einen Zoll- und Handelsvertrag mit Östreich zu schließen. InSinne sprachen sich die thüringischen Staaten und die Mitglieder des Steuer-ai,§. Es folgte eine neue Vertagung, nach deren Verlauf die darmstädtcrcht "k°n am 15. Sept. noch vhne Instruktion zu sein erklärte. Preußen erwiderte^ könne fortan nur mit den Staaten verhandeln, welche sich mit seinen E»vom August einverstanden gezeigt hätten. Die- Vertreter der übrigenhielten gleich darauf eine neue Besprechung zu München, ohne daß eine1i>ssu,"^3ung mit Preußen erfolgte. Sie beharrten auf der Foderung: vor dem

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eines Vertrags über die Fortdauer des Zollvereins seien „erst den begon>' Gegenwart. XI. 33