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Eilfter Band.
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Die Literatur Frankreichs.

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hmcinriß. Die alte Journalistik, sowie ste sich besonders unter der Restaurationausgebildet hatte, zog ihre Kraft aus politischen Ideen: sie fußte auf ein Systemund befolgte eine Richtung, von der sie nicht abging. Die neue Journalistik, in derGestalt, die sie nach der Julirevolution annahm, wandte sich an die Neugierde desPublicums und machte die Politik von der vortheilhaftesten Bewirthschaftung ab-hängig. Damit trat ein System an die Stelle eines andern. Die Presse der Re-stauration trachtete nach Durchsetzung ihrer Principien und erstarkte nach und nachso gewaltig, daß sie aus den heftigsten Conflicten mit der Siaau gemalt als Siegerinhervorgingdie Presse der Julimonarchie bekümmerte sich um den Absah und dieAustheiluug von Dividenden an die Actionäre, verlor aber, trotz der zunehmendenZahl von Abdrücken und Abonnenten, allmälig ihren alten Einfluß auf die öffent-liche Meinung, und verfiel so wieder in ihren ursprünglichen Zustand, wo sie schwachwie ein Kind den Launen der willkürlichsten Gewalt gehorchen mußte. Nach demSturze des Kaiserreichs hatte die Presse in Frankreich bei freierer Bewegung undstärkerer Schwingung des politischen Lebens beständig an Wichtigkeit gewonnen undwar bald eine Macht im Staate geworden. Ihre höchste Glanzperiode erlebte siea>n Schluß der Restauration, als die Elemente der alten Monarchie den letzten An-lauf nahmen, um Leben und absolute Gewalt wieder an sich zu reißen. Alle Kräfteu»d Talente der Nation hatten sich in die Politik und Journalistik hineingcwor-m>. Auf beiden Seiten stritten Männer von fester Überzeugung, die bei einigenzum Fanatismus ging, für die Vertheidigung ihrer Ansichten. Der Kampf warfestlich; jede Partei wußte, daß sie mit keinem verächtlichen Gegner zu thun hatte.Schriftsteller, Deputirte, Minister traten abwechselnd auf den Kampfplatz, und ge-jauchten ihre Feder, wenn sie ihr Nednertalent nicht geltend machen konnten. Aufs"wn hitzigen Ausfall folgte ein schneller Nachstoß; keine Waffe wurde verschmäht.

den stärksten Heerscharen, den großen Zeitungen, die in ihrem festen Lager stan-bu, gesellten sich kecke Schwärmer und Plänkler, die sogenannten kleinen Jour-nale, die den Krieg auf eigene Art führten, aber ihren Salpeter nicht unnütz ver-rauch rcn. Die Journalisten waren von Leidenschaft beseelt und wollten vor allem»-" u bwungen und Grundsätzen Geltung und Anerkennung verschaffen. An ma-eneuen Vortheilen lag ihnen wenig; sie hielten sich für die Streiter ihrer Ideen,und, um sie im schönsten Lichte oder in der nachdrücklichsten Haltung zu zeigen,ließen sie sich die Aussicht von Geldstrafe und Gefängnißhast unbedenklich gefallen:

war eine Art Lehramt, das sie aus freien Stücken ergriffen hatten, und wofürN Alles Hingaben. Die politische Leidenschaftlichkeit hatte damals etwas von dem«euercifer, der die Glaubensmärtyrer entflammte. Auch stand der Einfluß des Jour-als auf den Leser in Verhältniß zu den Opfern der Redacteure für ihre Privilegien,."l> das Zeitungswcsen war, nicht etwa als Unterhaltung müßiger Menschen, son-jn als Meinungssache leidenschaftlich angeregter Leute, ein Hauptbedürfniß der Ge-beten aus den höher» und mittlern Ständen. Jeder echte Pariser hatte seine Leib-ung, seiner politischen Ansicht Abspiegelung, und wählte nach der Partei, derertu§ Eigensinn oder aus Überzeugung beigetreten, unter der großen Zahl von Zei-^hgsmänner» sich seinen eigenen Staatspropheten, bei dessen Bart allein er schwor., '^machte das Zeitungswcsen zu einem wichtigen Geschäftszweig, und zugleichstllm >afst" der Politik, womit die Parteien sich bekämpften, womit die Regierung2 st ihren Stand behauptete, und womit der Bürgerkrieg angefangen, wurde. Die,jungen waren es, welche durch ihren Widerstand die Julirevolution eröffneten,und nothdürstiz abschlössen. Sie selbst gewannen eben nichts dabei als diedvn"! Erfahrung des Sie vos nou vodis. Die Männer, die für die Revolutionl830 am thätigsten wirkten, hatten von ihrer Lage und ihren eigenen Beweg-vielleicht keine klare Vorstellung, und gewiß irrige Begriffe von dem Geistzu Antrieben, die den höhern und niedern Bürgerstand unter der RestaurationEu liberalen Principien und Theorien hindrängten. Uneigennützige, hochherzige