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Eilfter Band.
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Die Literatur Frankreichs.

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daß etwas Anderes wirkt und waltet als der hohe Beruf des Geschichtschreibers, derüber Illusionen wie über Erbitterungen hinaus ist und auf einer Höhe steht, woder wandelbare Wind der Tagesstimmungen und Parteiinteressen nicht hinweht.3wci andere bereits angekündigte Bände: „Histoirs äu pootsstorst äs kiekarä^romvell st rstablissemsnt äss 8tuarts", sollen als Abschluß hinzukommen undden Verlauf der englischen Revolution bis zur Thronbesteigung Wilhelm's III., im3ahre 1688 , entwickeln. Alsdann kann Guizot sein Lxsgi monumsntuw! aufdieses Hauptgeschichtswerk schreiben, und der Leser daran bewundern, wie in einemklaren und gewaltigen Geiste die verworrensten Schicksale des Menschen- und Völ-kerlebens sich so einfach, so bestimmt, so bedeutsam fügen und zurechtlegen.

Villemain, der Geistesverwandte und Gehülfe Guizot's in so vielen Stücken,'st wie dieser ganz einfach wieder Schriftsteller geworden, und hat zwei Bände „8ou-^snios vontemporains ä'bistoiis st äs littsraturs" herausgegeben, vorsichtige Er-innerungen und vertrauliche Mittheilungen aus einer geistvollen Feder und einemwirksamen Leben. Das, wodurch dieses Buch so außerordentlich gefallen hat, istnicht blos die Anmuth des Stils und die Feinheit der Auffassung, sondern haupt-sächlich die pikante Wahrheit und Naturtreue der Porträts. Die Porträts sind sowahr und getroffen als möglich; es sind Menschen, wie sie zu allen Zeiten leben.Man braucht nur umherzuschauen, und man erkennt in der leichten Verkappungunter andern Namen die Personen einer andern Zeit.

Noch ein Akademiker und gefallener Staatsmann, der aus schöne Sprache undNorm ebenso sehr hält als Villemain, hat an die Erinnerungen der Vergangenheitangeknüpft. Gewöhnlich rufen verlassene oder unglückliche Liebhaber die Philosophiein Hülfe und suchen bei ihr Geduld oder Vergessenheit. Cousin thut gerade dasGegentheil: er tröstet sich mit schönen Frauen für die Treulosigkeiten und Abtrün-'Ugkesten der Philosophie und Politik, und um diesmal vor Fopperei und VerrathVer zu sein, holt er sich jene Frauen 200 Jahre weit her. Er ist in keuscher^ttterliebe für die französischen Damen des 17. Jahrhunderts entbrannt und hati^°i davon zu Dame» seines Herzens auserkoren, die er uns mit den glänzendstenvarben geschildert, und wenn man aus dem umfassenden Titel: „Ltullss sur lestewi»68 illustres st la sosists cku äix-ssptisins sissls ", schließen darf, so habeneine ganze weibliche Bildergalerie zu erwarten. Wie es auch kommen mag,vorläufig besitzen wir an Dem, was bisher erschienen ist: „I.s jeunssss äs Uaäams^ I-ongusvills " und „Llaäsme äs Sadis", zwei Meisterstücke schöner Schreibart,'"dringlicher Kritik und liebevoller Geschichtsforschung. Seitdem Cousin die Sor-°n«e und Pairskammer verlassen, ist er Tag und Nacht um die Place-Royale^»»»geschlichen, wo er die Nachklänge des so sing- und lebenslustigen 17. Jahr-^ »dertS sorgsam aushorcht, und uns, als Mann, der die Leute kennt, in die lite->^ischen Cirkel des Hötel de Rambouillet, in die galanten Winkelgescllschaftcn der^°"de, aber auch in die strengen Klosterzellen von Pvrt-Rvyal einführt. Alle die^°ßen und kleinen spielenden Farbenlichter, die durch jene bunte Zeit durchschießen,'hier aufgehascht, und die verstohlenen Evablicke in das Leben abgelauscht, undÜch die Welt in den kleinen Convexspiegcl des Weibcrherzens zusammenbricht,^.treuern Bilde dargestellt. Die anziehendsten weiblichen Charaktere, Frau vonMadame de Mottcville, die große Mademoiselle und so viele andere rei-h»i!k ^"auengestalten aus der französischen Hof- und Sittengeschichte des 17. Jahr-wit s *^»1 Madame de Lafayette bis zu Madame de Maintenon, werden hierzü. stüener Kunst wiedergegeben und in rosigem Lichte gezeigt. Aber bei allen Bor-dyA" und Verdiensten, welche Cousin's neueste Schriften an sich Laben, hat manl,»H ?"ül>e, sich an den Gedanken zu gewöhnen, daß aus dem Übersetzer Plato'sStifter der eklektischen Schule in Frankreich ein Damenplutarch, ein ge-"er und verbesserter Brantöme geworden ist.

^taän "r von Barante hat eine „üistoirv äs la Lonvsntion nationale" und, alsu "i»ng dazu, auch eine „Histoirs äu viesstoirs äs la rspubli-iuö krantzaiss"