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Mexico und Mittelamerika, und die Stellung dieser Länder
zum Weltverkehr.
Einleitung.
ÄUexico und Mittelamerika bilden, wenn auch jetzt durch staatliche Abtheilung ge-trennt, vermöge der Naturverhältnisie wie der frühern politischen Schicksale eine eng-verbundene, zwischen dem Stillen und dem Atlantischen Ocean sich erstreckende Län-dcrmasse, die 1,300000 englische Geviertmeilen umfaßt mit einer Bevölkerung vonkaum 10 Millionen verschiedener Racen: Kaukasier, Amerikaner und Neger sammtMannichfachen Mischlingen. So gering diese Bevölkerung erscheint, so ist doch jeneder Vereinigten Staaten nicht dichter. Auf den 3,360000 Geviertmeilen der angel-sächsischen Republik lebten zu Anfang 1855 blos 26 Millionen Menschen.
Alles ist verschieden in jenen westlich des Atlantischen Oceans sich ausdehnendenLändern von denen im Osten. Amerika ist in der That, in natürlicher und staat-licher, in religiöser, bürgerlicher und geselliger Beziehung eine neue Welt. Auf deröstlichen Halbkugel zieht sich das Land in bei weitem vorherrschender Richtung vonDsten nach Westen; auf der westlichen von Norden nach Süden, längs des Gebirgs-iuges der Cordilleren. Es sind dies parallellaufende, bald längs der Ufer, bald imBinnenlande sich hinziehende Ketten, welche umfangreiche, bedeutend emporsteigendeHochebenen umschließen. Die Cordilleren Mittelamerikas, ehemals nach der General-statthalterschaft oder dem Königreich Guatemala, welches alle Marken der fünf Re-publiken umfaßte, Cordilleren von Guatemala genannt, erheben sich nordwestlich derLandenge von Panama steil und plötzlich an der Einsenkung empor, wodurch sie vonden Cordilleren Südamerikas getrennt werden. Fast ebenso plötzlich und steil fallen siebei einer andern Einsenkung, dem Meerbusen von Tehuanlepec hinab, welcher ihrenZusammenhang mit der Hochebene Anahuac unterbricht. Und so räumen sie selbst>e Hindernisse hinweg, welche sich bei ihrer ununterbrochenen Ausdehnung den Ver-vindungsstraßen zwischen den beiden Oceanen vorlagcrn würden. Die mittelamerika-nischen Cordilleren bestehen aus einer an der Küste des Stillen Oceans Hinstreichen-den Hauptkette und aus niedrigen Verzweigungen, wie die Sierra von Uucatan ge-gen die atlantische Küste. Die Hauptmasse trägt, bei einer mittlern Kammhöhe von7000 Fuß, eine kaum unterbrochene Reihe vulkanischer Bergkegel, welche nicht seltenringsum das ganze Land erschüttern.
Jenseit der Einsenkung von Tehuantepec erscheinen die Cordilleren in einer an-dern Gestalt. Sie bilden Randgcbirge, umschließen das 7000 Fuß emporsteigende'Nexicanische Plateau von Anahuac und senken sich treppenweise hinab zum Gestadeeinen und des andern Meeres. Die Vorstufen zur Hochebene, welche im Gegen-zu den heißen Küstenstrichen (lierra cslieuts) und ihrer kühlen Scheitelflächell'ja) die gemäßigte Zone (lierra templgcla) genannt werden, sind durch ihre^Ucklichen Naturverhältnisie von den kahlen oder dichtumwaldeten, durch tiefe Spal-zerrissenen Hängen der südamerikanischen Anden wesentlich unterschieden. Selbst'e Scheitelfläche von Anahuac bietet, im Vergleich zu den südamerikanischen Hoch»senen, große Verschiedenheiten und Vortheile. Erstere könnte, da allmälige Übergänge'e Niveauunterschiede ausgleichen, im Allgemeinen eben genannt werden, währendvon senkrecht aufklaffenden Querspalten unterbrochen sind. Der Reisende durch-Mestet in diesen, durch ihre glückliche Übergangslage von Westen nach Osten und"vch reichgesegneten Boden begünstigten Ländern Neuspaniens, wie Mexico mitd Ein Grunde genannt wurde, und zwar in kurzen Zwischenra'umen alle Klimata, von>v ^dörückenden Temperatur des Senegal bis zu jener der lieblich duftenden niemalsz^^inden Frühlingstage im Nheinthal. Er begegnet nach und nach den verschic-kn Naturproducten, so der heißen wie der gemäßigten Zone: Kaffee, Zucker, Ca-