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Eilfter Band.
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Mexico und Mittelamerika.

executive und die legislative Gewalt beruhten hiernach in den Händen des Präsidentenund in einem Congresse; die einzelnen Staaten wurden zu Departements herabgesetzt,denen einzelne Generale vorstanden, die in sich alle Macht vereinigten und für dieErhaltung der Ruhe verantwortlich waren. In solcher Weise wollte sich Santanaden Weg zum Absolutismus bahnen. Diese Umgestaltung der mexicanischen Unionhatte großen Widerstand im Staate Texas zur Folge, wo man die Erhaltung derbesondern Verfassung verlangte und das Willkürregiment eines mexicanischen Generalsverabscheute. Der Widerstand in Texas veränderte mit einem male die ganze Stcl-I lung Mexicos nach innen und außen, namentlich zu Nordamerika, und war vongroßen Folgen für die beiden Staaten.

II. Von der Erhebung des Staats Texas bis zum Frieden von Guadelupe-Hidalgo.

Das Land Texas ward von den Spaniern seit der zweiten Hälfte des vorigenJahrhunderts absichtlich vernachlässigt und unbewohnt gelassen. Aus Furcht vor denNachbarlichen Freistaaten hinderten sie selbst die Ansiedelung einer spanisch - mexica-nischen Bevölkerung, um gleichsam in dem wüsten Texas eine Vormauer gegen dieFreiheit und Gesetzlichkeit in der nördlichen Union zu finden. Im Westen des Lan-des bestanden einige spanische Niederlassungen, im Osten an der Grenze der Union«ur ein Militärposten, Nacogdoches. Beinahe zwei Jahrhunderte lag das Land imNaturzustände, und mit den Thieren der Wildniß vegetirte darin die auf kaum 6000Seelen geschätzte Bevölkerung spanischer Abkunft in einer gänzlichen Abgeschiedenheitvon der Welt. Fremden jeder Nation war es bei Strafe der Einkerkerung unter-sagt, sich in Texas aufzuhalten, und selbst blos Durchreisende waren vielen GefahrenAusgesetzt. Während des Kriegs, der mit der Unabhängigkeit Mexicos endigte, wurdeindessen auch Texas ein Glied der mexicanischen Föderativrepublik. Der Congreß ließ^ne andere Politik in Betreff der Colonisation dieses Grenzlandes eintreten, die eine^ieblingssache der neuen Regierung wurde: Gesetze wurden hierüber erlassen, welchean Liberalität wol schwerlich überrroffen werden konnten. Die über Übervölkerungtagenden Staaten Europas mochten es kaum glauben, daß es ein Land gäbe, woorsmarkungen, Grafschaften und Fürstenthümer so gut wie verschenkt wurden. Die-negierung contrahirte mit einzelnen Unternehmern, Empressarios genannt, welche eineStrecke aussuchten und sich anheischig machten, eine bestimmte Anzahl von Familiendarauf anzusiedeln. Für die Einführung solcher Familien erhielt der EmpressarioDotationen in Ländereien. Moses Austin aus Durham in Connecticut und sein SohnF- Austin waren die ersten Empressarios. Letzterer besitzt an 170 Geviertmeilenks besten Landes oder über 540000 Acker, wofür ihm schon vor längerer Zeit 3 PfundSterling für den Acker geboten wurden.

Bis 1830 war beinahe ganz Texas an solche Empressarios vertheilt; dennoch"rüg die Zahl der neuen Bevölkerung in jenem Jahre kaum über 16000 Seelen,^"s einem Flächenraume, welcher, nach europäischem Durchschnitt bewohnt, 15 Millio-EU enthalten konnte. Die Einwanderer waren Nordamerikaner, vermischt mit einerfingen Zahl Europäer aller Nationen. Die Veränderungen des politischen Zustandes"xicos veränderten auch die Stellung der eiugewanderten Bevölkerung. Eine Partei^drängte in Mexico die andere vom Ruder. Guerrero, Bravo, Bustamente und. Mana spielten ihre Rollen und untergruben die föderalistisch-mexicanische Regierungs-immer mehr, um der verderblichsten, einer centralisirten Militärgewalt, RaumE- schaffen. Die kleine Bevölkerung von Texas war es allein, welche von 1829—32di ^ passiven Widerstand gegen diese Veränderungen fortsetzte, und sich bemühte,1 ° Constitulion von 1824 aufrechtzuerhalten. ES war nicht ein glücklicher Versuch

stände Abenteurer, einer schwachen, gefallenen Regierung ein Land zu entreißeno.; Och darein zu theilen, wie die meisten europäischen Zeitungen und Schriften derwar ^Endeten, die den Texanern Undank ohne Maß und Ziel zur Last legten; esv°>s "" Gegentheile der Kampf für Recht, für Eigenthum. Trotz aller BedrückungenZeiten der Centralregierung und der Milikärgewalt erhoben sich die Texancr nicht