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Merico und Mittelamerika.
Indianer auf 4,354686, die Weißen 1,100000, die Mestizen, Zambos, Mulattenund andere Mischlinge 2,165343 und die Neger auf 6600 angegeben wurden. DieseBevölkerung ist über solch einen weiten Flächenraum verbreitet, daß kaum neun Per-sonen auf die Gevicrtmeile kommen. Von den Weißen und Mischlingen können blos7 von 100 lesen und schreiben, von den Indianern 2 von 100, im Ganzen also740298 Personen der Union. Und solch ein jahrhundertelang durch geistliche undstaatliche Knechtschaft herabgewürdigtes Volk soll unter einer auf Bildung und Ein-sicht beruhenden Verfassung leben und sich selbst regieren können? Unmöglich! Frei-heit und Selbstrcgierung schlägt unter solchen Umständen zum größten Unglück um,welches über die Menschen verhängt werden kann."
Der Congreß wählte im Beginne des Jahres 1825 Guadalupe Victoria, einen-unerschrockenen Freiheitskämpfer, zum Präsidenten, und Nicolas Bravo zu dessen Stell-vertreter. Die neueingeri'chtcte Regierung suchte vor allem den zerrütteten Finanzendurch ein Anlehen in England aufzuhelfen, sowie durch Schmälerung der geistlichenMacht im Lande Gesetzlichkeit zu verbreiten und zu erhalten. Die Freisinnigen wieihre zahlreichen Gegner traten in geheimen Gesellschaften zusammen. Beide Parteien,die Freunde und Feinde der Constitution, erhielten nach den rivalisirenden Freimaurer-logen den Beinamen Portier und Schotten. Zu den Erstem gehörten Victoria, derPräsident, dann die Generale Santana, Guerrero, Lorenzo de Zavalas und Busta-mente. Zu den Schotten Bravo, der Vicepräsident, dann die Generale Gomez Pedrazaund Jose Montagno, Leute, die sämmtlich mehr oder weniger hervorragende Rollenspielen in der spätern wirrungsvollcn Geschichte der mexikanischen Union. Die Ruhrward unter der Präsidentschaft Victoria's auf längere Zeit erhalten. Die VereinigtenStaaten von Mexico erfreuten sich bald großen Ansehens und wurden in diesen Ta-gen bereits von mehren fremden Regierungen als selbständiger Staat anerkannt.
Beim Ende der vierjährigen Verwaltung des Präsidenten Victoria erhielt dttCandidat der Schotten, Gomez Pedraza, die Majorität, der sich die Portier nickt fügte"und durch Aufruhr entgegentraten. Man sieht, welche geringe Begriffe von Gesetzlich^selbst die liberalen Anhänger der Föderativvcrfassung hatten. Sie sind so wenig wstihre Gegner im Stande, ihre selbstsüchtigen Gelüste zu zügeln und dem Gesetze st''nen Lauf zu lassen. Santana, zu der Zeit ein eifriger Föderalist, erregt Aufrufdem bald der größte Theil des Landes und die Hauptstadt folgt. Derselbe CongtAwelcher Pedraza gewählt hatte, erhebt jetzt (I. Jan. 1829), mit feigherzigergicbigkcit, Guerrero zum Präsidenten und Bustamente zu seinem Stellvertreter.ser schafft noch in demselben Jahre, zur Feier des Jahrestags der Unabhängig'?(15. Sept.), die Sklaverei ab in allen Ländern der Union und verspricht denvcnbcsitzern, sobald die finanziellen Zustände des Landes es gestatten, volle Enff^digung aus der Staatskasse. Diese Entschädigung ist später (5. April 1837)ein Gesetz regulirt worden. In den organischen Erlassen („vases organiaas <ioOepublioa ülejivsna ", 1843) heißt es wörtlich: „Niemand ist Sklave in demder Nation; jeder Sklave, welcher den mexikanischen Boden betritt, erlangt dad"seine Freiheit und steht unter dem Schutze der Gesetze."
Die siegenden Portier geriethen bald in Kampf untereinander. SantanaBustamente erhoben sich gegen ihren Freund Guerrero. Dieser unterlag im K? "ward ergriffen und erschossen (Februar 1831). Bustamente erhielt dieschaft, was jedoch nicht im Plane des vielfachen VerrätherS Santana lag.erregte daher wiederholt allerlei Unruhen, unter welchen Pedraza nochmals eir"§.uatc lang den Präsidentensih behauptete, worauf dann Santana selbst das A^ ^MWünsche erlangte und (16. Mai 1833) zum Präsidenten gewählt wurde-Farias, ein entschiedener Föderalist, ward zum Vicepräsidenten erhoben. yett
Nun ging Santana damit um, die föderative Verfassung von 1824 iNichten. Der Congreß ward plötzlich und in völlig ungesetzlicher Weise (1 ' ,xn,1831) aufgelöst, der Vicepräsident Gomez Farias abgesetzt und nach einig"' ^jeaber blutiaen Känivftn eine neue centralistische ConMution (1836) eingeführt.