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Eilfter Band.
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Merico und Mittelamerika.

treras und Churubusco, bei El Molino dcl Ney und La Casa Mata, vertrieben dieFeinde aus allen ihren Stellungen, umgingen ihre befestigten Linien und standen be-reits am 20. Aug. des Abends unfern der Thore der Hauptstadt Mexico. Ob-gleich den Amerikanern, nach den wiederholten großen Verlusten ihrer Feinde an Tod-ten und Gefangenen, kaum eine geordnete Armee entgegenstand, so wagten sie esdoch nicht, alsbald die feindliche Hauptstadt zu besehen, wo eine Bevölkerung vonnahe an 200000 Seelen in engen Straßen und nach altspanischer Weise in castell-artig gebauten Häusern wohnte. Man erfuhr im amerikanischen Hauptquartier,daß die Mcricaner einen Waffenstillstand wünschten, um ihre Todten zu begrabenund Friedensuntcrhandlungen zu beginnen. Alsbald wurde beides großmüthigerweiscvon General Scott selbst angeboten (23. Aug.). Die Unterhandlungen führten je-doch zu keinen, Ziele, und am 7. Sept. begannen die Feindseligkeiten von neuem.Die Amerikaner trieben den vier mal stärker« Feind — die Mexicaner hatten sich wäh-rend des Waffenstillstandes abermals gesammelt — aus allen seinen Verschanzungcn,tödteten ihm eine große Anzahl Leute und machten eine noch größere zu Gefangenen-Freilich erlitten auch sie bedeutende Verluste. Endlich ward ein Theil der Stadt(l3. Sept.) durch Sturm genommen. Santana floh nach dem heiligen Orte Gua-delupe-Hidalgo, drei englische Meilen nördlich von Mexico, und die Amerikaner hiel-ten am folgenden Tage ihren Einzug in die Hauptstadt Neu-Spaniens. Eine Capitu-lation, welche der Magistrat wünschte, ward zurückgewiesen: Mexico habe sich denBedingnisscn zu unterwerfen, welche die Großmuth der Sieger gewähren würde.

In einem Berichte des Generals Scott an seine Regierung von, 18. Sept. 1847finden sich folgende denkwürdige Angaben über die Anzahl der Truppen, mittelswelcher die Macht Mexicos gebrochen und zu den Füßen der Angelsachsen gelegtwurde. Dabei bedenke man, daß es großcntheils Freiwillige waren, welche niemalsvorher einem Feinde gegenüberstanden, während die Masse der Mexikaner aus aus-gedienten Soldaten bestand, geübt in den zahlreichen Schlachten der wiederholtenBürgerkriege. Scott verließ, wie er erzählt, Puebla mit 10738 Mann, Offiziereund Soldaten zusammengerechnet. In den Schlachten zu Contreras und Churubusc"fochten 8497, bei El Molino del Ney und La Casa Mata 3251, dann bei Chapu^'tepec und an den andern Orten 7180 Mann. Nach Abzug der Getödteten, derVerwundeten und Garnisonen verblieben dem Führer beim Einzug in Merico blos6000 Mann. Der ganze Verlust an Getödteten, Verwundeten und Vermißten betruö2703. „Diese geringe Truppcnzahl", so fährt der General fort, „hat die mexicanist^Armee von 30000 Mann alter Soldaten, welche hinter furchtbaren, durch dietur wie durch die Kunst gebildeten Bollwerken lagen, wiederholt geschlagen,mehr als 7000 Offiziere und Soldaten getödtet, 3730 Gefangene abgenommen, ^unter ein Siebentel Offiziere, 13 Generale, wovon drei Präsidenten der Rep"^,waren; sie hat über 20 Fahnen erbeutet, 75 Kanonen schweren Kalibers, 57stücke, 20000 geringere Waffen und andere- unermeßliches Kriegsgeräth. Übcr^haben wir die nach allen Richtungen befestigte Hauptstadt genommen und gege^e-wiederholten Ausstände der Bevölkerung siegreich behauptet." Die untern Classevicos hatten nämlich, als sich die Amerikaner in den Straßen der Stadt erg'"°„fvon allen Richtungen aus den Häusern und hinter schnell errichteten Barrikade''sie gefeuert. Die Stadt ward nun unter Kriegsrccht gestellt (17. Sep^tär-General Quitman, der sich bei vielen Gelegenheiten ausgezeichnet hatte, zumachenund Civilcommandantcn erhoben. An, folgenden Tage war die Ruhe alle"'wiederhergestellt. General Scott verlangte blos von der reichen Mctropolis d^niens die geringe Summe von 150000 Dollars als Lösegeld, wovon 50000 ^ ^,1Kranken und Verwundeten verwendet wurden. Bon den übrigen 100000 ^,s-

60000 zum Ankauf von Decken und Schuhen für die gemeinen Soldaten " gj,

gabt und nur 40000 der Militärkasse zugewiesen. So hochherzig ward auch ^

lcn andern Beziehungen verfahren, was zur Folge hatte, daß unbefangene un