Mexico und Mittelamerika.
655
undgke"st-> ^ittc"
l
ng^
gr«
L>i
d«k
efeh>
rcü'
me^
ra^
pr«'
'S
c-c"'
ka"^
yl''
41
cl's ;
M->"
n--l'
r.i>^8^a»l'stt"-tt-"^
-r,
ae't
?'
. e>'
in-"
v-ie
er-n
iadt
eh"
^keit
chtt
ächt
^el/
iä>
und
find
ichen
eitt"
zu bekämpfen, welche er in so herber rücksichtloser Sprache schilderte. Es galt dieOrdnung wiederherzustellen, den Aufruhr und die Leidenschaften zu besiegen oder zubeschwichtigen, den Staatshaushalt zu ordnen und endlich die nationale Unabhängig-keit zu bewahren und aufrechtzuerhalten. Daß Letztere ist die größte, die Haupt-frage für Mexico. Wird es eine unabhängige Nation bleiben? Wird es Nord-amerika angefügt werden? Mexico schwebt immerdar zwischen einem unmöglichenWiederaufleben und einer Eroberung von Seiten Nordamerikas, mag sie nun unterdiesen, oder jenem Vorwandc, unter diesem oder jenem Namen geschehen.
Solcher Einfügungsplanc in die nördliche Union ward unter andern, selbst Präsi-dent Arista öffentlich beschuldigt. „In keiner andern Weise sei die Ruhe in dem un-glücklichen Lande wiederherzustellen." Bald nach dem Triumpheinzuge Santana'sin die Hauptstadt Mexico (20. April 1853) erhielt Arista den Befehl das Land zuverlassen und sich nach Europa zu begeben. Diese Willkür ward durcb das Vor-geben, daß fein Verbleiben dem Staate Gefahr drohe, gerechtfertigt. „Ich begreifenicht", schreibt Arista an den Kriegsminister, welcher ihm diesen Befehl über-sandte, „wie mein Verbleiben im Vaterlands diesem gefährlich werden könne. Habe>ch doch freiwillig mein Amt niedergelegt, um mich keiner inconstitutionellen Hand-lung schuldig zn machen. Ich wünsche das Glück Mexicos; ich weiß aber nicht,wie dies in einer andern Weise als durch föderative Institutionen oder, wenn manwill, als durch eine Einfügung in den nordamerikanischen Staatenbund erlangt wer-den kann. Dadurch wird Mexico eine unerschöpfliche Duelle des Reichthums unddes Glückes gewinnen, wenn es auch die große Chimäre verliert, welche Santanamexikanische Nationalität nennt." General Arista hat später behauptet, man weißnicht mit welchem Grunde, die Stelle in Betreff der Einfügung Mexicos in denNordamerikanischen Staatenbund sei böswilligerweise seinem Briefe hinzugefügt wvr-ven. Niemals habe er Ähnliches geschrieben.
Santana, welcher seit 50 Jahren in allen Umwälzungen Mexicos eine vor-zügliche Rolle spielte, stand nun abermals an der Spitze des Staats. Zu Veracruzgegen das Jahr 1790 geboren, nahm er 1812 Dienste im spanischen Heere undhielt sich 1821 zu Jturbidc, als dieser den Plan von Jguala verkündete. Zu dieserZeit galt Santana als einer der schönsten Männer Mexicos, mit dunkeln durchdrin-genden Augen, mit einem freien offenen Gesichte und hoher Stirn. Auch kann ihmgroßer persönlicher Muth nicht abgesprochen werden. Allein Santana war niemalssm Mann von bedeutenden Fähigkeiten, von moralischer Überzeugung; in ihm lebt keinvunkc des Geistes, des Patriotismus eines Washington, eines Franklin und der an-°^rn großen Männer, welche den zukunftreichsten Staat der Erde begründet haben,santana ist Mexicaner durch und durch; er vereinigt in sich die Leidenschaften, diesrigungen und bösen Gelüste seines Volks. Müßiggang und Thätigkeit, Sorglosig-und Eifer, Lügenhaftigkeit, Habsucht und Spiellust finden sich in wunderlicher^"schung vereinigt in seiner Person. Als Staatsmann fehlt ihm politische Einsicht;^ solgt blos einem gewissen Instinkte. Wiederholt stand er an der Spitze der Ge-um die große Wohlthat der Ruhe und gesetzlicher Ordnung dem Lande zulenken, und niemals ist es ihm gelungen. Im Jahre 1838, zur Zeit der sranzö-^chen Blockade, verlor er bei der Vertheidigung von Veracruz ein Bein. Im Kriege7 »t den Vereinigten Staaten (1847) focht er, wie wir gesehen haben, bis zum letz-Kampfe gegen die Amerikaner. Durch alle diese Ereignisse bewahrte sich der alte/^Idat, der Held von Tampico, wie er gemeinhin genannt wird, ein günstiges Vor-theil ^ei den Bewohnern Mexicos; die Volkstümlichkeit seines Namens erhob ihn. wieder von Zeit zu Zeit auf den hohen Gipfel, von dem er schon so oft herab-lallen. Als er 1853 noch einmal zur höchsten Gewalt, dem unausgesetzten Zielecla"^ Ehrgeizes gelangte, fühlte er das Schwierige feiner Lage, wie seine ersten Pro-Kationen deutlich zeigen. Man sagt selbst, daß er einige Tage vor seinem Triumph-) iug in Mexico, welche er auf einer seiner Hacicndas zubrachte, mit Bangigkeit auf^ Ausgabe hinblickre. Die Schwierigkeiten waren in der That ungeheuer. Mag