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Mexico und Mittelamerika.
vollständige Brigaden aus Amerikanern und unter amerikanischen Generalen. DieArtillerie steht unter General Whcak aus Neu-Orleans." Die meisten dieser Cultur-ideen, von Aankee-Gewinn- und -Selbstsucht dick überzogen, leben wol mehr in denKopsen der Amerikaner als in denen des Alvarez und seiner armseligen Genossen.Was die Amerikaner erstreben liegt klar am Tage. Sie sagen es überdies in un-zweifelhaften Worten. „Mitbürger", so spricht ein Flibustierhäuptling aus Texaszu seinen Landsleuten, „in den nächsten Tagen überschreite ich den Rio Grande, ummich bei den mexikanischen Nevolutionskämpfen zu betheiligen: wir wollen den welt-bekannten Santana stürzen und eine republikanische Negierungsform einrichten —eine Regierung, zuträglicher den Interessen und der Wohlfahrt unsers Vaterlandes;der stolze amerikanische Adler soll seine Flügel über jenes Land ausbreiten zu seinemSchuhe, zu seiner Sicherheit. Freiheit ist das Ziel unsers Strcbens. Wir werdennicht eher rasten und ruhen, bis sich der ganze nordamerikanische Continent der be-glückenden Institutionen der Vereinigten Staaten erfreut, bis alle Despoten ausAmerika vertrieben und die amerikanische Freiheit hoch ihre Banner erhebt über allesamerikanische Land."
Indessen sind die Aufrührer doch im Dunkeln über sich und ihre amerikani-schen Bundesgenossen. Die blindergebcnen, rohen und hungernden Älpler des Sü-dens müssen die Wirren in den unglücklichen mexikanischen Ländern nur noch mehrsteigern. Wird doch Alvarez selbst, ihr Führer, von seinen amerikanischen Freun-den als ein unwissender Haudegen geschildert, ohne Einsicht in weltliche Dingeund menschliche Verhältnisse. Von der Grausamkeit wider seine Gegner erzählenkalifornische Zeitungen schaudcrvolle Geschichten. Feuer und Schwert, Gift und heim-liche Ermordungen, Alles wird zum Untergang seiner Feinde aufgeboten. Sinddiese Berichte nur zum geringsten Theil gegründet, so war Santana vollkommen be-rechtigt, Alvarez in dem mexikanischen Amtsblatte „eine blutdürstige Hyäne", den„Panther des Südens" zu nennen. Der Tyrann jener Gebirgsgegenden, ward hin-zugefügt, schalte nach Willkür mit dem Leben und Eigenthum der unglücklichen Be-völkerung. Seine Durchlauchtige Hoheit (Santana) werde diesen armen Leuten näch-stens seine helfende Hand reichen, um sie und ihre Rechte zu schützen. Die Expe-dition ward allerdings von Santana unternommen, scheiterte aber vollständig. San-tana kehrte bereits 16. Mai 1855 wieder in die Hauptstadt Mexico zurück. DieTriumphbogen, unter denen er im feierlichen Gepränge seinen Einzug hielt, konntenseinen Feinden nicht schaden und trugen blos dazu bei, ihn dem Gespötte und derVerachtung der Kundigen preiszugeben. Der Aufstand des Alvarez dauerte fortund zog vom Süden her immer weiter herein in die mittlern Länder. Andere rebel-llsche Häuptlinge, unterstützt von texanischen Freibeutern, welche mit ihnen den Riobrande oder Rio Bravo überschritten, beunruhigten die nördlichen Grenzmarkenund Provinzen der Republik. Die Widerstandsmacht Santana's mußte getheilt wer-^n; sie wurde geschwächt und gebrochen. Zu Saltillo, in der Provinz Cohahuila,Usl am 22. und 25. Juli 1855 das erste entscheidende Treffen vor; die Anhängersantana's wurden aus dem Felde geschlagen und zerstäubten nach allen Richtungen,-^outei-ey, die Hauptstadt von Neu-Leon, ward eingenommen und die dortige Gcist-l'chkcit, welche bei Santana Spionsdienste verrichtet hatte, mit einer Geldstrafe von60000 Dollars belegt. Dieser Hereinbruch der Rebellion von so verschiedenen Sei-brachte den Dictator so sehr in Verwirrung, daß er nicht mehr wußte, in wel-Her Richtung er seinen Feinden entgegentreten sollte.
Nach der herkömmlichen Weise aller hispano-amerikanischen Aufstände hatten?.uch die Rebellen von Acapulco gleich nach ihrer Erhebung eine eigene Verkündigungkr ihre Absichten und Bestrebungen erlassen. Dieses in den Monaten August,kptembcr und October 1855 vielbesprochene Schriftstück wird der „Plan vongenannt, nach dem Orte gleichen Namens, wo er (1- März 1854) erging,^ -oczirk Ometepcc des Departement Guerrero. Die Führer, die Häuptlinge und
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