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Merico und Mittelamerika.

lassen. Unter ähnlichen Bedingungen hat (1853) die berliner Colonisationsgcsell-schaft ausgedehnte Ländereien zwischen der Hochebene und dem atlantischen Kirsten-saume erhalten. Sie sollte eine Straße von Cartago nach der Hafenbucht Salte-renk, unweit Matina, erbauen. Von allen diesen Planen und Unternehmungen istbisjetzt noch nichts in Erfüllung gegangen. Eine Hamburger Auswanderungsgcsell-schaft sandte nun (1851) Herrn Reichardt, den Verfasser des angeführten Berichtsüber Nicaragua, nach Mittelamerika mit dem Auftrage, jene Ländereien zu unter-suchen und mit den Regierungen in Betreff der deutschen Colonisation Vereinbarun-gen zu treffen. Das Klima bietet, so lauten die Nachrichten, keine großen, wenig-stens keine unüberwindbaren Hindernisse dar; größere werden durch die socialenund politischen Zustände jener Länder fremden Ansiedelungen in den Weg gelegt.Wenn diese schönen Länder in der einen oder andern Weise mit dem nordamerika-nischen Bunde in Verbindung gebracht sind, was nicht ausbleiben kann, wenn ein-mal Ruhe und Frieden in dauernder Weise herrschen, wenn vernünftige Gesche demBürger Sicherheit des Lebens und des Eigenthums gewähren, dann erst ist demAuswanderer zu rathen, sich in jenen Gegenden eine neue Heimat zu suchen. Die-ser Umwandlungsproceß werde aber, wie der Agent glaubt, zuerst in Nicaraguastattfinden, weshalb dieser Staat viel mehr als Costa-Nica der europäischen Aus-wanderung aller Classen empfohlen werden könne. Diese vor einigen Jahren ge-hegten Hoffnungen sind aber durchaus getäuscht worden. Nach den in der letztenZeit gemachten Erfahrungen scheint es nicht, daß sich die Länder Mittelamerikas,Nicaragua sowenig als Costa-Rica, sobald der staatlichen Ruhe und bürgerlichenSicherheit erfreuen werden. Nordamerika bleibt deshalb immer noch das einzigeLand, wohin die aus mancherlei Ursachen Europamüden mit gutem Grunde ihreBlicke wenden können, und wenn sie rüstig und frisch zu jeder Arbeit greifen, oderdurch Bcsitzthum sich der goldenen Unabhängigkeit erfreuen, ihre Blicke mit vollctZuversicht wenden dürfen. Nur in Nordamcrika unter den Angelsachsen kann der Un-verstand und nicht selten auch die Lasterhaftigkeit der Colonisten durch die festbegründettEinsicht, Gesetzlichkeit und Arbeitsamkeit der Bevölkerung gehoben werden. MonkWagner, der neuerdings Mittelamerika besuchte, stellt im Gegensatze zu ReichtCosta-Rica in allen Beziehungen weit über Nicaragua. „Costa-Rica", sagt dicsteReisende in seiner anziehende» Schilderung jener Länder, „steht in Betreff der niils^Lieblichkeit und der Gesundheit seines Klimas weit über Nicaragua. Alle Stä^Costa-Ricas, mit Ausnahme von Punta-Arcnas, liegen auf einer Hochebene der 6^'dillcras, wo der mittlere Stand des Reaumur'schen Thermometers 16 bis 17 °^trägt, während man in Granada und Leon, Managua und Masaya das ganze I-'-hindurch in einer drückenden Atmosphäre bei schwankenden Hitzegraden von st- 2-27° Neäumur lebt und der Nordländer hier seiner üblen Laune über das Trol^'klima mit seinen begleitenden Schweißtropfen, seinen Fiebern und seiner lähn>e"Schlaffheit nie los wird."

„Costa-Rica hat aber noch,einen andern Vortheil vor Nicaragua, welcherrer wiegt als dessen Fruchtbarkeit: günstiger Wasserverkehr und leichte Durchsahfähigkeit von einem Ocean zum andern. Die Bevölkerung ist dort friedliche g!sfreundlicher, arbeitsamer und ehrlicher, der Cultur und dem Fortschritt geneigt ^,c-in Nicaragua. Die Costa-Ricacr leiten ihren Ursprung von einem der beste'spanischen Stämme ab, und dieses edle castilischc Blut hat in der Misch".^egt"den kupferfarbige» Eingeborenen sich als Sieger bewährt. In Nicaragua ^ Zur

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überwiegt das Blut der Indianer und Neger das spanische Element bedeut"äußern Häßlichkeit einer Mlschlingsbcvölkcrung, in welcher die verachteten ^ ^

eine große Rolle spielen, gcsclU sich jener falsche und tückische Charakcer^^^^

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Racebastarden überall eigen zu sein scheint. Die politischen Ereignisse in - er-haben das Ihrige beigetragen die Massen zu verderben. Die unaufhörliche'den Revolutionen und die sie begleitende Anarchie, eine Folge der Städteest ' ^und der Herrscbafrsgclüste der Patricierfamilicn von Leon und Granada, ha

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