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Eilfter Band.
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Mexico und Mittelamerika.

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konische Ausbrüchc von Zeit zu Zeit große Verheerungen angerichtet. Die in un-sern Tagen, 1831, 1839 und 1854, find hinter denen der frühern Zeiten nichtzurückgeblieben. Das Erdbeben im Jahre 1854, welches am 16- April begannund mehre Tage dauerte, hat die Hauptstadt San-Salvador in einen SchutthaufenUmgewandelt. Von den Bewohnern, welche 18000 Seelen zählen, ist jedoch nurein kleiner Theil umgekommen; die meisten konnten sich ins Freie stückten. Siesind später zurückgekehrt und haben sich auf der alten gefährlichen Stelle neue Woh-nungen erbaut. Dasselbe ist auch nach dem Erdbeben von 1839 geschehen. DieRepublik wird aber noch mehre Jahre brauchen, bis sie die Spuren dieses gewaltigenUnglücks verwischen kann.

In Betreff seines Umfangs — an 72000 englische Gevicrtmeilcn — ist derTiaar Honduras der bedeutendste in Mittelamerika. Im Norden und Osten grenztsein Gebiet an den Atlantischen Ocean, welcher hier das Antillischc Meer heißt;>n den übrigen Richtungen stoßt -es an die andern Staaten. Seine politische Ein-cheilung und ganze Organisation gleicht vollkommen der von Nicaragua und Sal-vador, so auch das politische Partcigewühl im Innern und seine Beziehungen nachaußen. Honduras und San-Salvador haben, wie erwähnt, vom Beginne derUnabhängigkeit eine menschlichere Richtung eingeschlagen; auch sind ihre Beziehun-Zen z,,r nordamcrikanischcn Union immer inniger geworden. Hierzu hat General3ose Barrundia (er starb zu Ncuyork im August 1854) als Gesandter von Hondurasur Nordamerika viel beigetragen. Durch Barrundia ist vorzüglich die Loslrennnngbes Staats Honduras von Spanien entstanden und ausgeführt worden. Als Prä-stdem seines Vaterlandes hat er die Gesetze der Vereinigten Staaten, namentlich einenTheil des Livingsion'schen Codex ins Spanische übersetzt und in seinem Vaterlande^"geführt. Seine Präsidcntialbesoldung verwendete er auf die Anlage von Schulensslld andern nützlichen Anstalten. Barrundia stand an der Spitze aller liberalen Be-j Ucbungcn in Mittelamerika.

Guatemala hat den entgegengesetzten Weg eingeschlagen: es steuerte der Monar-chie entgegen, und ist bereits, wie wir gesehen haben, bei der lebenslänglichen Dicta-Ur des Nafacl Carrera angekommen. Diese verschiedene Richtung, wären auchstinc andern Ursachen vorhanden, hätte allein hingereicht, einen unaufhörlichen HaderMischen den Nachbarstaaten zu unterhalten. Nun kam hinzu, daß einige Grcnz-3auen Guatemalas sich seit 1848 der Ccntralregierung und der Willkür Carrera's,, Zersetzten und von Honduras und Salvador Unterstützung erhielten. Der Krieg cnr-taim^ »»-- .u... Unter Vasconcellos, dem Präsidenten von San-Sal-

! t>ad""^ darüber von allen Seiten,v eine Armee von 5000 Mann, die von 12 Generalen befehligt wurde.

, ^ Führer will in jenen Ländern General heißen; die Eitelkeit der TitulaturenKreolen und Mulatten von dem spanischen Muttcrlandc geerbt. Am 2.- Febr.ward bei Chiquimula auf einem, La Arada genannten Platze die Entschei-j "Zsschlgcht geschlagen. Carrera jagte mit 2000 Mann den Präsidenten San-Salvadorshob ^"cht, der nun von den eilig zusammengerufenen Kammern seiner Stelle cnt-H,?" selbst in Anklagestand versetzt wurde. Sein Nachfolger war Franciscohera^E- welcher alsbald mit Guatemala eilten Frieden machte. Kaum war der Friede(gestellt, so griffen die drei Staaten Nicaragua, Honduras und San-Salvador wic-i"m Einigungswerk. Eine cvnsiituirende Versammlung trat zu Tegucipalgas,siü zum Wiederaufbau und zur Einrichtung der Centralvcrfassung. Die Ver-^>Nc> )war am 13. Oct. 1852 zustande, gelangte aber nicht zur Ausfüh-

,/Die ausübende Gewalt", erklärte der Präsident San-Salvadors (18. MärzMes Mögliche aufgeboten, um die Nationalcinigung möglich zu ma-Versuche sind jedoch vergebens gewesen. Niemand intercssirte sich für> !siiben Niemand wollte Mittel hergeben, wovon sie existiren könnte. Wir

stet tzktrennt als selbständiger souveräner Staat." Nicaragua folgte diesem Bei-ünd so auch Honduras. Von nun an wurde kaum ein ernstlicher Versuch

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