Mexico und Mittclamerika.
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tel des zu erhebenden Porto die Beförderung der Briefposten zu übernehmen.Die durchgeführten Güter und Waaren sollen auf dieser Route frei von aller Ab-gabe und Untersuchung von einem Meere zum andern gebracht werden können.
Daß dieser neue Ubcrlaudweg im Vergleich mit dem über TehUantepcc einigewesentliche Vorzüge gewährt, namentlich was die Häfen an den Endpunkten betrifft,und die günstige Beschaffenheit eines großen Theils des zu benutzenden Terrains,scheint außer allem Zweifel zu sein. Freilich muß man bedenken, daß bei genauererUntersuchung und Vermessung dieses fast unbekannten Innern Mittelamerikas sichwol noch manche Schwierigkeiten der Ausführung cntgcgcnstemmen werden. Dasganze Projekt ist übrigens nicht viel mehr als die Wiederaufnahme eines schon vor500 Jahren beabsichtigten ähnlichen Unternehmens. Es wurde nämlich bei Grün-dung der Stadt Sta.-Maria dc Comayagua (1550), der spätern Hauptstadt vonHonduras, vom spanischen Hofe dem Don Alonzo dc Cazcras der Auftrag ertheilt,hier eine Verbindungsstraßc der beiden Meere als Stationspunkr für die spanischenEallconeu anzulegen. Auf den ungünstig lautenden Bericht des zur Untersuchungdes Grund und Bodens damals von Spanien hingesandten Ingenieurs BaukistaAnionelli wurde das ganze Project ausgegeben. Inwieweit diese, namentlich nachder Westküste hin allerdings vorhandenen Terramschwicrigkeiten auch im 19. Jahr-hundert noch hindernd oder erschwerend in Betracht kommen dürfen, wird man erst«ach erfolgter genauer Aufnahme beurtheilen können. Das selbst für Ccntral-amerika ungewöhnlich heiße Klima der ganzen, rings von Bergen eingeschlossenenThalscnkung vo» Eomayagua, jowic die besonders ungesunde Beschaffenheit der vorb-uchen Küstenpläßc von Honduras, scheinen sich außerdem dem Projectc erschwerendentgegenzustellen. Die ncuyorker Compagnie hat bereits von den fruchtbaren Inseln^accatc und Tigrc in der Fonsccabucht, die noch im 17. Jahrhundert eine starke^"diaiierbcuöikerung ernährten, Besitz genommen. Unfern und im Westen derselbensoll die Verbindungsstraßc beginnen. Die im Laufe des Jahres 1851 zur Untersuchung.6 Isthmus von Darren ausgcsandte Expedition, um vielleicht hier eine leichtere Pas-lage zwischen den beiden Oceanen aufzufinden, hat jedoch in jeder Beziehung ein un-glückliches Ende genommen. Man was nicht, was man suchte. Ein Theil der Er-pedrNon ist überdies den Indianern in die Hände gefallen und ermordet worden. Be-denkt man die großen Vortheile, welche Nordamerika von einer Wasserstraße zwi-schen dem Atlantischen und Stillen Ocean, dann von jeder leichtern und schnellern^crbindung längs des wcitgestrcckten amerikanischen Festlandes zwischen den beidenMeeren ziehen wird, so ist dieser Eifer für die Herstellung neuer Verbindungsstraßc»vwic für die Erleichterung der Communicationen aller Art leicht erklärbar. Eng-and jss bisjetzt den großen Stapelplätzcn Asiens viel näher als Amerika und ernteta urch manche Vortheile. Dies würde schon durch den Bau des NicaraguakanalsStoben werden.
Es beträgt nämlich die Entfernung von England:
Um daS Vorgebirge der guienHoffnung':
"ach Kanton.
„ Kalkutta ....
,, Siugaporc .... 11500
dio^re" Neuyork hingegen beträgtc Entfernung:
"ach Kanton.17100 „ „ 12000 „
Kalkutta .... 15000 „ „ 11000 „
, Singapvre. . ... 15800 „ „ 15200 „ „
>s ost,!^""rika würde demnach durch Eröffnung dieser Wasserstraße in Betreff des' Weltverkehrs einen Vorsprung über England an 1500 Meilen, oder von
^oO Tagen gewinnen, ohne den der größer» Schnelligkeit in Anschlag zu drin-
15600 englische Meilen,15500 ,, „
Auf dem Wege minus drsNllaraguakanalS:
15800 englische Meilen.17100 „
16600