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Die mikroskopische Welt.
Ecbirgsartcn möglicherweise binnen Jahrtausenden gestörter, vielleicht aber auch ineinigen Stunden ungestörter Entwickelung entstanden sein können, ja daß die großeGleichförmigkeit der Formen, welche zuweilen in einem mächtigen Lager überwie-gend einer einzigen Art angehören, nach seiner Meinung nickt selten wunderbar fürdie letztere Möglichkeit spreche.
Meerlcuchten.
Zu geologischer Wichtigkeit können natürlich nur diejenigen mikroskopischen Or-ganismen gelangen, deren Schalen, aus unorganiscken Stoffen, gewissermaßen ausStein gebildet, unverweslich und unzerstörbar, sich durch unendliche Zeiträume er-halten; diese Formen sind es, deren
Beschäftigung, die nie ermattet,
Zwar Sandkorn nur an Sandkorn reiht,
aber doch in stiller unsichtbarer Thätigkeit vielleicht die großartigsten Bauten der Weltvollenden konnte. Infusorien mit weichem verwcslichcn Körper sind zwar für die Ge-staltung der Erdrinde ohne Bedeutung, aber sie spielen darum keine minder wich-tige Rolle; auck sie sind die unsichtbaren Urheber der wichtigsten Naturerscheinungen.Eines der prachtvollsten, vorzugsweise durch Infusorien veranlaßten Phänomene istdas Meerleuchten.
Die Fähigkeit zu leuchten ist im Reiche der Thiere sehr verbreitet, und zwar umso häufiger, je niederer organisirt und je kleiner dieselben sind. Aus der Classe derWirbelihierc ist keine selbstlcuchtende Art bekannt, auch bei den auf dem Lande leben-den Wirbellosen ist das Leuchten selten, und nur bei einigen Insekten (den Johan-niswürmchen, den Laternenträgcrn), bei den Skolopcndern und den Negenwürmcr"ist eine Lichtentwickclung bekannt. Versuche mit Johanniswürmchen haben ergeben,daß hier ein langsamer Berbrennungsproecß stattfindet, wie er auch beim Leuchte"des Phosphors, des faulenden Holzes, verwesender Fische, verdorbener Würste u. s. n>'eintritt. Daher verstärkt sich das Leuchten der Johanniswürmchen im SauerstoffeS erlisckt in irrcspirabeln Gasen, und erzeugt als Produkt der Verbrennung groß^Quantitäten Kohlensäure. Auch von den Thieren des süßen Wassers kennenfast gar keine Art, die Licht zu entwickeln vermöchte; desto verbreiteter ist dickFähigkeit bei den niedern Meerthicren. Aus allen Classen derselben hat man Leucb'tkicre beobachtet, von den Mollusken, den Krebsen, den Würmern, den Qua^bis zu den RaKerthiercn und Infusorien; ja man kennt selbst ein Mikroskops,Leuchtpflänzchen, die Osoillarw pkiosplinrsri, die große Meeresflächcn mit makch.Lichte übergießt. Von den Leuchtthiere» entwickelt jede- sein Licht in anderer 3^Einige Gattungen scheiden phosphorescircnden Schleim aus, der den ganzen Leib ^ruhigem Schimmer umgibt; andere haben besondere funkelnde Leuchtorgane, wah"^ihr übriger Körper dunkel ist; bei andern endlich scheint das Leuchten ein AstLebensthätigkeit zu sein, gleich der Elektricität, die im Zitteraal und mit schwäch* §Strome auch im Menschen beim Zusammenziehen der Muskeln frei wird.dieser Art senden bei jeder Bewegung des Körpers Blitze aus, die augenbnu^wieder verlöschen; es ist nicht unwahrscheinlich, daß in der That diese Blitzesehe Phänomene seien. Unter den Leuchtthieren sind die berühmtesten die Fe»e"(Pyrosomen), Familien von Weichthieren, zu den Tunikaten gehörig, ^einen Ccllulosemantel zu kopfgroßcn, kugeligen Körpern vereinigt sind, ""zollen-glühenden, roth oder blau schimmernden Kanonenkugeln den Ocean da§
Die Medusen tragen einen ruhig glänzenden kreisförmigen Saum, sie ^!"».aliener"Meer bis in seine Tiefe hinab und werden deshalb von den Arabern und >>Meerlichtcr (oanciollieri ckol m.ir«-) genannt. Diese Thiere sind an . «netzns»""des Oceans in solch unendlichen Massen vereinigt, daß ältere Reisende diescharen für Sandbänke hielten und in den Seekarten verzeichneten. Karfu"^chcr sind gewisse kleine Leuchtkrebse, deren jeder im Kopf «inen öläuucke Iah'zu tragen scheint und die meilenweit das Meer färben. Wie unermetz
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