Die östreichische Monarchie. 817
Milikärgrenze . . 1,04 °/> abwesend, Mähren und Schlesien 4 ,02 °/> abwesend.
Küstenland . . . 1,6v „ „ Kä'rnten und Krain 4,48 „ „
Galizien . . . . 1,ss „ „ Unteröstreich . . . 4,65 „ „
Oberöstreich . . 3,vs „ „ Böhmen .... 5,4s „ „
Steiermark . . . 3,as „ „
Die geringste Beweglichkeit dürfte wol der rumänische Stamm besitzen, wenig,stens zeigt sich die Zahl der Abwesenden in dem deutschen und slawischen Distriktdes Banats zwei mal so groß als im rumänischen (östlichen) Distrikt.
Das gewöhnliche Übergewicht der weiblichen Bevölkerung über die männlichefindet sich auch in Östreich vor. Im Jahre 1846 zählte man 821771 Frauenmehr als Männer. Auch in den einzelnen Provinzen ist der gleiche Frauenüberschußvorhanden, Dalmatien, die Lombardei, Venedig und das Banat ausgenommen, sodaßalso auch in diesem Falle nördliche und südliche Provinzen sich scheiden und dort dieweibliche, hier die männliche Bevölkerung überwiegend erscheint. Die einzelnen Län-der, soweit genaue Erhebungen vorliegen, reihen sich wie folgt:
Auf 10000 Bewohner kommen in:
Böhmen.
4706 männliche und 5294 weibliche Individuen.
Mähren und Schlesien
4756
„
5264
,,
Körnten und Krain . .
4777
„
5223
Obcröstreich.
4859
5161
Steiermark.
4862
5138
Ealizien und Bukowina .
4898
/,
5102
„
Militärgrenze ....
4898
5102
Tirol.
4925
5075
Niederöflreich ....
4926
k,
5074
,,
,,
Küstenland.
4948
5052
Venedig.
5010
4990
Lombardei.
5014
4986
Wojwvdschaft und Banat
5027
4973
,,
Dalmatien.
5187
4813
Nur über die sogenannten deutschen Provinzen besitzen wir hinsichtlich derTrauungö-, Geburten- und Todtenstatistik genaue, aber selbst in dieser Einschrän-kung überaus interessante und politisch wie sittengeschichtlich bedeutsame Erhebungen.Eine approximative Schätzung gibt die Gesammtsumme der Trauungen in Östreich'w Jahre 1846 aus 306718, jene der Geburten auf 1,403787, der Stcrbefälle aus1,113895 an. Die Summe der Trauungen in den deutschen Provinzen (Nieder-und Oberöstreich, Salzburg, Steiermark, Kärntcn, Krain, Küstenland, Tirol, Böh.wen, Mähren und Schlesien) belauft sich im Jahre 1846 auf 93857; 1847 auf87097; 1848 auf 92015; 1851 auf 100880.
Das Nothjahr 1847 übte auf die Summe der Trauungen einen ungünstigernZufluß als die politischen Wirren der folgenden Zeit. Die Wiederkehr geordneterZustände macht sich auch in der gesteigerten Heirathslust des Jahres 1851 fühlbar.T^uch die gerade in diesem Jahre vollendete Neuorganisation der Verwaltung, wo»">°ch viele Tausende junger Männer plötzlich in Amt und zu Gehalten kamen, war^uf die hohe Trauungsziffer im Jahre 1851 von Einfluß. Die Summe der jährlichenrauungen, auf die einzelnen Monate vertheilt, zeigt, wozu zchon die allgemeine Be-achtung führen mußte, die Zeit in dem Carneval und vor dem Advent als die^'kbigstc. Mehr als 42"/« der geschlossenen Ehen fallen auf die Monate Novemberund Februar (24,6°/,). Die geringste Zahl der Trauungen ging in denSonaten December (0,3°/°) und April (1,s°/>) vor sich. Demgemäß sollten die"sten Geburten in die Monate August und November, die wenigsten in die Mo-Dic Gegenwart. XI. 52