818 Die östreichische Monarchie.
nate September und Januar fallen. Diese Muthmaßung wird jedoch in der Wirk-lichkeit nicht bestätigt. Die konventionelle Sitte kann das Naturgesetz nicht umstoßen,nach welchem alle Neproductionskrast im Frühlinge am kräftigsten sich regt. DieMonate April, Mai und Juni besitzen zwar eine geringe Trauungsziffer (1,«, 6,?,8,s°/>), aber weisen die größte Zahl der Conceptionen auf.
Das Alter der Getrauten betreffend, wurde erhoben, daß im Durchschnitt genaudie Halste der Männer vor dem dreißigste» Jahre heirathet, die Zahl der heirathen-den Frauen bis zu demselben Alter etwa zwei Dritthcile der Gesammtsummc beträgt.Unter 1000 Getrauten des Jahres 1851 standen vom:
unter Zv Jahren r von so— 40 Jahren; von 40 — 00 Jahren: über so Jahre;
männlichen Theile 504 518 161 17
unter 24 Jahren: von 24 — ZU Jahren: von ZU—so Jahren: über 50 Jahre;
weiblichen Theile 355 537 280 19
Nachdem die Frau das dreißigste Jahr überschritten, sind ihre Chancen ausVerehelichung viel geringer als jene der Männer gleichen Alters. Das mittlere Alterder Hcirathcnden ist 20,s für Männer, 26,o für Frauen. Für die einzelnen Pro-vinzen gelten hierbei folgende Durchschnittsjahre:
Küstenland .
Männlicher Theil:
. 26,8 Jahre,
Weiblicher Theil
24,s Jahre.
Mähren . .
. 29,s
26,z
Schlesien . .
. 20,7
. 29,7
,,
26,2
k,
Böhmen . .
,,
26,r
,,
Kram . . .
. 20,9
26,8
Steiermark
50,9
27,7
Tirol .
. 50,9
„
27,2
Kärnten . .
. 51,0
,,
26,b
,,
Niederöstreich
. 51,2
,,
28, i
,/
Oberöstrcich .
. 32,c.
28,2
e/
Salzburg . .
. 54,o
,,
29,z
,,
In Worten ausgedrückt würde» die Verhältnisse dieser Reihe etwa besage»'Im Flachlande, in industriereichen Gegenden, unter den Slawen werden in der Reg^frühere Ehen geschlossen als in Gebirgsländern, Ackerbau- und Viehzuchtdistrictt"und unter den Deutschen. Das Früh- oder Spätheiralhcn hat nicht allein, n-'llwir sehen werden, auf die Moralität, auf die Zahl der unehelichen Kinder Einflußauch die Summe der geschlossenen Ehen ist davon abhängig. Wo die Sitte ^Frühheirathens herrscht, da sind auch die häufigsten Ehen und die wenigstenehelichen Kinder anzutreffen.
Auf 10000 Bewohner entfallen im Jahre 1851 in :
Böhmen. . .
100 Trauungen,
Mähren . . .
96
Schlesien . .
95
Küstenland . .
95
Niederöstreich .
85
Steiermark .
64
Oberöstreich
6^
Tirol. . . .
62
Kram . . .
50
Kärnten . . .
55
Salzburg . .
47
„
Im Durchschnitt also: 85
Jahre 1848 — 50
durchschnittlich
iw
gS
„
,,
icss'
,,
8»
„
//
76
„
6s
5?
,/
,/
74
56
56
,, ^ " —-
"Jni Gchlmmtdurchschnitt also
7^8.