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Die östreichische Monarchie.
hindeutet. In der That herrscht auch in den Alpcnländern die Sitte, den Ehen län-gere und, wie man sieht, nicht unfruchtbare Liebesverhältnisse vorangehen zu las-sen. In den Hauptstädten Wien, Prag, Grätz, Klagenfurt ist wegen der dortbefindlichen Gcbärhäuser die Proccntenzahl der unehelichen Kinder eine viel größere.Sie betragt in Wien (1840— 50) 51°/,, Prag 47, Gräh 65/-, Klagenfurt 56'/,",/».Zu den Todtgeborenen wie zu den im Lause des ersten Lebensjahres Verstorbenentragen die unehelichen Kinder in traurigem Maße bei. Knaben und unehelicheKinder werden häufiger todtgcboren als Mädchen und eheliche Kinder.
Auf 100 Todtgeborene kommen beziehungsweise:
männliche: weibliche: überhaupt:
eheliche . . . 58,27 41,?z 76,7i
uneheliche . . 53,sb 47,t4 23, 2 s
im Durchschnitt 57,u 42,so 40,8v.
Diese Verhältnißzahlen mit jenen der Neugeborenen verglichen, ergeben fol-gende Thatsache:
eheliche: uneheliche:
Neugeborene . . . 85,is 14,8?
Todtgeborene . . . 76,?i 23,ss.
An die Betrachtung des Eintritts in das Leben mag sich jene des Austritts— die östreichische Sterbcstatistik anreihen. Die Zahl der in den erwähnten Kron-ländern Verstorbenen bclicf sich im Jahre 1846 auf 354858 Individuen; 1847auf 494852; 1848 auf 408019; 1851 auf 342790. Mit Rücksicht auf die Jah-reszeiten und die Geschlechter ergibt sich, daß die Mortalität bei den Männern grö-ßer ist als bei den Frauen (im Jahre 1851 starben 173280 Männer und 169510Frauen); daß sie ferner ihr Maximum im März, ihr Minimum im Juli erreicht,vom März bis August abnimmt, vom August an, den October ausgenommen, bisMärz steigt. Überhaupt erreicht die Sterblichkeit in den ersten drei Monaten (inwelche die meisten Geburten fallen) ihren höchsten, in den drei Monaten Juli,August und September ihren niedrigsten Grad. Die größere Mortalität des männ-lichen Geschlechts erklärt, wie bei vorwiegenden männlichen Geburten doch die weib-liche Bevölkerung Östreichs an Zahl die männliche überragt. Schon nach Verlauseines Jahres tritt infolge der größer» Sterblichkeit der Knabe» nahezu das Gleich-gewicht zwischen beiden Geschlechtern ein, und nach Verlauf von fünf Jahren ist düweibliche Bevölkerung über die männliche entschieden überwiegend. Näher bestiniw-wird das Stcrblichkeitsverhältniß unter Kindern auch durch den Umstand, daß ehelicheKinder eine viel größere Hoffnung haben, das zweite Lebensjahr zu erreichen, als un-eheliche. Von je 100 im Jahre 1851 Geborenen starben vor dem Ablaufe des Jahres'
Niederöstreich
Eheliche:
. 28,2
Uneheliche
84,s
Oberöstreich .
. 26,7
32,5
Salzburg. .
. 26,s
32,s
Steiermark .
. 20,8
36,o
Kärnten . .
. 20,7
26,s
Krain .
16,7
27,r
Nach der Todcsart vertheilen sichgender Weise:
Krankheiten; Gewaltsamer Lad:Niederöstreich 98,7 i,, .
Oberöstreich - 98,8 1,2
Salzburg. . 97,7 2,s
Steiermark . 98,1 1,s
Kärnten . . 97,s 2,r
Krain . . . 98,r 1,s
Eheliche: Uneheliche
Küstenland
. . 21,7
28,s
Tirol . .
. . 23,k
28,i
Böhmen .
. .- 24,5
33,°
Mähren .
. . 21,5
30,2
Schlesien .
. . 22,z
26,s-
die im Jahre
1851 Verstorbenen in
Krankheiten:
Gewaltsamer T°>>
Küstenland
. 98,7
1,»
Tirol . .
. 97,4
2,1
Böhmen .
. 99,o
1,0
Mähren .
. 99,o
1,0
Schlesien.
. 98,5
1,4.