Tirol . . . .Küstenland .SiebenbürgenGalizien . .Steicrmark .
Die östreichische Monarchie.
865
588, also auf 1000 Menschen: 0,os und auf 1 cUMeile l.r
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1,3.
Während in der Lombardei, in Venedig und Mähren je auf 270, 515, 792Menschen eine Handlung kommt, betreibt in Siebenbürgen (und für Ungarn dürfenwir kein anderes Verhältniß annehmen), in Galizien und in Steiermark erst der1721., 1806. und 1854. Mensch ein Kaufgeschäft. Die einen Provinzen nachdem gleichen Maßstabe wie die andern zu messen, ist jedenfalls aus ökonomischenGründen unzulässig. Bei dieser Gelegenheit können wir eine Anomalie nicht uner-wähnt lassen, die vorzugsweise das slawische Handelslcben charakterisier, das Mono-pol nämlich, welches die jüdische Bevölkerung ausübt.' Prag zählt 12000 Judenm seinen Mauern, von welchen sich nicht weniger als 716 mit kaufmännischenGeschäften abgeben: es ist demnach je der 16. Jude ein Handelsmann, da-gegen treibt erst je der 82. Jude ein Handwerk. Mindestens die gleichen Zu-stände finden wir in Galizien. In den südslawischen Ländern haben Griechen undArmenier eine ähnliche Stellung erobert und de» wichtigsten Theil des Verkehrs ansich gezogen. Wie folgenreich das oben angeführte Gesetz über die Beschränkungdes Hausir- und Markthandels werden mußte, ergibt die große Zahl der in Östreichthätigen Hausirer und Marktkrämer, welche, von Ungarn abgesehen, beinahe auf30000 sich beläust und unter die einzelnen Provinzen in folgender Weise ver-theilt wird:
8ür
Hausircr undMarktkrämer:
Dalmatien . 5
Lombardei. 836
Venedig. 679
Siebenbürgen. 293
Militärgrenze. 278
Galizien. 1690
Mähren und Schlesien . 3099
Oberöstreich. 1429
Steiermark. 1292
Küstenland. 769
Böhmen. 10001
Niederöstreich (ohne Wien) 2378
Kärnten und Krain . . . 2826
Tirol. 2864
Verhältniß der siiirün Handlun-gen zu den ambulanten:
----- 100: 1,i
----- 100: 8,«
--- 100: 15,«
---- 100: 21,7--- 100: 29,b--- 100 : 59,8--- 100 : 109,0----- 100.226,4100:238,8----- 100:255,4--- 100:260,°
--- 100:299,8100:362,9----- 100:487,0.
alle Provinzen zusammengenommen gilt daS Verhältniß von 100 :91,s.
Der sichtliche Zusammenhang der Zahl der Hausirer in der einzelnen Provinz^'t ihren Bevölkerungsverhältnisscn, namentlich mit der größer» oder geringern Dich-'Skeit der Wohnorte steht fest. Daß Galizien, Siebenbürgen nicht die größte SummeWandernder Handelsleute ausweisen, wie man wol hätte erwarten können, wird durchAusdehnung, welche die einzelnen Hausirer hier ihrem Geschäfte gegeben haben,end, .und darf zu der Meinung, als wäre daselbst der Hausirhandel wenig bedcu-nicht verführen. Die verbesserten Communicationen, der leichtere Verkehr des> atten Landes mit den Städten muß denselben >m Laufe der Zeit nothwendig ein-^anken; eS verliert aber dadurch nicht allein der Hausirer, sondern auch der sta-^ Landkaufmann seine ehemalige Wichtigkeit. Der Handel centralisirt sich, undwird mit jedem Jahre mächtiger, die eigentliche HandclShauptstadt des Reichs.>e Gegenwart. XI. 55