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Zwöflter Band.
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Afrika.

rutsch, weiter nordwestlich der Sudah oder das Schwarze Gebirge genannt. Es isteine dreifache, an 25 Meilen breite Reihe von Bergen, aus gelbem, durch Eisenschwarz gefärbtem, in der Sonne stark ins Bläuliche schillerndem Sandstein rgitniedrigen, stumpfen Kuppen und oval geschnittenen Querthälern. Besteht die Masseauch nicht, wie früher angenommen ward, aus Basalt, so gibt doch dieses breite,nächtlich gefärbte, nackte Felsengewirre einen würdigen Eingang ab zur Wüstenein-samkeit. Die Hamada nebst Randgebirge bildet dann, wie bemerkt, den nördlichenDamm der Westsahara. Das Randgebirge führt ani südwestlichen Ende des von ihmbeschriebenen großen Bogens den Berbernamen Adarerin Uassel (das Eisengebirge).

Von Audschelah wenden sich die die Libysche Wüste im Norden begrenzendenGebirgsketten gerade östlich zum Nilwalle, erst die Gerdobakette, ein Kalksteinflötz-gebirge, das sich jählings aus der Ebene erhebt und aus völlig nacktem Fels bestehtund überaus viele Fossilien enthält, von Audschelah bis Siwah, zehn Tagereisenweit; dann von Siwah aus bis zum Natronthale am Nilwalle die scharfgezackte,aber tafelförmige Megarrakette. Die geognostische Beschaffenheit der Libyschen Wüsteund der südlich angrenzenden Sahara ist nicht näher bekannt.

Der Aufstieg des Landes von der Küste aus bis zum Süden der Sahara istaus folgenden Beispielen ersichtlich: 1) Küstensaum: Tripolis, Höhe 50 Fuß; Samis,180 Fuß. 2) Zwischenstufe: a) Gebirgssaum: Berg Tikut im Ghariangebirge2800 Fuß, Toescheh 2212 Fuß; b) Ebene, bei Misda 1018 Fuß, bei Beniolid1100, bei Sukna 1036 Fuß. 3) Sahara: Sudahgebirge, Gipfel bei Godfah imSüden von Sukna 2160 Fuß. Ferner Hamada im Süden von Sukna 1380 Fuß, zwi-schen Sebha und Rhodoa 1590 Fuß, bei Murzuk 1495 Fuß, Uadi-el-Hessi 696 Fuß,Sandstrecke zwischen El Hessi und Schiati 921 Fuß, Hamada zwischen Ghat undAhier 4000 Fuß, Berg Dogem in Ahier 6000 Fuß.

Vertiefungen des Bodens, wo sich der Sand und das davon beschützte Wassersammeln, wo sich daher Brunnen, Gras und Baumwuchs befinden, bilden die Uadi,schattige Ruheplätze für die Kafila, und, wenn größer und daher bewohnt, an denAbhängen Feigen, Gerste und Weizen, an der Sohle Dattelpalmen und Olivenerzeugend. Es sind diese Uadi oder Oasen die Inseln im Wüstenmeere, die aber,umgekehrt zu den Inseln der Wassermühle, aus Vertiefungen bestehen. Dieselbenhaben meist längliche Gestalt, und es liegen deren mehre, parallel zueinander,beisammen. Die Hamada enthalten deren nur selten und unbedeutendere, wol aberbefinden sich viele beträchtliche Uadi am Fuße der Abhänge, wo die Hamada in dasniedrigere Sandland abfällt, indem aus dem höhern Grunde häufig Quellen her-absickern.

Eine besonders große Anzahl von Uadi, doppelt wichtig durch ihre centraleLage, enthält Fezzan, von dessen über so weite Wüsten ausgestreckten Landmaffendiese bewohnbaren Stellen freilich einen nur gar unbeträchtlichen Theil bilden. Diemeisten und größten Uadi liegen in der wellenförmigen Sandstrecke an der innern Seitedes großen nach Nordwesten ziehenden Hamadabogens, von welchem, wie von einemWalle von tief blauschwarzer Farbe, sich große, senkrechte Bastionen in die Sand-flächen Hinausstrecken. Die bedeutendsten und fruchtbarsten unter diesen Uadi sind dieUadi Scherzi und Uadi Gharbi, welche eine zusammenhängende große Uadi, auch wolEl Uadi (Die Uadi) genannt, bilden. Sie erstrecken sich in westöstlicher Richtungund haben dabei nordsüdlich eine Breite von vier Meilen. Eine Reihe Palmbäumezieht sich längs des Nordrandes durch das ganze Thal hin, welches zahlreiche Quellenund zahlreiche Dörfer enthält. Alle Uadi besitzen Gärten von Dattelpalmen, welchezugleich andern Obstbäumen Schutz geben, indem sie dieselben mit ihren langen Blät-tern überdecken, und erzeugen außerdem Feigen, Trauben, Aprikosen, Pfirsiche, Granat-äpfel, Cornu, Melonen. Im Frühling wird Gerste und Weizen geerntet, im HerbstGafuli (Mais), Gosub (Hirse), Durra (ltolollus Lorgkum). Die Arbeit der noth-wendigen Bewässerung des Bodens, die zwei mal des Tages, Morgens und Abends,stattfindet, ist jedoch so groß, daß nirgends ein Gartenstück über einen halben Morgen