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Afrika.
des unaussprechlichen Schnalzcs sind, mit welchem die Hottentotten sich selbst benen-nen und dem auch das holländische, am Cap und am Orange übliche Quakuaentspricht. Die Batoana geben ihnen auch den Namen Bakoba, Leibeigene. DieseHottentotten sind jedoch viel kräftigere Gestalten, auch viel dunkelfarbiger als ihresüdlichen Stammgenossen; außerdem zeigen sie sich als fleißige Ackerbauer, Hippopo-tamenfänger, Fischer und Bootsleute. Weiter nördlich am mittlern Tiuge wohnendie Mazanjana, und weiter nördlich, im Quelllande des Tiuge und des Mukurn-Mu-kowandscha, des Quellflusses des westlich in den Atlantischen Ocean fließenden Norse-flusses, wohnen die Bawicka mit dem Hauptkraal Libebe am Tiuge, betriebsameAckerbauer, Eisenarbeiter und Kaufleute. Das Eisen scheint aber nicht in ihremLande, sondern in einem Nachbarlande gewonnen zu werden. Die Vortheile ihrerLage an den Quellen der westlich und südlich führenden Flußstraßen des Norse undTiuge scheinen sie wohl benutzt zu haben, und Libebe scheint der Mittelpunkt einesbeträchtlichen Binnenhandels zu sein. Die westlichen Nachbarn der Bawicka, dieMambari, Owapangari und Owapanjama, kaufen hier Sklaven und Elfenbein, welchesie den Portugiesen wieder verkaufen, und führen dagegen ein: blaue und gestreifteBaumwollzeuge, Boy (ein Wollzeug), Glasperlen und Vieh, welches letztere die Ba-wicka selbst nicht halten.
Bei den spärlichen Nachrichten, die wir über das weite Innere des Sambese-beckens bisjetzt besitzen, müssen uns diese flüchtigen Umrisse hier genügen. Wir ver-danken die Entdeckung dieses so vielversprechenden, vorher ganz unbekannten Landesfast nur einem einzelnen Manne, einem einfachen englischen Missionar, Livingston, zuKolobeng im Lande der Bakuaini im Kurritschan. Es war im Juli 1849, als der-selbe, begleitet von den Herren W. Cotton Oswell, einem englischen Beamten inMadras, und Murray, nach einer mit großen Anstrengungen verbundenen achtwöchenk-lichen Reise durch die zwischenliegende, fast wasserlose Wüste den See Ngami erreichte.Nach dem langen mühsamen Wege waren die Reisenden hoch entzückt über den herr-lichen See, welcher sich, die Ufer mit riesigem Walde bestanden, nach Norden undWesten unabsehbar erstreckte. Aber noch mehr erfreute die Kunde, daß von Nordenher ein beträchtlicher Fluß in den See ströme, und daß es im Nordosten mehre großeund schiffbare Flüsse gebe. Durch die Ungefälligkeit Letscholetebe's, des Häuptlingsder anwohnenden Batoana, wurden sie jedoch an einer nähern Untersuchung des Seesbehindert. Erst im Jahre 1862 gelang es den Herren Green, Wilson, Edwardsund Campbell den See zu umreisen.
Im Jahre 1850 machte Livingston eine zweite Reise nach dem Ngami undverfolgte die Saug« bis zu ihrem Verlaufe in die Salzlachen. Keineswegs abge-schreckt durch dieses noch wenig befriedigende Ergebniß, zog er 1851 zum drittenmale von Kolobeng fort, um vor allem über die großen Flüsse Näheres zu erkunden.Er erreichte den Tschobe in 18° 23' Breite und sodann, 100 (englische) Meilenweiter ziehend, die Stadt Sescheke am Liambei in 17° 30 Breite, womit denn dieHauptpunkte der großen Entdeckung gewonnen waren. Um dieselbe aber weiter zuvervollständigen, ging er zuvörderst nach Capstadt, wo er sich näher vorbereitete undmit wissenschaftlichen Instrumenten versah. Hierauf reiste er im Mai 1852 wiedernach Sescheke, das er in acht Monaten erreichte, und wandte sich dann den Liambeiaufwärts bis 11° 50' Breite, von wo er seinen Weg quer über den Comment bisnach Loanda in Angola machte, das er am 31. Mai 1854 glücklich erreichte. End-lich reiste er am 20. Sept. 1854 wieder von Loanda ostwärts, um den Liambeivon Sescheke aus bis zum Meere zu verfolgen, die bisher nur auf Angaben derEingeborenen und innere Wahrscheinlichkeit gestützte Identität des Liambei und Sam-besi festzustellen und die noch gänzlich unbekannten Länder östlich von Sescheke zuerkunden. Die Ergebnisse dieser letzten Reise, die wichtigsten von allen, da von ih-nen die große Frage der leichten Zugänglichkeit des weiten Binnenlandes des Liam-bei abhängt, liegen zur Zeit (Januar 1856) noch nicht vor.
Die Südostecke des großen Sambesebeckens bildet das Quellland des schon oft