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Zwöflter Band.
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376 Brafilien und Südamerika.

Fahrzeug, die „Mater Witch", hinauf nach Asuncion, um den Fluß aufzunehmen.Dieses Dampfschiff ist später, ungeachtet des Widerspruchs von Paraguay und Bra-silien. noch weiter aufwärts, innerhalb der brasilischen Grenzen, gefahren. Die Pa-raguaner brauchten Gewalt, und es ist deshalb zu diplomatischen Verhandlungenznnschen den Regierungen zu Washington und Asuncion gekommen. Überdies wußteder nordamerikanische Consul Hopkins allerlei wichtige, zukunftreiche Verträge mitder Regierung von Paraguay abzuschließen, welches sicherlich in den neuen Strei-tigkeiten, welche sich über die Schiffahrt auf dem Paranä mit der ArgentinischenConföderation erhoben, aus die Unterstützung der Vereinigten Staaten rechnen kann.Unter allen diesen Änderungen wußte Lopez sein herkömmliches Ansehen zu wahren.Er wurde von dem Congresse, welcher sich am 14. März 1854 zu Asuncion ver-sammelte, nochmals in seiner Stelle bestätigt, nicht wie früher gewöhnlich auf zehn,sondern, wie es heißt, nach seinem eigenen Wunsche, blos auf drei Jahre. Es erreichtnämlich im Jahre 1857 sein Erstgeborener, welcher kurz vorher von einer Bildungs-reise nach Europa zurückgekehrt war, das von der Verfassung für einen PräsidentenParaguays vorgeschriebene Alter. Alsdann, so wird behauptet, wolle sich der Va-ter den Sohn zuni Nachfolger setzen. Der gehorsame Congreß, das gehorsame Volkvon Paraguay wird sich wol der Willensäußerung seines langjährigen Gebieters nichtwidersetzen, welcher es in Ruhe erhielt, mit den auswärtigen Staaten in Verbin-dung brachte und seine innere Entwickelung bedeutend förderte. Im Jahre 1854war die Einfuhr auf 585800 und die Ausfuhr auf 771800 Piaster gestiegen. Diewichtigsten Gegenstände der Ausfuhr sind Taback und das Aereba-de-mate oder dersogenannte Paraguaythee. Die Finanzen des Staats sind in guter Ordnung.

III. Rück- und Vorblicke: Europa und Amerika.

Zwei Männer von großer Weltkenntniß und hervorragender Einsicht, der Fran-zose Philipp de Comines und der Brite John Fortescue, haben bereits in der zwei-ten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine Vergleichung zwischen England und Frank-reich niedergeschrieben, welche jetzt noch so vollkommen wahr ist, gleichwie zu ihrenTagen. „In Frankreich, in dem mit allen Früchten der Erde gesegneten Frank-reich, sind die Leute von den königlichen Truppen gar sehr unterdrückt; die Söldner-heere haben das Land seiner Freiheit und seines Wohlstandes beraubt; die Kö-nige erheben Steuern und machen Verordnungen, welche sie Gesetze nennen, nachBelieben. In England kann der König ohne Zustimmung des Parlaments keineAbgaben erhalten; er vermag keine neuen Gesetze zu erlassen, noch die bestehen-den zu ändern. Wenn Zweifel über die gegenseitigen Befugnisse der Krone undder Volksvertretung obwalten, so werden die englischen Gesetze immer zur Erwei-terung der Freiheit ausgelegt und verstanden." Ihre schrankenlose Macht hat denfranzösischen Königen und andern despotischen Fürsten des Comments später dieMittel an die Hand gegeben, sich, in Verbindung mit der Hierarchie und andernsonderrechtlichen Classen, der freien geistigen Strömung, der reformatorisch-christlichenRichtung mit Erfolg zu widersetzen. Die unbedingte kirchliche Macht galt ihnenals Muster und Stütze zu ihrem staatlichen Despotenthum. Haben die Unterthanensich den nach allen Richtungen aufgestellten geistlichen Schlingen entwunden, sokönnten sie sich später auch den Fallstricken des politischen Gehorsams entziehen. *)Die Furcht war nicht unbegründet. Religiöse Verdammung und staatliche Knecht-schaft, religiöse und politische Freiheit gehen und gingen Hand in Hand. Diejeni-gen Machthaber, weltliche oder geistliche, welche, meist aus persönlichen Gründenoder augenblicklichen Umständen, der Reformation huldigten, sind deshalb der wei-tem Entwickelung ihres Princips feindlich entgegengetreten. Man hat den Geist der

2) OsMi'i psrsussnm Mit, proouloats ssosi-ckoinm revei entis, ns >psi quickem wrmsu-rum odsegniuw. 6rot. ,-tnv. lid. I.