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Zwöflter Band.
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Preußens Statistik.

waltung des Innern wurden zur Dotirung zweier neuer Strafanstalten in Brcslauund Striegau und auf Grund der Vermehrung der Gefangenen in den übrigen Straf-anstalten mit 323000 Thalern, die übrigen für die, Verstärkung der Landgendarmerieverlangt. Bei der Verwaltung der Rechtspflege fand allein eine Vermehrung derpersönlichen Ausgaben mit 345000 Thalern statt, indem die Zahl der Beamten beidem starken Anwachsen der Geschäfte nothwendig vergrößert und ein namhafter Theilder Besoldungen erhöht werden mußte.

Die Steigerung der Staatsausgaben vom Jahre 1855 auf 1856 gewährt zwareinen noch großem Unterschied, nämlich 7,037000 Thaler, und würde, absolut be-trachtet, unfehlbar das bedenklichste Maximum in einer jährlichen Steigerung derAusgaben für den Staat erkennen lassen. Aber die genauere Prüfung der Mehr-ausgaben zeigt gerade das günstigste Verhältniß seit den politischen Bewegungen imJahre 1848, da für die dauernden ordentlichen Staatsverwaltungsausgabcn nur einMehrbedarf von 632000 Thalern in Anspruch genommen wird. Die Vermehrungder Dotationen um 1,237000 Thaler ist auch für dieses Jahr schon oben durch dieAusführung der Gesetze wegen erweiterten Ankaufs und Neubaus von Eisenbahnenerläutert. Die Mehrausgaben zum verstärkten Betrieb belaufen sich für 1856 bei der

Bergwerksverwaltung auf. 2,118000 Thaler,

Eisenbahnverwaltung auf. 746000 „

Post- und Telegraphenverwaltung auf .... . 714000 „

bei Salzmonopol, Lotterie und andern Verwaltungen 148000 „

zusammen auf 3,726000 Thaler.

Doch ist dafür gleichzeitig in diesem Jahre, nach den Einnahmen des vorhergehenden

Jahres, eine Mehreinnahme von

3,187000 Thaler bei der Bergwerksverwaltung,

1,288000

//

bei der Eisenbahnverwaltung,

1,110000

,,

bei der Post- und Telegraphenverwaltung,

254000

,,

bei der Verwaltung des Salzmonopols,

118000

bei der Forstverwaltung,

35000

//

bei der Verwaltung der Lotterie,

34000

//

bei dem Gewinnantheil an der Bank,bei verschiedenen andern Verwaltungen,

132000

,/

zusammen mit 6,158000 Thaler

veranschlagt. Diese Mehreinnahme aus den genannten Verwaltungszwcigen kannentschieden keinen Druck auf die Bevölkerung ausüben. Sie beweist vielmehr fastüberall eine lebendigere Zunahme des innern Verkehrs und eine größere Befähigungzur verstärkten Consumtion. Überdies erscheint, wenn die Zuschläge von 25"/, aufdie Einkommen- und Classensteucr wie auf die Mahl- und Schlachtsteuer, die biszum 1. Jan. 1857 von der Finanzverwaltung noch in Anspruch genommen werden,eine vollständige Deckung der ordentlichen und außerordentlichen Staatsausgaben, ohneirgendeinen Restvorrath aus einer frühern Staatsanleihe dafür noch zu verwenden.Dabei bleibt überdies zu berücksichtigen, daß unter den außerordentlichen Ausgabenfür die Erweiterung der Marine 517667 Thaler zur Erfüllung des Vertrags überden Erwerb des Jahdebusens und 230333 Thaler zu Schiffsbauten verbraucht wer-den, diese Erweiterung aber einem lebhaft und allseitig gefühlten Nationalbedürfnisseentspricht; daß ferner unter den außerordentlichen Ausgaben für das Ministeriumdes Handels, der Bauten und Gewerbe außer der jährlich hierfür gefederteneinen Million Thaler für Land- und Wasserneubauten noch 340000 Thaler als Zu-schüsse für den Baufonds zu neuen Chausseen und zu Prämien für Actienchausse'cn(mit 4—8000 Thaler pro Meile) angewiesen werden. Die übrigen Erhöhungender Staatsverwaltungsausgaben werden sich am besten übersehen lassen, wenn dieHaupttitel aus dem Budget von 1855 für die einzelnen Verwaltungszweige ange-