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Zwöflter Band.
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Die Zndustrieausstellmlgen.

2,556000 Cenlner und an Streckten, Blech und Stahl 1,696000 Centner imGesammtwerthe von 25 Millionen Gulden. Stellt man die Lander nach dem Um-fange ihrer Eisenproduction und Verarbeitung stufenweise zusammen, fo ergibt sichfolgendes Verhältniß: Steiermark obenan, dann Bohmen, Kärnten, Ungarn, Mäh-ren, Schlesien, Ober- und Niederöstreich, die Lombardei, Kram, Tirol, Siebenbür-gen , Galizien und die Militärgrenze. In der Fabrikation der Sensen, Sicheln undStrohmeffer stand damals und steht noch Ostreich allen übrigen Ländern voran. Diesen'Vorzug verdankt es der Güte, Billigkeit und Quantität seines Rohstahls, aber auchdem Fleiße und der Geschicklichkeit der Industriellen. Die Fabrikation der Pfannen,Löffel, Ahlen und Bohrer, Feilen und Raspeln u. s. w. war gleichfalls von Wichtig-keit. Von den übrigen Metallen trat das Quecksilber hervor, das in Wien etwa zu5000 Ccnknern jährlich erzeugt ward; die Ausfuhr dieses Metalls betrug 18441128 Centner. Die Thonwaarenfabrikation lieferte, was das ausgestellte Porzellanbetraf, den Beweis, daß die Mehrzahl der östreichischen Porzellanfabrikm mit jenen desAuslandes einen Vortheilhaften Vergleich aushalten konnte. Von noch größerer Wichtig-keit waren aber die Erzeugnisse der Glasindustrie, deren Standpunkt am besten durchdas Journal des Östreichischen Lloyd in einem im Januar 1845 erschienenen Artikel be-zeichnet ward: „Neben der Eisen-, Leinen-und Schafwollerzeugung hat kein andererGewerbzweig in Östreich so gerechten Anspruch auf den Namen einer echtnationalen,tief in dem Reichthums der Rohstoffe und des Brennmaterials wurzelnden, auf langgeübte Praxis gegründeten und mit allen Zonen der Erde verknüpften Industrie,als die des Glases in der mannichfaltigsten Gestaltung. Mögen unsere Nachbarn inNord und Ost sich befleißigen, ihren Bedarf immer mehr und mehr durch eigeneErzeugung zu decken und fo den Beweis führen, daß die Zeiten ausschließlicherMonopole vorüber seien, mögen sie fortfahren, ihre nachkheiligen gevgnostischen Ver-hältnisse und den Mangel an geschickten" Arbeitern durch hohe Schutzzölle auszu-gleichen, die fortschreitende Cultur, welche selbst die entferntesten Völker der Erdein den Kreis der Industrie und des Handels zieht, bietet ein weites Feld zum Er-satz für das Verlorene." Und doch ist jetzt von einem Beherrschen des Marktes nichtmehr die Rede und die östreichische Glasindustrie muß sich glücklich schätzen, wennsie die Concurrenz Schlesiens, Baierns und Belgiens erträgt. Die Papierfabrika.-lion zeigte Rückschritte, was in der Vertheuerung der Rohmaterialien, in zu geringerBeachtung der Jndustrieinteressen von. Seiten des Staats und in den schlechte»Communicationsmitteln seinen Grund haben mochte. Die Uhrenfabrikation war, wasdie Pendeluhren anbelangt, würdig vertreten. Die Hauptstätten der Erzeugung warenund sind noch Wien, Prag, Gratz und Mailand, und diese Pendeluhren finde» so-gar in Frankreich, England und Amerika Absatz. Die musikalischen Instrumentezeigten sich in der größten Reichhaltigkeit vertreten. Die wiener Piauoforte (in Wienbefanden sich 1844 120 Fortepianoverfertiger), seit Ansang des laufenden Jahrhun-derts zu den berühmtesten Erzeugnissen der östreichischen Industrie gehörend, zeichnetensich durch einen brillanten Toncharakter aus, und unterscheiden sich hierin wesentlichvon den französischen und englischen Instrumenten, welche allerdings größere Fülle desTons besaßen, aber schwerer zu spielen waren. Die Blechinstrumente rührten meistvon Prag her. Die chirurgischen Instrumente wetteifern, seit der hohen Entwickelungder Chirurgie in Östreich, hinsichtlich der Zweckmäßigkeit selbst mit England undFrankreich.

Der unbefangene Beurtheiler nahm als Totaleindruck der Ausstellung mit sichfort, daß östreichische Produktion und Gewerbsthätigkeit eine außerordentliche Fülleder Lebenskraft besitzen, die nur noch einiger äußern Bedingungen bedarf, um zürvcllsten Geltung zu gelangen. Wohlfeilere Erzeugung mittels Unterstützung derIndustrie durch wohlfeileres Capital, Erweckung und Belebung des Associations-geistes, angemessener und nach dem jedesmaligen Kraftgrade der Production sichermäßigender Schuß bei möglichster Entfernung innern Gewerbszwanges, vor allemaber Eroberung auswärtiger Märkte und energische Concurrenz mit fremden Mitbe-