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Zwöflter Band.
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Das Gold.

«icheit das Pfund als Inbegriff von 240 Denaren (Pfennigen), von denen wiederum12 zusammen mit dem Namen Solidus (Schilling) bezeichnet wurden. Es ist diesdie noch gegenwärtig in England bestehende Rechnung von 1 Pfund Sterling -----20 Schilling — 240 Pence.

Seit dieser Münzreform Karl's des Großen biß zur Mitte des 13. Jahrhundertswurden im westlichen Europa keine Goldmünzen mehr ausgeprägt. Wenn ausnahms-weise nach Goldmünzen gerechnet wurde, so verstand man darunter „Byzantiner",die in Konstantinopel, wo die Goldwährung vorherrschend blieb, ausgeprägte Gold-münze. Im Jahre 1252 begann man aber in Florenz wieder Goldmünzen auszu-prägen, welche den damals ausgemünzten Byzantinern sich anschlössen und vielleichtden Werth eines damaligen Pfundes Denare darstellen sollten, Floreni, Gulden,Dukaten genannt. Die reichliche ungarische und böhmische Goldgewinnung jenerZeit und das aus dem byzantinischen Reiche nach Westeuropa in größerer Mengekommende Gold werden eine wesentliche Anregung dazu gegeben haben. Die in Un-garn ausgeprägten Münzen dieser Art behielten stets ihren ursprünglichen Münzfuß(67 Stück auf die mindestens 23^zkarätige Mark Gold), während die anderswo,namentlich von den rheinischen Kurfürsten ausgemünzten Gulden sich allmälig ver-schlechterem. Es geschah diese Münzverschlechterung jedoch lange nicht in dem Maße,wie solches beim damaligen Silbergelde stattfand, und so lag es nahe, den Gold-gulden als das damals am meisten vorkommende größere Geldstück als Münzeinheitanzunehmen, nach dem man den schwankenden Werth, des Silbergeldes bestimmte;mit andern Worten, man ging wieder zur Goldwährung über.

Die Goldwährung erhielt sich jedoch diesmal nicht sehr lange. Infolge dersteigenden Silbergewinnung in den böhmischen und sächsischen Bergwerken würd»bald eine außerordentlich große Menge grober Silbermünzen (8 Stück auf die14!öthige Mark) ausgeprägt und überwog !m gewöhnlichen Umlauf die Menge derGoldgulden. Deshalb und weil es mit der richtigen Ausprägung der letztem mis-kicher wurde, erhielt im Verlauf des 15. Jahrhunderts die Rechnung nach Thalern,also die Silberwährung wieder den Vorrang.

Hinsichtlich der Wcrthrelation der edeln Metalle während des Mittelalters giltdie nämliche Bemerkung, welche vorhin in Bezug auf dieses Verhältniß im Alter-thume gemacht wurde, daß man sich davor in Acht zu nehmen habe, nicht aus ein-zelnen Angaben ohne weiteres allgemeine Schlüsse zu ziehen. Die Handelsbeziehun-gen zwischen den verschiedenen Ländern waren noch zu wenig entwickelt, der Transportgrößerer Summen von Edelmetall von einem Lande zum andern war mit zu vielenSchwierigkeiten, Kosten, Risico und insbesondere Zeitverlust verbunden, als daß eineleichte und rasche Ausgleichung der verschiedenen Werthrelation zwischen Gold undSilber in voneinander entfernten Plätzen oder ganzen Ländern, wie wir sie heutzu-tage sehen, hätte stattfinden können. In Konstantinopel und in England, in Por-tugal und im preußischen Ordenslande konnte gleichzeitig der Preis des Goldes inSilbergeld, oder umgekehrt der des Silbers in Goldmünze bedeutend und längereZeit hindurch voneinander abweichen, ohne daß darauf hin Handelsoperationen un-ternommen wären, um aus solcher Differenz Gewinn zu ziehen, was die Ausglei-chung rascher zuwege gebracht hätte. Man kann daher leicht in Irrthum gerathen,wenn man auf Grund der Ermittelung der Werthrelation der edeln Metalle in ei-nem Lande zu einer bestimmten Zeit das allgemeine Verhältniß derselben für diedamalige Akitperiode überhaupt genau feststellen wollte. Auch muß man nicht ver-gessen, daß, wenn bei Schriftstellern oder in Aktenstücken ausdrückliche Erwähnungenüber die damalige Werthrelation. vorkommen, dies häufig gerade deshalb geschieht,weil eine Abweichung von der Regel stattfand oder stattfinden sollte; denn das all-gemein Bekannte und das Herkömmliche speciell zu verzeichnen, dazu liegt natürlichviel weniger Anlaß vor als Ausnahmsfälle und Neuerungen zu erwähnen, auchwenn letztere nur vorübergehend sind. Den besten Leitfaden, um die Schwankungender Werthrelation der Edelmetalle im Mittelalter zu verfolgen, geben in Ermange-