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Das Gold.
lung sonstiger Nachweise die.Ausmünzungen, weil diese, wenn sie auch keineswegsimmer das richtige Verhältniß trafen und deshalb häufig nur Material zum sofor-tigen heimlichen Wiedereinschmelzen lieferten, doch im Ganzen genommen sich nichtgar zu weit von dem im wirklichen Verkehr gleichzeitig stattfindenden Werthverhälk-niß entfernt haben werden.
Da, wie wir oben gesehen haben, in dem Zeitraum von Karl dem Großen bisin die Mitte des 13. Jahrhunderts im westlichen Europa keine Goldmünzen geprägtwurden, so fehlt uns für diese längere Periode das hauptsächlichste Material fürdie Ermittelung des in Rede stehenden Verhältnisses.
Für Italien ist die Werthrelation des Goldes zum Silber um das Jahr 1260von italienischen Nationalökonomen wie folgt ermittelt worden: in Florenz 1 i lO''/-.;in Neapel 1 :10°/r4> in Mailand 1 : 10"/2i; in Lucca 1: lO'Vs,; in Rom 1 : 11?/»;im Durchschnitte etwa 1 :10"/».
Im alten deutschen Rechtsbuche, dem „Sachsenspiegel", dessen Aufzeichnung manin das erste Drittheil des 13. Jahrhunderts setzt, wird bei Gelegenheit der Fest-stellung der Bußen, welche für Fürsten, um diese zu ehren, nicht in Silber, sonder»in Gold angesetzt find, bemerkt, daß dabei das Pfenniggewicht Gold für zehn der-selben in Silber zu rechnen sei. In der Glosse zu dieser Stelle, sowie im sogenann-ten „Sächsischen Weichbild" dagegen, dessen Abfassung in den Anfang des 14. Jahr-hunderts verlegt wird, ist ein Goldpfennig" einem Schilling Silbergeld und ein Gold-schilling 12 Schillingen in Silbermünze gleichgestellt.
Was das 14. und 18. Jahrhundert anlangt, so theilen wir zunächst die Werth-r/ation mit, welche sich aus den englischen Ausmünzungen ergibt, worüber uns eine^steche specieller Angaben vorliegt. Hiernach verhielt sich in England der Werthdes Goldes zum Silber wie folgt:
im Jahre 1256 wie 1 : 9,3/, 1344 ,, 1 :11,v4
„ ,, 1346 ,, 1:11,6
„ „ 1352 „ 1:11,2
„ „ 1412 „ 1:10,2
„ „ 1465 „ 1:11,2
„ „ 1526 „ 1:11,z.
Aus den lübecker Ausmünzungen (die Goldausnninzung in Lübeck begann imJahre 1341) ergibt sich folgende Werthrelation:
Zm Jahre 1351: 1:12,.„ 1375: 1:12,
,, „ 1103 : 1: l 2,
„ „ 14H: 1:12,.
„ „ 1450: 1:11,.
„ ,, 1163: 1: 11„
(1 Mark fein Gold zu 69 Gulden ä 10 Schillinge;
1 Mark fein Silber s 3 Mark 8 Schillinge.)
(1 Mark fein Gold zu 69 Gulden s 12 Schillinge;
1 Mark fein Silber zu 1 Mark 3 Schillinge.)
(1 Mark fein Gold zu 69 Gulden ä 16 Schillinge 3 Pfennige;1 Mark fein Silber zu 5 Mark 7 Schillinge 1 Pfennig.)
(1 Mark fein Gold zu 69 Gulden a 16 Schillinge;
1 Mark fein Silber zu 5 Mark 12 Schillinge.)
(1 Mark fein Gold zu. 69 Gulden s 21 Schillinge;
1 Mark fein Silber zu 1 Mark 11 Vs Schillinge.)
(1 Mark fein Gold zu 69 Gulden s 27 Schillinge;
1 Mark 15löthiges Silber zu 150 Schillings.)
Eine Berechnung der Werthrelation der edeln Metalle nach Materialien imArchiv des. Deutschen Ordens in Preußen hat für 40jährige Durchschnitte folgendesResultat ergeben:
im Jahre 1399: 1:12,3
„ „ 1405: 1:12,8
„ „ 1432: 1:12,7
„ „ 1448: 1:13,2
„ „ 1494: 1:10,5
„ „ 1508: 1: 9,2.