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Zwöflter Band.
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Das Gold.

bis zum Jahre 1803 .. 332,000000 Piaster

in den Jahren 1804—48:

in Peru. 31,566898 Piaster

„ Buenos-Ayres und Bolivia 170,691290 „

„ Chile. 99,963316 „

„ Columbia (Neugranada) . 204,255328 „

506,476832 „

Zusammen 838,476832 Piasteroder, dem Gewichte nach, ungefähr 5,850000 Mark Gold.

Brasilien. Die außerordentliche Wichtigkeit der brasilischen Goldproductivnim vorigen Jahrhundert und die Analogie mancher dabei vorgekommener Momentemit den bei andern Goldgewinnungen bemerkten Erscheinungen veranlassen uns um-somehr hierüber nicht so ganz kurz wegzugehen, als gerade dieser Theil der Edelmetall-production gewöhnlich lange nicht die Aufmerksamkeit findet, wie die meisten übrigen,obschon durch von Eschwege's Werk „kluto Lrssilisnsis " (Berlin 1833) darüberausführliche Materialien gegeben sind. Die erste Entdeckung von Gold in Brasiliensoll schon im Jahre 1590 durch einen gewissen Alfonso Sardinha an der Serra deJaragua in der Provinz San-Paulo geschehen sein. „Das Gerücht der Entdeckungdes Goldes verbreitete sich gleich dem Feuer in den entzündlichen trockenen Gras-steppen. Gold! Gold! Gold! wurde die Losung, und Leute auS allen Ständen, Vor-nehme und Geringe, Reiche und Arme verließen ihren friedlichen Herd, ihr Ge-werbe, Haus und Hof, Frau und Kinder; Alles war von dem reizenden Gedanken'eingenommen, die goldenen Berge, Seen und Flüsse aufzusuchen, von denen hundertfabelhafte Gerüchte in Umschwung kamen. Unsäglichen Mühseligkeiten und Gefahrensetzte man sich aus, um die schöne Aussicht schnellen und großen Reichthums zu ver-wirklichen. Mit jedem Jahre wuchs der Andrang zügelloser Menschen zu diesen Unter-nehmungen, die bald durch Neid und Misgunst sich feindselig gegenüberstanden.Sogar bis übers Meer nach Portugal erstreckte sich die allgemeine Aufregung, undoft waren nicht Schiffe genug da, die golddürstige Menge nach den jenseitigen Be-sitzungen zu tragen." Erinnert diese Schilderung nicht völlig an die Nachrichten, dieman aus Californie.n und Victoria gleich nach Entdeckung der dortigen Goldfeldererhielt? Um das Jahr 1693 wurde der Goldreichthum der Provinz Minas-Geraesentdeckt und mit der Ausbeute desselben begonnen, wobei sich die eben geschildertenVorgänge zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wiederholten. Außer in den beidenvorgenannten Provinzen wurde auch.in den brasilischen Landschaften Eoyaz und Matto-Grosso Gold gewonnen. Die bei weitem bedeutendste Goldproductivn fand aber inder Provinz Minas-Geraes, statt und zwar ganz besonders in den Jahren 1740—60,als sich gegen 80000 Personen mit der Goldausbeute beschäftigten, etwa der dritteTheil der ganzen damaligen Bevölkerung der Provinz.

Die Grundlage für die Schätzung der brasilischen Goldproductivn bildet derverzeichnete Ertrag des „Quinta", d. h. der von dem gewonnenen Golde an dieKrone zu entrichtenden Abgabe des Fünftel-Antheils oder eines dafür präsumirtenÄquivalents. Es muß von selbst einleuchten, ein wie ungenügender Maßstab dieseAbgabe für die wirkliche Produktion sein mag, da wegen der Höhe der Abgabe undder Leichtigkeit einer Umgehung derselben bei einem so leicht zu transportirenden Ar-tikel wie Gold aller Wahrscheinlichkeit nach sehr bedeutende Summen Gold undecla-rirt geblieben sind, oder auch das gezahlte Äquivalent beträchtlich weniger war alsder ungefähre fünfte Theil der Production. Strenge Bewachung der Grenzen undschwere Strafen konnten den Schleichhandel etwas einschränken, aber nie viel aus-richten. Wenn von Eschwege für das im Wege des Schleichhandels der Controleentzogene Quantum Gold nur 20 "/» der declarirten Production annimmt, so erscheintuns diese Annahme um Vieles zu gering, und es kann die Frage entstehen, ob nichtvielleicht Diejenigen, welche die aus der Abgabe des Quinto berechnete Geldmenge auf