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Zwöflter Band.
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Das Gold.

Silber ungefähr drei Vertheile, sodaß„für alle sonstigen Länder zusammen nur etwaein Viertel übrigbleibt. Die ersten Übersichten aber zeigen, wie das gegenseitigeVerhältniß der Gold- und Silberproduction in den verschiedenen Zeiten variirt hat,und in welchem Grade — infolge der russischen Goldgewinnung — schon vor derAuffindung des Goldreichthums Californiens und Australiens sich das Verhältnißgünstiger für die Goldproductipn gestellt hatte, indem dieselbe dem Werthe nach umdas Jahr 1846 von der gesammten Edelmetallgewinnung bereits 49"/» betrug gegenzu Ansang dieses Jahrhunderts.

7) Goldverbrauch bis zum Jahre 1847 und Goldvorrath um die genannte Zeit.

An eine Schätzung des ungefähren Betrages der Production der edeln Metalleschließt sich unwillkürlich und unmittelbar die Frage nach dem Verbrauch und demübriggebliebenen Vorrath derselben. Auch hierbei werden wir neben dem Goldenothwendig auch das Silber mit ins Auge zu fassen haben, da nur so die Erörte-rung über die gegenseitige Werthrelation beider eine Basis findet.

Muß es schon äußerst gewagt erscheinen, über die Production der edeln Metalleauf Grund vereinzelter Notizen und unsicherer Muthmaßung Zahlenangaben vorzu-legen, so ist es noch viel mislicher, Schätzungen darüber anzustellen, wieviel von denproducirten Edelmetallquantitäten im Laufe der Zeit wieder consumirt worden oderrein verloren gegangen, oder doch vorläufig als außer Verkehr gesetzt anzusehen ist,sowie ferner, was von der noch vorhandenen Menge derselben als baares circulirendesMedium dient, und wieviel, zu Geräthen und Schmuck verarbeitet, aufbewahrt wird.Auch gehen hierbei die Ansichten ungleich weiter auseinander als in Rücksicht derProductionsverhältnisse. Es würde hier viel zu weit führen, wollten wir auf dieseschwierige Frage näher eingehen, und es muß genügen, hierüber wenige kurze Andeu-tungen vorzulegen.

Gold und Silber wird hauptsächlich auf folgende Weise dem Geldumläufe ent-zogen: 1) durch Abnutzung der Münzen; 2) durch Vergraben in unruhigen Zeitenund bei uncivilisirten Völkern, oder einzelnen Classen der Bevölkerung selbst incivilisirten Staaten; 4) durch Ausfuhr nach solchen Ländern, deren Vorrath an edelnMetallen, auch ohne durchweg förmlich vergraben zu werden, für das allgemeineGeldwesen für jetzt in der Regel noch nicht in Betracht kommen kann; 5) durchVerwendung zu industriellen Zwecken, und endlich 6) durch Benutzung zu Schmuck-sachen uyd Gerathen.

Unter den eben erwähnten Arten der Entziehung von Edelmetall aus dem Ver-kehr ist es nur die unter Nummer 4 angeführte Ausfuhr, worüber hinsichtlich deranhaltenden und bedeutenden Silberströmung nach Ostasien nähere Schätzungen statt-nehmig erscheinen (man berechnet den Totalbetrag derselben für den Zeitraum von1550 —1809 auf die enorme Summe von etwa 2145 Millionen Piaster). Inallen übrigen Beziehungen erscheint es uns, obschon wir, wie die vorangegangenenSchätzungen gezeigt haben werden, nicht eben ängstlich sind, ungefähre Veranschla-gungen vorzulegen, doch gänzlich unthunlich, Zahlenangaben zu versuchen. WasGold speciell betrifft, so wollen wir nur darauf hinweisen, daß eine Ausfuhr desselbennach Ostasien, um so, wenigstens vorläufig, dem Weltverkehr entzogen werden, nicht inBetracht kommt, daß dagegen im südlichen Rußland und in den Donauländern imLaufe der Zeit eine beträchtliche Summe an Dukaten für immer vergraben sein dürfte.Ferner ist daran zu erinnern, daß durch Abnutzung der Goldmünzen verhältnißmäßigwol nicht soviel verloren geht wie beim Silbergelde, daß dagegen der Verlust anGold durch Abnutzung und wiederholtes Verarbeiten gewöhnlicher goldener Schmuck-sachen (Ringe, Ketten, Uhren u. s. w.) sowie bei der Konsumtion zu industriellenZwecken verhältnißmäßig von größerer Bedeutung sein dürste als der entsprechendeVerlust an Silber.

Wie bedeutend der Vorrath an edeln Metallen in der Form von Geräthen undSchmucksachen bei den civilisirten Nationen nach annähernder Schätzung anzunehmen