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Zwöflter Band.
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Das Gold.

sei, darüber möchte vielleicht durch mehrseitige sorgsame Untersuchung ein wahrschein-licher Anschlag zu erlangen sein; bisjeht ist aber, soweit uns bekannt, eine solchestatistische Untersuchung nicht unternommen worden. Einige haben diesen Vorrathauf etwa das Doppelte des umlaufenden baaren Geldes geschätzt, Andere auf nurungefähr den gleichen Betrag des letztem, und Andere wieder anders. Wie demaber auch sei, so ist Das nicht zu verkennen, daß der bei civilistrten Völkern vor-handene Vorrath an goldenen und silbernen Schmucksachen und Gerathen in genauerWechselbeziehung steht mit dem Betrage an baaren Circulationsmitteln. Jener kann,wenn es erfoderlich wird, stets rasch aushelfen, um das circulirende Medium zu ver-mehren, und andererseits gibt es für die Benutzung der edeln Metalle zu Schmuck-sachen und Gerathen keine bestimmte Grenze, sodaß bei steigender Produktion der-selben auch diese Verwendung immer größere Beträge, welche das Geldwesen nichtmehr Vortheilhast gebrauchen kann, in Anspruch nehmen wird.

Einen von uns vor etwa fünf Zähren versuchten ungefähren Anschlag über denGesammtvorrath an baarem circulirenden Medium in Europa und in den VereinigtenStaaten zu Anfang des Jahres 1848 haben wir einer erneuerten Prüfung unter-zogen und legen denselben mit einigen Modificationen hier wiederum vor.

Der gesammte Vorrath an Münze und edelm Metall in Barren, sowol inUmlauf und in den Händen des Publicums als auch im Verwahrsam der Banken,dürste für den Anfang des Jahres 1848 dem Werthe nach zu veranschlagen sein:Großbritannien und die britischen Colonien (ohne Ostindien) circa 360 Mill. Thaler

Frankreich ...... .„ 630 „ „

Deutschland, das übrige Östreich und die Schweiz . . „ 600 „ „

Holland und Belgien.„ 150 „ „

Russisches Reich.. 320 „ „

Vereinigte Staaten.„ 170 „ „

die übrigen in Betracht kommenden Länder .... „ 850 „ „

Zusammen circa 3100 Mill. Thaler.

Wieviel von diesem Betrage auf das Gold kommt, ist eine ebenso mislicheSchätzung als die des ungefähren Gesammtbelauss des vorhandenen baaren circu-Urenden Mediums überhaupt; allein wenn die hierfür angenommene Summe vonetwa 3100 Millionen Thaler zu Anfang des Jahres 1848 als einigermaßen zu-treffend gelten kann, so wird man für Gold einen Betrag von etwa 8 — 900 Mil-lionen Thaler veranschlagen dürfen.

8) Werthrelation der edeln Metalle von der Entdeckung Amerikas an bis zum Zahre 1848.

Für den Anfang dieser Periode gilt noch eine geraume Zeit, etwa bis zumAnfang des 17. Jahrhunderts, was oben in Bezug auf die Werthrelation von Goldund Silber während des Mittelalters bemerkt wurde, daß man sich davor in Achtzu nehmen habe, aus gelegentlichen Angaben über diese Werthrelation an einzelnenPlätzen auf ein allgemeines gleichmäßiges Verhältniß zu schließen. Der Handels-verkehr war auch damals noch zu wenig ausgebildet, die Communicationen zwischenden verschiedenen Ländern noch zu schwierig, als daß eine rasche allgemeine Aus-gleichung hierin hätte eintreten müssen. Eine ungefähre gleiche Tendenz im Ganzenund Großen macht sich allerdings schon früher bemerkbar, allein erst mit der fort-schreitenden Entwickelung der Wechselgeschäfte seit der ersten Hälfte des 17. Jahr-hunderts wird die gleichzeitige ungefähre Übereinstimmung der Werthrelation in denverschiedenen handeltreibenden Ländern mehr und mehr eine selbstverständliche Sacheder Nothwendigkeit. Die oft und vielerwärts versuchte Feststellung des Werthes derGoldmünzen gegen Silbergeld mittels Münzverordnungen erweist sich von da annoch unwirksamer als früher. Eine im Widerspruch mit der im Weltverkehr vor-herrschenden Werthrelation festgehaltene einseitige Norm im Münzwesen konnte frei-lich dahin führen, daß die vollhalkigern Stücke des ungünstiger tarifirten Metalls